Ansturm auf Freibäder: Schwimmen unter Corona-Regeln im Stresstest

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31 Grad im Schatten waren vorhergesagt, viele Freibäder in Dortmund waren rappelvoll und manche sogar ausgebucht. Wie geht der Freibad-Besuch in Zeiten des Coronavirus in Dortmund?

von Julien März

Dortmund

, 31.07.2020, 18:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Blauer Himmel, strahlende Sonne und viel nackte Haut, die gesonnt werden will.

Im Freibad Volksbad am Signal Iduna Park ist am Freitag (31. Juli) einiges los.

Manche entspannen sich am Beckenrand im kühlen Wasser, während andere ihre Bahnen schwimmen. Wieder andere liegen auf ihren Handtüchern im Grünen und genießen das schöne Wetter.

1000 Gäste dürfen ins Volksbad

Es ist voll im Volksbad Dortmund, 1000 Gäste dürfen während der Pandemie rein. Laut Sonja Schöber, Pressesprecherin des Betreibers „Sportwelt Dortmund“, war es der zweite heiße Corona-Tag, an dem das Freibad ausgebucht war.

„Im Durchschnitt ist die Auslastung, aufgrund der Wetterlage, nicht besonders groß. Es gäbe noch genügend Kapazitäten an den meisten Tagen“, erklärt Schöber.

Für genügend Schutz vor dem Coronavirus soll im Volksbad gesorgt sein: Jeder Besucher muss sich sein Ticket im Vorfeld online mit hinterlegten Kontaktdaten reservieren, auf dem Gelände sind Desinfektionsspender verteilt.

Mehr Personal durch das Coronavirus

Aufgrund der außergewöhnlichen Situation ist auch mehr Personal im Einsatz. Die Schwimmmeister behalten den Überblick über die Anzahl der Gäste im Wasser und sorgen gegebenenfalls für Ein- und Auslasskontrollen im Schwimmbecken. Rund 70 Personen dürfen gleichzeitig hinein.

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Die Besucher sollen den QR-Code ihres Tickets beim rein- und rausgehen scannen, sodass gewährleistet werden kann, dass durch das Auschecken gegebenenfalls wieder neue Tickets freigegeben werden.

Zudem müssen Gäste in den Duschen, von denen nur jede zweite zur Verfügung steht, Umkleidekabinen und Toiletten einen Mund-Nasen-Schutz tragen. Und wie immer gilt: Abstand halten.

Allgemeines Verständnis für die Corona-Regeln

„Im Großen und Ganzen wird sich gut an die Regeln gehalten. Mittlerweile sind alle Menschen an diese Maßnahmen in ihrem Alltag gewohnt. Ab und zu muss man ein paar Gäste an gewisse Regeln erinnern, aber alle zeigen Verständnis dafür“, erzählt Sonja Schöber.

Es habe auch noch keine besonderen Vorkommnisse mit Gästen, die sich nicht an die Regeln halten, gegeben. „Die überwiegende Zahl der Gäste hat Verständnis für die Regeln und alle sind einfach froh, wieder schwimmen zu dürfen“. Die Besucher vor Ort sehen das offenbar ähnlich. Es sei alles total entspannt, die Leute würden sich an die Regeln halten und das Wetter genießen, hört man von den Badegästen.

Auch für den Samstag (1. August) werden, Dank der guten Wettervorhersage, wieder viele Gäste erwartet. Ob der Andrang genauso groß sein wird wie am Freitag, bleibt aufgrund vereinzelt möglicher Gewitter allerdings fraglich.

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