Die wichtigsten Fragen und Antworten zum Dortmunder Weihnachtsmarkt

Weihnachtsmarkt

Der Engel sitzt auf dem Baum, die Buden sind aufgebaut, der Glühwein ist heiß: Am Donnerstag beginnt Dortmunds Weihnachtsmarkt und läuft bis zum 30. Dezember – mit einigen Neuerungen.

Dortmund

, 20.11.2018, 04:55 Uhr / Lesedauer: 4 min
Die wichtigsten Fragen und Antworten zum Dortmunder Weihnachtsmarkt

Am Donnerstag beginnt Dortmunds Weihnachtsmarkt. Der Baum leuchtet ab dem 26. November. Dieses Bild entstand bei einem Lichttest. © Stephan Schütze

Mit dem Weihnachtsmarkt beginnt für viele auch die ganz große Vorfreude auf Weihnachten. Ab Donnerstag (22. November) hat Dortmunds Weihnachtsmarkt in der City geöffnet. Es gibt mehr als 300 Stände, erstmals ein Riesenrad und auch ansonsten viele Neuerungen. Im Mittelpunkt steht der Hansaplatz mit dem größten Weihnachtsbaum der Welt in seiner Mitte. Wir beantworten die wichtigsten Fragen zum vorweihnachtlichen Spektakel.

? Wann hat der Weihnachtsmarkt geöffnet? Der Startschuss fällt Donnerstag um 10 Uhr. Offiziell eröffnet - mit dem Anknipsen der Lichter am Weihnachtsbaum - wird der Weihnachtsmarkt am Montag (26. November) um 18 Uhr. Der letzte Tag ist am 30. Dezember. Der Markt hat täglich geöffnet, außer an Totensonntag (25. November) und am Ersten Weihnachtstag (25. Dezember). Die Öffnungszeiten: montags bis donnerstags 10 bis 21 Uhr, freitags und samstags 10 bis 22 Uhr, sonntags und am 26. Dezember 12 bis 21 Uhr.

? Gibt es neue Stände? Ja. Von den 300 Ständen sind in diesem Jahr 26 neu. Auf dem Hansaplatz gibt es zum Beispiel einen Stand für Pop-Up-Karten für jeden Anlass, einen Stand, der 3D-Leuchttaschen anbietet und einen mit Naturseifen aus Frankreich. Weihnachtsdeko aus Naturmaterialien und einen Stand für individuelle und ausgefallene Babyartikel gibt es jetzt auf dem Reinoldikirchplatz. Tibetisches Kunsthandwerk können Besucher an der Kleppingstraße erstehen. Zudem gibt es einige neue Schmuckanbieter.

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Der Weihnachtsmarkt hat jetzt ein Riesenrad auf dem Platz von Leeds. © Dieter Menne

? Und was ist sonst noch neu? Das Ponykarussell am Platz von Leeds wird es, zum Bedauern der Schausteller, dieses Jahr nicht geben. Der Betreiber hat aufgrund des öffentlichen Drucks der vergangenen Jahre kurzfristig abgesagt. Dafür steht an dieser Stelle jetzt ein 35 Meter hohes Riesenrad mit 26 Gondeln. Und das sei eine „unheimliche Aufwertung“ für diese Ecke des Weihnachtsmarkts und „ein Glücksfall“, sagt Patrick Arens. Denn nach dem Abriss des Karstadt-Technik-Hauses klafft am Platz von Leeds eine große Lücke. Das im Dunkeln leuchtende Riesenrad fülle diese Leere gut auf. Die Dortmunder Schausteller-Familie Burghard-Kleuser wollte schon seit vielen Jahren ihr Riesenrad beim Dortmunder Weihnachtsmarkt aufstellen, bislang gab es dafür aber nie einen geeigneten Platz, sagt Patrick Arens.

