Verdiente Niederlage! BVB verspielt gute Ausgangsposition in Mailand leichtfertig

Champions League

Der BVB verspielt seine gute Ausgangsposition in der Champions League beim 0:2 in Mailand leichtfertig. Lucien Favres Systemumstellung greift nur bedingt, die Offensive enttäuscht komplett.

Mailand

, 23.10.2019, 23:07 Uhr / Lesedauer: 2 min
Verdiente Niederlage! BVB verspielt gute Ausgangsposition in Mailand leichtfertig

BVb-Torhüter Roman Bürki ist chancenlos, Inter-Stürmer Lautaro Martinez (M.) erzielt den Treffer zum 1:0. © dpa

Die Borussia verlor, Barcelona gewann zeitgleich in Prag, so dass sich nun ein heißer Tanz um den zweiten Platz in der Gruppe F ergibt - Inter oder der BVB, wer löst am Ende das Ticket für die K.o.-Phase? Es wird spannend im Rückspiel am 5. November in Dortmund, das die Vorentscheidung in dieser Frage bringen könnte.

Der BVB startet in Mailand offensiv

Eine Vorentscheidung suchte der BVB zunächst auch am Mittwochabend: Anpfiff im Giuseppe-Meazza-Stadion, und der BVB machte direkt kräftig Druck, von Cheftrainer Lucien Favre extrem offensiv ausgerichtet. Jadon Sancho, Thorgan Hazard und Julian Brandt bildeten einen nahezu ständig rochierenden Dreier-Sturm, die Außenverteidiger Nico Schulz und Achraf Hakimi schoben sich weit mit nach vorne. Die Konsequenz: Die Borussen störten aggressiv am gegnerischen Strafraum, zeigten sich bissig im Zweikampf - sie diktieren in den ersten 20 Minuten das Spiel. Inter hatte mit diesem forschen Auftreten merklich Probleme, leistete sich einige Fehler, fand nur selten aus der Umklammerung heraus.

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Champions League, 3. Spieltag: Inter Mailand - BVB 2:0 (1:0)

Die Bilder der Champions-League-Partie zwischen Inter Mailand und Borussia Dortmund.
23.10.2019
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Bilder der Champions-League-Partie zwischen Inter Mailand und Borussia Dortmund.© dpa
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Bilder der Champions-League-Partie zwischen Inter Mailand und Borussia Dortmund.© Guido Kirchner
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Doch dann erwischt es die Schwarzgelben urplötzlich eiskalt: Stefan de Vrij spielte einen hohen Ball über die völlig überraschte BVB-Abwehr zwischen Julian Weigl und Kapitän Mats Hummels hindurch perfekt auf Lautaro Martinez, und der Inter-Torjäger vollstreckte durch die Beine Roman Bürkis zum 1:0 (22.). Nico Schulz hatte das Abseits aufgehoben.

Brandt sieht gegen das Inter-Bollwerk kein Land

Die Borussia suchte zwar auch nach diesem Schock den Weg mutig nach vorn. Nur: Sie kam einfach nicht in die gefährliche Zone, ohne Paco Alcacer (muskuläre Probleme) und Marco Reus (Grippe) fehlten Durchschlagskraft und Tempo in der Spitze gegen ein kompakt verteidigendes Inter. Ein Fernschuss von Axel Witsel (31.), der deutlich über den Querbalken flog, blieb die einzige Ausbeute. Es mangelte an Ideen, an zwingenden Aktionen, auch in die Zweikämpfe kamen die plötzlich behäbigen Borussen nun nach dem Rückstand nicht mehr.

Julian Brandt sah gegen Inters robustes Bollwerk kaum Land, auch Jadon Sancho, der es nach seiner Denkpause gegen Gladbach zurück in die Startelf geschafft hatte, gelang nur ein gefährlicher Abschluss aus spitzem Winkel kurz vor der Pause. Ansonsten war für den BVB 18 Meter vor dem Mailänder Kasten zumeist Endstation.

Der BVB läuft in Mailand planlos an

Auch nach der Pause tat sich Dortmund schwer, die Lücke zu finden im ehrwürdigen Altbau Giuseppe-Meazza-Stadion, der schon so viele Sternstunden des deutschen Fußballs erlebt hat. Aber was machte die Borussia am Mittwochabend? Sie lief weiter recht planlos an. Lange Pass-Staffetten am Strafraum wussten Inter nicht aus der Reserve zu locken, auch die Eckstöße, die womöglich dank der Kopfballstärke von Mats Hummels für Gefahr hätten sorgen können, blieben wirkungslos. Urplötzlich bot sich Brandt aus dem Nichts die Chance, doch Mailands Torhüter Torwart Samir Handanovic bekam noch eine Hand an den Ball (63.).

Jetzt riskierte Lucien Favre noch mehr. Er nahm Defensiv-Abräumer Thomas Delaney vom Feld und schickte Mahmoud Dahoud auf den Rasen mit dem Auftrag, für mehr offensive Impulse aus der Zentrale zu sorgen. Doch die BVB-Power der ersten 20 Minuten war nun völlig futsch. Mailand kontrollierte die Partie und besaß die Möglichkeit zum 2:0 - doch Martinez‘ Schuss, von Akanji abgefälscht, strich knapp vorbei (73.).

BVB-Torhüter Bürki pariert Elfmeter von Martinez

Favre reagierte, schickte Angreifer Jacob Bruun Larsen anstelle von Verteidiger Akanji aufs Feld, um per Schlussattacke irgendwie den Ausgleich zu erzwingen. Und es wurde tatsächlich turbulent: Erst brannte es im Inter-Strafraum (75.), dann setzte Mailand einen Konter und Mats Hummels brachte Sebastiano Esposito im Strafraum zu Fall. Elfmeter für Inter. Aber Bürki parierte den Schuss von Martinez (82.). Ein wilder Schlagabtausch riss jetzt die Zuschauer mit - das bittere Ende erlebte jedoch der BVB. Denn Antonio Candreva schloss einen Konter ab - 2:0 (89.). Es war das Aus für die Dortmunder Hoffnungen.

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