Alarmierte Anwohner lösen größeren Polizeieinsatz aus

dzÖstliche Innenstadt

Von Waffen war die Rede, als Anwohner am Freitagabend (23. August) die Polizei in die östliche Innenstadt riefen. Die rückte mit vier Einsatzwagen aus - und fand tatsächlich welche.

Kaiserstraßenviertel

, 24.08.2019, 18:07 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der Notruf eines beunruhigten Anwohners ging gegen 18 Uhr am Freitag (23. August) bei der Dortmunder Polizei ein. In der Düsseldorfer Straße (östliche Innenstadt) ziele jemand mit pistolenähnlichen Gegenständen auf andere, sagte er der Polizei-Leitstelle. Weil so etwas von den Ordnungshütern sehr ernst genommen wird, rückten die Beamten gleich mit vier Streifenwagen aus.

Sie trafen auf mehrere Jugendliche, die mit zwei sogenannten Softairwaffen hantierten. Bei diesen Waffen sei es nicht sofort zu erkennen, dass es sich nicht um herkömmliche Schusswaffen handele, hieß es am Samstag auf Anfrage von der Polizeileitstelle; denn die Softairwaffen sehen oft täuschend echt aus, können aber keine lebensgefährlichen Verletzungen herbeiführen.

Abhängig von der Schussenergie

Ob eine Softairwaffe unter das Waffengesetz fällt, ist abhängig von der Schussenergie. Die meisten Softairwaffen gelten in der Regel als Spielzeug und fallen somit nicht unter das Waffengesetz. Es war am Samstag nicht zu erfahren, ob es sich bei dem Einsatz in der Düsseldorfer Straße um Softairwaffen handelte, die unter das Waffengesetz fallen und nur von Menschen ab 18 Jahren benutzt werden dürfen. In diesem Fall müssten die Jugendlichen mit einem Ermittlungsverfahren rechnen, sagte ein Beamter in der Leitstelle.

„Unsere Kollegen mussten Jugendlichen erklären, dass man in der Öffentlichkeit nicht mit Softairwaffen spielt“, schrieb die Polizei nach dem Einsatz auf Twitter.

Bei einer Softairwaffe wird keine Munition - also keine Patrone - verschossen. Diese spezielle Art von Schusswaffen funktioniert über ein Druckluftsystem. In der Regel werden damit Kunststoff-Kugeln verschossen, die aber - je nach Schmerzempfinden - durchaus schmerzhaft sein und zu blauen Flecken führen können.

Selbst in Gefahr, Opfer von Gewalt zu werden

Softairwaffen werden überwiegend beim Spiel oder im Sport eingesetzt und vor allem bei diversen Gelände- und Verfolgungsspielen eingesetzt. Sie sind bei Jugendlichen sehr beliebt.

Wer eine solche Waffe in der Öffentlichkeit trägt oder mit ihr auf jemanden zielt, läuft Gefahr, selbst Opfer von Gewalt zu werden. Es kann bei anderen Personen Angst erzeugen und somit zu Überreaktionen und unkontrolliertem Verhalten führen. Auch gegenüber der Polizei kann es wegen des Drohpotenzials zu tragischen Missverständnissen und gefährlichen Situationen kommen. „Ich hoffe, dass es nie zu einer Verwechslung kommt“, sagte der Beamte in der Leitstelle.

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