"20 Personen stürmen Geschäft" - Betrunkener alarmiert die Polizei

Polizeieinsatz

Die Bundespolizei erreichte am Mittwoch ein Notruf, dass ein Laden am Dortmunder Hauptbahnhof bedroht sei. Vor Ort stellte sich die Lage anders dar.

Dortmund

05.09.2019, 15:18 Uhr / Lesedauer: 1 min

Es war gegen 3 Uhr, als bei der Bundespolizei am Mittwochmorgen (4.9.) ein Notruf einging. Ein Mann erklärte am Telefon, dass der Rewe To Go am Dortmunder Hauptbahnhof von 20 Personen gestürmt werde.

Doch dem war augenscheinlich nicht so: Als die Einsatzkräfte an dem Geschäft eintrafen, hielt sich darin lediglich ein Mitarbeiter auf, heißt es im Polizeibericht. Doch die Bundespolizisten konnten den Anrufer noch am Taxistand ausfindig machen. Dieser hielt sich an einer dort befindlichen Telefonzelle auf. Bei dem Mann handelte es sich um einen 42-Jährigen, der zuletzt in Recklinghausen gemeldet war.

Die Polizisten nahmen den Mann fest und brachten ihn zur Wache. Ein Alkoholtest ergab, dass er mit 2,24 Promille im Blut stark alkoholisiert war. Gegen den bereits polizeibekannten Mann wurde ein Strafverfahren wegen Missbrauchs des Notrufs eingeleitet.

Missbrauch des Notrufs ist strafbar

Die Bundespolizei weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass der Missbrauch des Notrufs und die böswillige Alarmierung der Polizei und von Rettungsdiensten strafbar ist.

Bei böswilliger Alarmierung können die Kosten des Einsatzes dem Verursacher in Rechnung gestellt werden. Zudem sei zu bedenken, dass während die Einsatzkräfte in einem solchen Einsatz sinnlos gebunden sind, andere Personen unter Umständen länger auf die Hilfe warten müssen.

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