? Die größte Attraktion ist ja der Weihnachtsbaum auf dem Hansaplatz. Gibt‘s da was Neues? Am Wochenende ist der Baum gemessen worden: Exakt 45,14 Meter ist er in diesem Jahr hoch. Und im Guinnessbuch der Rekorde ist er ohnehin als größter Weihnachtsbaum der Welt verbrieft, sagt Weihnachtsbaumbetreuer Hans-Werner Reckmann. Über die Konkurrenz aus Herne will deshalb niemand weiter groß Worte verlieren.

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So sieht der „fliegende Engel“ im größten Weihnachtsbaum der Welt aus. © Stephan Schütze

Der DFB-Pokal, der noch 2017 im Baum leuchtete, ist wieder verschwunden. Den hat der BVB dieses Jahr schließlich nicht gewonnen. Dafür leuchten nun zwei „fliegende Engel“ im Baum. Sie sind 170 Kilogramm schwer und haben zu jeder Seite eine Spannweite von sieben Metern. „Sie fliegen, indem sie hydraulisch gehoben und gesenkt werden“, sagt Reckmann. Ansonsten funkeln ab dem 26. November 48.000 Glühlampen im Baum, 20 rote Kerzen, farbige Kugeln und der Engel auf der Spitze. „Der Baum gibt dem Weihnachtsmarkt sein Gesicht“, sagt Patrick Arens.

? Kein Weihnachtsmarktbesuch ohne Glühwein. Was kostet der? 2,50 Euro. Der Preis ist seit 2013 stabil. Die veranstaltenden Schausteller verzichten auch in diesem Jahr auf eine Preiserhöhung, obwohl der Glühwein im Einkauf teurer geworden ist. Eine Erhöhung, sagt Schausteller Patrick Arens, hätte nicht in die Zeit gepasst. Zudem fallen 2,50 Euro Pfand für die Tasse an.

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So sieht die Weihnachtsmarkt-Tasse 2018 aus. © Jana Klüh

? Stichwort Tasse: Wie sieht die in diesem Jahr aus? Die Weihnachtsmarkttasse 2018 ist rot und wird von einem hervorstehenden Elch geziert. Drumherum ist das Dortmunder Stadtpanorama mit Reinoldikirche, U-Turm und dem Weihnachtsbaum zu sehen. Die rote Tasse löst die vom BVB inspirierte schwarzgelbe Version aus dem Vorjahr ab.

? Ich würde gerne eine Erinnerung an den Weihnachtsmarkt verschenken, finde die Tasse aber nicht so toll. Gibt‘s da noch was anderes? Ja. Erstmals gibt‘s in diesem Jahr einen offiziellen Weihnachtsmarkt-Schal in Kooperation mit WM-Sport. Den Schal gibt‘s in zwei Farben: rot-weiß und schwarz-gelb. Er kostet 9,99 Euro und ist erhältlich im Informationsbüro rechts neben der Showbühne am Alten Markt und im Weihnachtsdorf. Der Schal ist auf 1000 Stück limitiert, ein Teilerlös kommt dem Weihnachtsdorf zugute.

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Weihnachtsdorf-Maskottchen Siggi mit dem neuen Weihnachtsmarkt-Schal. © Jana Klüh

? Gibt es denn noch freie Plätze im Weihnachtsdorf? „Wir sind fast ausgebucht“, sagt Patrick Arens. Ein paar freie Termine gibt es aber noch. Die können direkt im Weihnachtsdorf auf dem Hansaplatz erfragt werden. Manchmal könne man auch spontan noch ein Kind unterbringen, sagt Arens. Die Teilnahme kostet 2 Euro pro Kind.
Ins Weihnachtsdorf kommt der Weihnachtsmann mit seinem himmlischen Gefolge. Er bastelt und backt mit den Kindern, liest Gedichte vor und übt mit ihnen Singen. In der Wichtelwerkstatt stehen bewegliche Märchenfiguren. Im Wohnzimmer des Weihnachtsmanns steht das Christkind-Telefon, dort können die Kinder ihre Weihnachtswünsche loswerden.

