© picture alliance / dpa

Für alle, die es noch nicht kapiert haben: Die Saison im FLVW wird nicht abgebrochen

Die Rufe nach einem Saisonabbruch im Fußball- und Leichtathletikverband Westfalen (FLVW) werden immer größer. Geben wird es ihn aber nicht - aus mehreren Gründen. Eine Einordnung.

In den vergangenen Wochen tat sich in Amateurfußball-Deutschland so einiges. Verband für Verband traf Entscheidungen und Maßnahmen, wie es denn für die Basis des Fußballs, die Amateure, weitergehen soll. In einem Gros der Verbände herrscht Klarheit, trotz der unklaren Corona-Situation.

Die Rufe nach einem Abbruch der Spielzeit sind dadurch auch in Westfalen immer größer geworden. „Brecht die Saison endlich ab“, „Das Rumgeeiere nervt – Saisonabbruch!“, „Setzt einen Haken dran, das macht keinen Sinn mehr“.

Spielbetrieb muss angeboten werden

Nur ein wirklich minimaler Auszug der Kommentare, die in den vergangenen Wochen in sozialen Medien zu lesen waren. Teils von Fußballern selbst, teils von Trainern und Funktionären der Klubs sowie Fans.

Doch es wird zu keinem Saisonabbruch in Westfalen kommen, das betont der FLVW seit Wochen selbst. „Ein vorzeitiger Saisonabbruch ist nicht möglich“, bekräftigte der Verband erst noch Anfang März auf seiner Homepage. Die Satzung des Verbandes gibt es vor: Ein Spielbetrieb muss von Verbandsseite angeboten werden, wenn er denn noch möglich ist.

Auch wenn in einigen Ligen die Rechenspiele bereits jetzt abgebrochen werden könnten, da dort die Möglichkeit kaum noch gegeben ist, die für eine Wertung benötigten 50 Prozent der Spiele zu erreichen, kommt ein genereller Abbruch nicht in Frage. Der Verband hat immer wieder betont, dass es sich dabei nicht um eine Hinrunde handelt, sondern 50 Prozent der Spiele in einer Liga.

So lange theoretisch der Spielbetrieb aufrecht erhalten werden könnte, so unrealistisch das aufgrund der aktuellen Coronavirus-Situation wirkt, kann es keinen Abbruch geben. Das sieht die Satzung des Verbandes nicht vor.

Wichtig für viele Klubs: Aufsteiger und Absteiger wird es nicht geben, wenn die Hälfte der Spiele nicht erreicht sind. Heißt: Die Spielzeit 2020/2021 wird in der Form auch in 2021/2022 stattfinden.

Vereine könnten noch Einnahmen generieren

Lediglich eine Annullierung der Spielzeit ist möglich, sollte es absehbar sein, dass in der jeweiligen Liga keine Wertung mehr bis zum 30. Juni erreicht werden könne. Vorher ginge es dies nicht, begründet der FLVW dadurch, dass Vereine womöglich noch vor Zuschauern spielen könnten, ihnen dadurch Einnahmen entgehen.

Manfred Schnieders, Vizepräsident des Verbandes, erklärte dies auch auf der Verbands-Pressekonferenz am 29. März: Entweder wird die Saison mit mindestens 50 Prozent der gespielten Spiele gewertet oder annulliert. Ein Abbruch ist in der Satzung nicht vorgesehen.

Das sollte auch dem Letzten klarmachen: Einen Saisonabbruch wird es in Westfalen nicht geben.

Über den Autor
Journalismus ist meine Passion. Seit 2017 im Einsatz für Lensing Media. Immer auf der Suche nach Hintergründen, spannenden Themen und Geschichten von Menschen.
Zur Autorenseite
David Nicolas Döring