Abgelaufener Personalausweis? Bis ein Bußgeld fällig wird, kann es in Dortmund dauern

Ausweispflicht

In Dortmund haben fast 10.000 Bürger aktuell keinen gültigen Personalausweis. Doch die Frist, nach deren Ablauf ein Bußgeld zu zahlen ist, variiert in Dortmund – aus naheliegendem Grund.

Dortmund

, 12.11.2019, 11:20 Uhr / Lesedauer: 1 min
Abgelaufener Personalausweis? Bis ein Bußgeld fällig wird, kann es in Dortmund dauern

Fast 10.000 Dortmunder haben aktuell keinen gültigen Personalausweis. © picture alliance/dpa

Schon mal nachgeguckt, ob der Personalausweis noch gültig ist? Wer 16 Jahre alt ist, muss einen gültigen Personalausweis haben. Von 425.602 aktuell ausweispflichtigen Dortmundern besitzen laut Stadtverwaltung 9899 keinen gültigen Personalausweis. Das sind 2,33 Prozent.

„Allerdings muss man diese Zahl relativieren“, stellt Stadtsprecher Maximilian Löchter klar.: „Eine Vielzahl dieser Personen hat bereits einen neuen Ausweis beantragt oder aber besitzt einen gültigen Reisepass“. Letzterer reiche als Ausweisdokument aus.

Zunächst eine Anhörung

Wer es versäumt hat, einen neuen Personalausweis zu beantragen und auffällt, wird von den Bürgerdiensten zunächst angehört und bekommt laut Löchter dann eine Frist gesetzt, in der er ein neues Dokument beantragen muss. Die Dauer dieser Frist sei nicht festgelegt, so Löchter, sondern „wird anhand der aktuellen Terminlage für die Bürgerinnen und Bürger angemessen gesetzt.“ Das kann erfahrungsgemäß wegen der Überlastung der Bürgerdienste dauern.

Jetzt lesen

Wer dann immer noch nicht seiner Pflicht nachkommt, gegen den wird ein Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet. Hier gibt es dann wieder verbindliche Fristen: Schludern bis zu drei Monate kostet 20 Euro, bis zu sechs Monate 60 Euro und bis zu 12 Monate 80 Euro. Teurer als 150 Euro wird es aber nicht.

Lesen Sie jetzt
Hellweger Anzeiger Tierversuche
Tierversuche: In vier Dortmunder Laboren wird mit Tausenden Tieren experimentiert
Hellweger Anzeiger Erklär-Video
Bürgerdienste in Dortmund wollen Wartezeiten für Bürger verkürzen - mit Selbstbedienung
Hellweger Anzeiger Fahrrad fahren in Dortmund
„Radwall“ soll Dortmund zur Fahrradstadt machen – das sagen die Bürger