? Gibt es noch mehr Angebote für Kinder? Auf dem Reinoldkirchplatz steht die Märchenschau mit einem sprechenden Baum. Ab dem 1. Advent ist die Puppenbühne mit dem Hohnsteiner Kasper am Katharinentor an der Petrikirche zu Gast.
Die Qualitätsroute Dortmund, bestehend aus 34 Fachgeschäften, lädt vom 1. bis 23. Dezember zur Bühne am Alten Markt ein. Dort liest jeden Tag um 17 Uhr ein bekannter Dortmunder weihnachtliche Geschichten vor. Unter anderem lesen Sebastian Kehl, Bruno Knust und Ullrich Sierau. Die Aktion ist Teil des Wettbewerbs „Lesen. Lernen. Klasse“ mit dem Dortmunder Grundschulen unterstützt werden sollen, Kindern das Lesen beizubringen. Am 16. Dezember werden die Gewinner am Alten Markt bekannt gegeben.

? Und welche Angebote gibt es für die Älteren? Auf der Bühne am Alten Markt gibt es täglich Programm - vor allem Musik. Zu hören gibt‘s Jazz, Swing, Pop, Oldies, Schlager und Chorgesang. Am Tag vor Heiligabend wird unter dem Weihnachtsbaum gesungen: Das Musikfestival Klangvokal organisiert wieder die Aktion, bei der ab 19 Uhr eine Stunde lang jeder eingeladen ist, gemeinsam mit Chören zu singen. Wer für einen Euro eine Wunderkerze kauft, tut auch etwas Gutes: Der Erlös geht an den Verein Kinderlachen. Das komplette Programm gibt‘s auf der Weihnachtsmarkt-Website.

? Und die Schlager-Weihnacht, gibt‘s die auch wieder? Klar: Am 10. Dezember von 16.30 bis 21 Uhr an der Hansastraße. Allerdings ist die Schlager-Weihnacht gar keine reine Schlagerveranstaltung mehr. Veranstalter ist auch nicht mehr WDR4, sondern das WDR-Fernsehen. Neben Schlager gibt‘s auch Pop und Swing. Mit dabei sind unter anderem diese Musiker: Lena Valaitis, Marie Wegener, Anna-Maria Zimmermann, Vincent Groß, Claras Voices und Max im Parkhaus.
Die „Weihnacht unterm Baum“ wird fürs Fernsehen aufgezeichnet, zu sehen am 16. Dezember um 16.45 Uhr und an Heiligabend um 18 Uhr im WDR.

? Wird der Weihnachtsmarkt abgesichert? Ja. Stadt, Polizei und Feuerwehr halten am Sicherheitskonzept des vergangenen Jahres für den Weihnachtsmarkt fest. Rund um den Weihnachtsmarkt werden mobile und stationäre Betonsperren aufgestellt. Damit sie ein bisschen schöner aussehen, werden sie mit Weihnachtsbäumen geschmückt. Für den inneren Wallring gilt ein Lkw-Einfahrtverbot. „Die Sicherheit hat oberste Priorität“, sagt Stadtsprecher Maxmilian Löchter.

Die wichtigsten Fragen und Antworten zum Dortmunder Weihnachtsmarkt

So sahen im vergangenen Jahr die Betonsperren, hier an der Wißstraße, aus, die den Weihnachtsmarkt absichern sollen. © Stephan Schütze

? Wie reise ich am besten zum Weihnachtsmarkt an? In der Weihnachtszeit ist es in der City ohnehin voll, die Parkhäuser sind meistens dicht. Eine Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist unkompliziert und stressfrei. Der Hauptbahnhof ist nicht weit entfernt und viele City-U-Bahn-Haltstellen liegen direkt am Weihnachtsmarkt.

? Ich möchte meinen Weihnachtsmarkt-Besuch mit Weihnachts-Shopping verbinden. Geht das auch wieder sonntags? Ja, am 2. Dezember haben zusätzlich zum Weihnachtsmarkt auch die Geschäfte beim verkaufsoffenen Sonntag von 13 bis 18 Uhr geöffnet.

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