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Wie die Dortmunderin Nadine Zdolsek das Schnee-Chaos im Süden Bayerns erlebt

dzWintereinbruch

Auch Touristen wie die Dortmunderin Nadine Zdolsek bleiben nicht vom derzeitigen Schnee-Chaos verschont. Die Urlauberin zeigt sich unerschrocken und passt sich den Umständen an.

von Nina Durand

Dortmund

, 10.01.2019 / Lesedauer: 3 min

Nadine Zdolsek hatte anlässlich des 60. Geburtstages ihres Vaters eine Reise nach Inzell im Landkreis Traunstein geplant. Eltern, Schwester und Lebensgefährte sind mit dabei. Doch der nicht enden wollende Schneefall erschwert der Familie den Urlaub.

Hinfahrt dauerte zwölf statt sieben Stunden

Schon zu Beginn der Reise Anfang der Woche zeigte der viele Schnee seine Schattenseiten. Statt zuvor erwarteten sieben Stunden Autofahrt von Dortmund nach Inzell dauerte die Hinfahrt zum Urlaubsort zwölf Stunden. Besonders um München herum gab es Unfälle, die den Verkehr verlangsamten, sagt Nadine Zdolsek. In Inzell bedeckten dann über zwei Meter Schnee die Straßen. „Doch bis Mittwoch waren die Straßen gut geräumt und man konnte kleine Wege mit dem Auto zurücklegen“, sagt die Dortmunderin.

Am Donnerstag seien weitere 50 Zentimeter Neuschnee dazugekommen - es werde immer schwieriger, die Schneemassen zu bewältigen. Die Zufahrten einiger Städte sind wegen Lawinengefahr gesperrt, viele Geschäfte und Restaurants sind geschlossen. Ein paar Restaurants hätten aber noch geöffnet - also kann die Familie schon auch mal zum Essen ausgehen.

Schnee verhindert größere Wanderungen und Ausflüge

Auch mit dem Auto können Nadine Zdolsek und ihre Familie noch fahren - aber nur mit Tempo 40, mehr ist zur Sicherheit nicht erlaubt. Damit sie fahren können, müssen sie das Auto zwei Mal am Tag vom Schnee freiräumen - ansonsten würde es komplett eingeschneit.

Größere Wanderungen und Ausflüge wird die Familie nicht antreten. Bei dem Schneefall „sollte man besser zuhause bleiben“, sagt Nadine Zdolsek. So müssten die Dortmunder Touristen weitgehend im Haus bleiben und sich die Zeit mit Filmen und Gesellschaftsspielen vertreiben.

Keine Angst, nicht vom Urlaubsort wegzukommen

Am Samstag soll es für die Familie wieder nach Dortmund gehen. Noch sieht es so aus, als würde die Wetterlage sich nicht ändern. Nach den starken Schneefällen der letzten Tage gilt auch im Landkreis Traunstein der Katastrophenfall. Dass die Rückfahrt ebenso lang wird wie die Hinreise, kann man also erwarten.

Doch Nadine Zdolsek sieht die Lage noch recht entspannt, wie sie berichtet. Angst, nicht mehr vom Urlaubsort wegzukommen, habe sie nicht. Sie sagt, sie gebe natürlich ihr Bestes, pünktlich wieder zuhause zu sein, um dann am Montag wieder zu arbeiten. In Gefahr bringen werde sie sich dafür aber nicht. Falls keine Abreise möglich sei, gehe sie davon aus, dass ihr Arbeitgeber dafür Verständnis habe.

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