32-jähriger Mann soll in Dortmund seine eigene Nichte mehrfach missbraucht haben

Landgericht

Schweren sexuellen Missbrauch seiner Nichte wift die Staatsanwaltschaft Dortmund einem 32-Jährigen vor. Der Mann soll die schwierigen Lebensumstände des Kindes ausgenutzt haben.

Dortmund

, 04.12.2019, 16:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
32-jähriger Mann soll in Dortmund seine eigene Nichte mehrfach missbraucht haben

Im Landgericht Dortmund wurde am Freitag (29.11.) die Anklage gegen einen Mann verlesen, der seine Nichte missbraucht haben soll. © picture alliance / dpa (Symbolbild)

Zu Prozessbeginn wurde am Freitag (29.11.) vor dem Landgericht nur die Anklageschrift verlesen. Die Vorwürfe der Staatsanwaltschaft gegen den 32-Jährigen wiegen schwer. Zur Tatzeit im Februar und März 2019 wohnte der Mann bei seinem Bruder in Kurl. Dieser hatte sich gerade von seiner Frau getrennt.

Die Tochter des Paares sollte sich eigentlich vornehmlich bei ihrer Mutter aufhalten. Doch weil die Wohnung des Vaters deutlich näher an ihrer Schule lag als die Wohnung der Mutter, zog die Schülerin es ab und zu vor, beim Vater zu übernachten.

Kind hätte gar nicht in der Wohnung sein sollen

Diesen Umstand soll der Onkel des Mädchens ausgenutzt haben. In der Anklageschrift der Staatsanwaltschaft sind mindestens drei sexuelle Übergriffe aufgelistet. Alle drei werden als schwerer sexueller Missbrauch eines Kindes klassifiziert. Als Mindeststrafe sind im Gesetz pro Fall zwei Jahre Haft vorgesehen.

Ob sich der angeklagte 32-Jährige zu den Vorwürfen äußern möchte und - wenn ja - ob er dabei ein Geständnis ablegt, wird sich erst an den kommenden Verhandlungstagen entscheiden.

Davon hängt auch ab, ob das Mädchen als Zeugin vor Gericht aussagen muss. Klar ist: Alle Beteiligten hätten wohl das Recht, eine Zeugenvernehmung zu verweigern, weil es sich um enge Verwandtschaft handelt.

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