Edin Terzic (M.) und seine Spieler arbeiten gerade an den Grundtugenden © imago / Eibner
Meinung

Terzic-Worte sind mehr als leere Phrasen – BVB gibt Anlass zur Hoffnung

Der BVB findet zurück zu den Grundtugenden des Spiels. Die zweiten 45 Minuten in Leipzig dienen als Lehrbeispiel. Nun geht es um Kontinuität und Nachhaltigkeit. Tobias Jöhren kommentiert.

Wer Edin Terzic während der 90 Minuten im Leipziger Stadion beobachtete, wie er da in seiner Coachingzone auf und ab tigerte, nach gewonnenen Zweikämpfen die Faust ballte und seine Mannschaft immer wieder anfeuerte, der durfte durchaus zu dem Schluss kommen, dass diese Worte mehr als nur eine leere Phrasen waren.

„Unsere Fans, die wir im Moment so vermissen, singen normalerweise immer: Auf geht‘s Dortmund – kämpfen und siegen“, sagte Terzic. Das sei der Slogan, den die Mannschaft bedienen solle und wolle. „Das hat nicht immer geklappt, aber heute hat es gepasst. Das wollen wir jetzt konstant Woche für Woche abliefern.“

Edin Terzic und die BVB-Spieler arbeiten an den Grundtugenden

Natürlich ist Fußball nicht immer ganz so einfach. Zu kompliziert ist er allerdings meistens auch nicht. Und eine erste Entwicklung, die sich im noch so jungen Fußballjahr bislang ablesen lässt, ist, dass diese Mannschaft, die einen in der jüngeren Vergangenheit häufig genug rätselnd zurückließ, zumindest Grund zur Hoffnung gibt, dass sie sich fortan nachhaltiger daran erinnern wird, was die Basis für Erfolg und guten Fußball ist.

Intensität, Kampf, Wille, Arbeit: Terzic und seine Spieler arbeiten gerade an den Grundtugenden – und scheinen sie in dieses Tagen für sich wiederzuentdecken. Die zweite Hälfte des BVB in Leipzig war ein Lehrbeispiel dafür, wie viel Spaß es machen kann, Borussia Dortmund beim Fußballspielen zuzuschauen, wenn die Reihenfolge bei der Herangehensweise auf dem Rasen stimmt. Erst die Arbeit, dann der Vergnügungsfußball. Doch die nächste Aufgabe wartet schon. Ihr Name? Kontinuität.

Über den Autor
BVB-Redaktion
Tobias Jöhren, Jahrgang 1986, hat an der Deutschen Sporthochschule in Köln studiert. Seit 2013 ist er Mitglied der Sportredaktion von Lensing Media – und findet trotz seines Berufes, dass Fußball nur die schönste Nebensache der Welt ist.
Zur Autorenseite
Tobias Jöhren
Lesen Sie jetzt