Witsel nimmt Favre in Schutz - und zieht positives BVB-Saisonfazit

Borussia Dortmund

Der BVB muss sich erneut mit der Vizemeisterschaft begnügen. Axel Witsel zieht dennoch ein positives Saisonfazit - und stellt sich hinter Trainer Lucien Favre.

Dortmund

, 24.06.2020, 15:15 Uhr / Lesedauer: 2 min
Axel Witsel sagt über Trainer Lucien Favre: „So furchtbar viel verkehrt kann er also nicht gemacht haben.“

Axel Witsel sagt über Trainer Lucien Favre: „So furchtbar viel verkehrt kann er also nicht gemacht haben.“ © Groothuis/Witters/Pool/Witters

Den forschen Tönen von einigen Mitspielern mochte Witsel nicht folgen. Innenverteidiger Mats Hummels hatte sich nach dem 2:0 in Leipzig ebenso forsch bezüglich der Ziele für die kommende Saison geäußert wie Julian Brandt, der erklärt hatte: „Platz zwei lässt bei uns keine Sektkorken knallen.“ Witsel hingegen gibt sich bescheidener: „In einer so starken Liga wie der Bundesliga, in der auch Mannschaften wie Leipzig, Leverkusen oder Mönchengladbach immer stärker werden, ist auch ein zweiter Platz keine Schande“, erklärte der 30-Jährige im Interview mit „Sport1“. Jedes Finish innerhalb der Champions-League-Plätze sei erstmal „ein gutes Ergebnis“.

Witsel will die Bayern mit dem BVB „wieder attackieren“

Witsel zieht eine insgesamt positive Bilanz seiner zweiten BVB-Saison. „Platz zwei war am Ende das Maximum dessen, was für uns möglich war“, meinte der Belgier, auch wenn er zurecht auf die vergebenen Chancen in der Hinrunde verwies: „Wir haben es ordentlich gemacht, aber noch immer haben wir in manchen Spielen unnötig Punkte abgegeben.“ Witsel nennt da vor allem die Partien daheim gegen Bremen und Paderborn oder in Freiburg und Frankfurt. „Konstanz“, erklärt der defensive Mittelfeldspieler, sei daher „weiter ein Teil unserer Entwicklung, und das hat zumindest zum Teil auch mit Erfahrung zu tun.“

Zum neuerlichen Angriff auf den Titel, dem sich Axel Witsel natürlich nicht verschließen will, gehöre eine fast perfekte Saison. „Wir werden die Bayern jedenfalls wieder attackieren. Aber dazu wird wohl auch gehören müssen, sie in den direkten Duellen zu besiegen.“

Rückendeckung für Lucien Favre, Lob für Jadon Sancho

Trainer Lucien Favre, der immer wieder in die Kritik gerät, nimmt Witsel in Schutz: „Wir haben unter Lucien Favre in zwei Jahren rund 150 Punkte geholt - das wäre für jede Mannschaft der Welt ein Top-Ergebnis! Er ist auch, wenn ich richtig informiert bin, der BVB-Trainer mit dem historisch besten Punkteschnitt - sogar noch vor einem gewissen Jürgen Klopp. Auch einen Torrekord, wie wir in dieser Saison, stellt man bei einem Klub wie Borussia Dortmund nicht en passant auf. So furchtbar viel verkehrt kann er also nicht gemacht haben.“

Ein Loblied singt der Belgier auf Mitspieler Jadon Sancho. „Jadon ist ein guter, positiver Junge. Er liebt es, an Grenzen zu gehen, als Spieler und auch als Typ. Wir alle mögen ihn, auch wenn wir ihn manchmal an unsere Regeln erinnern müssen“, sagt Witsel. „Sportlich ist sein Wert unumstritten. Natürlich hilft er uns mit seinen Toren und seinen Assists, seinen Dribblings und Finten.“

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