Borussia Dortmund

Vier Rückkehrer: Mit dieser Aufstellung könnte der BVB gegen Bielefeld spielen

Vier Rückkehrer vergrößern vor dem Heimspiel gegen Bielefeld den Handlungsspielraum von BVB-Trainer Edin Terzic. Angesichts des straffen Programms aber ist Weitsicht geboten.
Dan-Axel Zagadou (l.) und Thorgan Hazard stehen dem BVB wieder zur Verfügung. © imago images/Team 2

Seinen letzten Einsatz für den BVB hatte Thorgan Hazard (27) zwei Tage vor Weihnachten. Pokalspiel in Braunschweig, Hazard hatte gerade eine Oberschenkelverletzung auskuriert, in den letzten sieben Minuten sollte der Belgier noch einmal Spielpraxis bekommen. Schließlich ging es nach den Weihnachtstagen ja direkt weiter für die Borussia.

Voraussichtliche Aufstellung: BVB begrüßt gegen Bielefeld vier Rückkehrer

Edin Terzic, damals frisch befördert, bekam eine erste schmerzhafte Lektion, dass Entscheidungen als Cheftrainer manchmal auch nach hinten losgehen können. Hazard verletzte sich erneut und fiel langfristig aus. Ihn einzuwechseln zu einem Zeitpunkt, als Braunschweig noch einmal alles ins Spiel warf, entpuppte sich im Nachhinein als keine besonders gute Idee.

66 Tage später soll Hazard am Samstag endlich zurückkehren – und ist vor dem BVB-Heimspiel gegen Aufsteiger Arminia Bielefeld (15.30 Uhr, live bei Sky, auch Ruhr24.de berichtet) das warnende Beispiel, wie behutsam langzeitverletzte Spieler herangeführt werden sollten. Terzic kann auch wieder auf Dan-Axel Zagadou, Roman Bürki und Lukasz Piszczek zurückgreifen. Vor allem Zagadou dürfte Terzic nach einer ähnlichen Verletzung wie Hazard wie ein rohes Ei behandeln.

BVB-Trainer Edin Terzic steckt bei der Aufstellung gegen Bielefeld in der Zwickmühle

Bei aller Freude über die größere Zahl an Alternativen steckt Terzic in der Zwickmühle. Vier eminent wichtige Partien binnen zwölf Tagen warten auf seine Borussia. Am Samstag kommt Bielefeld, am Dienstag will Dortmund auf dem Weg zum Pokalfinale in Gladbach den nächsten Schritt in Richtung Berlin gehen. Am Samstag kommender Woche geht es in München ums Prestige und um wichtige Bundesliga-Punkte. Mittwochs drauf gastiert der FC Sevilla in Dortmund.

Das Thema Rotation, von Terzic bislang eher sporadisch aufs Parkett gebracht, bekommt zwangsläufig eine größere Bedeutung. Man habe im Trainerteam, gibt der 38-Jährige zu, „immer ein Auge auf die kommenden Aufgaben.“ Gleichzeitig sei eine Belastungssteuerung in Corona-Zeiten „superschwer zu planen“. Auch über den obligatorischen Testungen am Freitag schwebte das kaum zu kalkulierende Risiko eines positiven Testergebnisses. Dazu die Sorgfaltspflicht bei der Heranführung der lange fehlenden Spieler: Terzic muss sich gut überlegen, wie er Hazard, Zagadou und Co. so schnell es geht an ihre Maximalbelastung bringen kann, ohne erneute muskuläre Rückschläge zu riskieren. In zwei der vier anstehenden Spiele droht theoretisch auch noch eine jeweils 30-minütige Extraspielzeit.

Voraussichtliche Aufstellung: BVB will gegen Bielefeld „die bestmögliche Elf auf den Platz schicken“

Das alles unter dem Druck, sich keine weiteren Ausrutscher erlauben zu dürfen. Der Sechs-Punkte-Rückstand auf die Champions League ist auch nach Abklingen der Euphorie über den Derbysieg ein tabellarischer Fakt, so dass Terzic vor dem Duell mit Aufsteiger Arminia trotz aller Rotationsgedanken sagt: „Wir werden am Samstag die bestmögliche Elf auf den Platz schicken.“

Die Sorge, dass diese Mannschaft wieder in alte Muster verfallen könnte, haben die zwei guten Spiele in Sevilla und auf Schalke noch nicht wegwischen können.

Voraussichtliche Aufstellung gegen Bielefeld: So könnte der BVB spielen

Mögliche BVB-Startelf: Hitz – Meunier, Can, Hummels, Guerreiro – Delaney, Dahoud – Reyna, Brandt, Sancho – Haaland

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