Tuchel hat ähnliche Probleme bei PSG wie der BVB - Ex-Dortmund-Trainer bleibt gelassen

Schlechte Defensive

Thomas Tuchel erlebt bei Paris Saint-Germain ähnliche Probleme wie Borussia Dortmund aktuell in der Bundesliga. Für den BVB und PSG gilt: vorne hui, hinten pfui.

von dpa

Dortmund

, 10.02.2020, 13:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Tuchel hat ähnliche Probleme bei PSG wie der BVB - Ex-Dortmund-Trainer bleibt gelassen

Ex-BVB-Trainer Thomas Tuchel kassiert mit PSG zu viele Gegentore. © picture alliance/dpa

Offensiv viel Spektakel, defensiv aber Sorgen: Rund eine Woche vor seiner Reise in die Vergangenheit hat Trainer Thomas Tuchel bei Paris Saint-Germain ähnliche Probleme wie Ex-Klub Borussia Dortmund.

Wie der BVB: Paris gönnt sich zu viele Auszeiten

Nach dem 4:2 (2:0) gegen Olympique Lyon ist PSG zwar seit 21 Pflichtspielen ungeschlagen bei 19 Siegen. Doch wie der BVB beim 2:3 in Bremen und beim 3:4 in Leverkusen nimmt sich Paris derzeit zu viele Auszeiten und kassiert zu leichte Gegentore.

Auf die Frage, ob es ihm Hoffnung mache, dass Dortmund derzeit so viele Gegentore bekomme, reagierte Tuchel dann auch mit einem Lachen. „Dafür bin ich aber auch sicher, dass sie immer in der Lage sind, sechs bis sieben Tore zu schießen“, sagte Tuchel: „Das ist eine superstarke Mannschaft. Das wird eine sehr schwere Aufgabe.“

Ex-BVB-Coach Thomas Tuchel nimmt seine Mannschaft in Schutz

Mit seiner Mannschaft war er derweil gnädig. „Das ist nicht der richtige Zeitpunkt für Kritik“, sagte er: „Wir machen Fehler, ja. Aber wir gewinnen und gewinnen. Und man darf nicht vergessen: Wir haben derzeit viel zu viele Spiele. Und wir haben viele Verletzte.“

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Nach der 3:0-Führung habe sein Team sich zurückgelehnt, gestand der 46-Jährige ein: „Da haben wir gedacht, es sei vorbei. Aber es ist nie vorbei. Zum Glück haben wir eine gute Reaktion gezeigt.“

Mehr Tore schießen, als kassieren: Tuchel setzt auf Qualität von Cavani

Das 4:2 schoss drei Minuten nach seiner Einwechslung Edinson Cavani. Für den PSG-Rekordtorschützen war es nach Verletzungen, Formkrise und Wechselwunsch das erste Liga-Tor seit August. „Jetzt, wo die Dinge klar sind und der Transfermarkt geschlossen ist, hat man schon im Training gemerkt, dass er stärker wird“, sagte Tuchel: „Wir brauchen Edi mit seiner Erfahrung und seiner Qualität.“

Die Nationalspieler Thilo Kehrer und Julian Draxler standen gegen Lyon in der Startelf und dürfen auch auf einen Einsatz in Dortmund hoffen. Der BVB hingegen muss um einen Einsatz von Julian Brandt bangen. Ob er für das Achtelfinal-Hinspiel gegen PSG in der Champions League am 18. Februar (21 Uhr) zur Verfügung steht, ist fraglich.

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