Arbeiten an Schleuse beendet: Schiffe laufen wieder Dortmunds Hafen an

Dortmunder Hafen

Die für den Dortmunder Hafen wichtige Schleuse Henrichenburg, bis vor Kurzem in Reparatur, ist für den Schiffsverkehr wieder geöffnet. Die nächste Sperrung ist aber schon angekündigt.

Dortmund

, 04.10.2018, 14:56 Uhr / Lesedauer: 1 min
Arbeiten an Schleuse beendet: Schiffe laufen wieder Dortmunds Hafen an

Nach fast vierwöchiger Sperrung ist die Schleuse Henrichenburg für Schiffe in und aus dem Dortmunder Hafen wieder freigegeben. © Gregor Beushausen

Seit rund einer Woche können Schiffe wieder in den Dortmunder Hafen ein- und auslaufen. Die Arbeiten an der Schleuse Henrichenburg, die Anfang September begonnen hatten, sind erst einmal beendet. Ende September hat der Schiffsverkehr wieder Fahrt aufgenommen, der Hafen ist nicht länger vom Wasserstraßennetz abgeschlossen.

Arbeiten rund um die Uhr

Unter hohem Aufwand sei es gelungen, den geplanten Zeitrahmen einzuhalten, sagt Bauingenieuer Frank Ottersbach vom Duisburger Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt. Teilweise sei in drei Schichten rund um die Uhr gearbeitet worden, in der Spitze mit bis zu 50 Leuten.

Zusätzlich zu den geplanten Korrosionsschutzarbeiten seien am Untertor der Schleuse 25 Risse entdeckt worden, die geschweißt werden mussten. Überdies seien alle Lager am Obertor erneuert worden. Trotz der alle sechs Jahre anfallenden Bauwerksinspektionen treten immer wieder Schäden auf, die das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt zu Sperrungen schließen, die sich auf die Logistik der Hafenbetriebe auswirken. Die Schleuse ist 1989 in Betrieb genommen worden.

Angst vor dem Totalausfall

Aus Sorge, es könnte irgendwann zu einem Totalausfall kommen, haben Dortmunder Akteure im Bundes-Verkehrsministerium in den zurückliegenden Jahren mehrfach darauf gedrängt, der Bund möge für den Notfall ein zweites Schleusentor beschaffen. Die Ergebnisse waren stets negativ. Zwar könne "eine Havarie theoretisch leider nicht ausgeschlossen" werden, wie es in mehreren Antwortschreiben heisst. Ein neues Schleusentor sei mit Kosten von rund fünf Millionen Euro verbunden – und für eine solche Investition werde "kein Wirtschaftlichkeitsnachweis gelingen".

Jährlich passieren rund 3300 Schiffe auf dem Dortmund-Ems-Kanal die Schleuse Henrichenburg. Sie werden sich auf eine erneute Schließing einstellen müssen: Vom 15. Juni 2019 bis 12. Juli 2019 muss das Bauwerk erneut gesperrt werden. Dann folgt der zweite Teil der Arbeiten: Korrosionsschutz am Ober- und am Untertor.

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