ADAC rechnet trotz Corona mit vollen Autobahnen zum Ferienstart in NRW

Stauprognose

Sommerferienbeginn und volle Autobahnen: Das gehört irgendwie zusammen. Auch zu Corona-Zeiten rechnet der ADAC mit Staus zum Ferienstart – auch auf einigen Autobahnen rund um Dortmund.

Dortmund

24.06.2020, 16:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Volle Autobahnen gehören zum Start der Sommerferien dazu – auch in Corona-Zeiten.

Volle Autobahnen gehören zum Start der Sommerferien dazu – auch in Corona-Zeiten. © picture alliance/dpa

Der ADAC rechnet zum Start der Sommerferien trotz der Corona-Pandemie mit vollen Autobahnen in NRW – so auch in Dortmund, heißt es in einer Mitteilung. Auch in Berlin, Brandenburg, Hamburg und Schleswig-Holstein beginnen die Ferien, aus Mecklenburg-Vorpommern sei mit einer zweiten Reisewelle zu rechnen.

„Wir erwarten wegen der Corona-Krise deutlich mehr Autourlauber in Deutschland und den angrenzenden Nachbarländern und weniger Auslandsreisen per Flugzeug“, wird Dirk Krüger, ADAC-Verkehrsexperte, in der Mitteilung zitiert. Laut einer Umfrage würden 71 Prozent der Deutschen dieses Jahr das Auto als Reisemittel Nummer eins bevorzugen – vergangenes Jahr seien es noch knapp 50 Prozent gewesen.

Freitag und Samstag wird es voll

Die größte Staugefahr prognostiziert der ADAC Westfalen für Freitag und Samstag, vor allem in Richtung Nord- und Ostseeküste und auf dem Weg in Richtung Süden. Der ADAC empfiehlt Urlaubern, wenn möglich auf einen anderen Reisetag wie zum Beispiel Montag oder Dienstag auszuweichen.

Weil dieses Jahr das Übernachtungsangebot in den Touristenregionen jedoch begrenzt sei, verzichten laut ADAC viele Deutsche auf einen längeren Sommerurlaub – so rechne man auch mit weniger Verkehr als 2019. „Etliche Urlauber dürften sich mit Tagesausflügen oder spontanen Kurztrips begnügen“, sagt der ADAC-Experte.

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In Dortmund sind gleich mehrere Autobahnen von der Stauwarnung des ADAC betroffen. Darunter fallen die A1, die A2, aber auch die A40. Voll wird's am Freitag voraussichtlich zwischen 13 und 20 Uhr, am Samstag zwischen 11 und 18 Uhr und am Sonntag zwischen 14 und 20 Uhr, heißt es.

Weiter erhöhtes Staupotential sieht der ADAC in NRW auf den Autobahnen A3, A31, A57 und A61. Zudem sei vor allem auf den Autobahnen im Großraum Köln mit vermehrtem Stau zu rechnen.

Nur ausgeruht fahren

„Wer antizyklisch fahren möchte, also am frühen Morgen oder späten Abend und in der Nacht, der sollte auf jeden Fall ausgeruht losfahren und genug Pausen einplanen“, empfiehlt Krüger. Während der Sommerferien herrsche vor allem an den Wochenenden in den Baustellenabschnitten ein erhöhtes Staupotenzial.

Bei einem Stau die Autobahnen zu verlassen und über Landstraßen zu fahren, sei laut ADAC nur selten ein Vorteil. Denn auch die Ausweichstrecken seien schnell verstopft. Erst ab einer Staulänge von mehr als zehn Kilometern Länge oder auch bei einer Vollsperrung sei es sinnvoll, von der Autobahn abzufahren, heißt es.

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