Teil der Umstrukturierung: Anteilseigner Evonik Industries trennt sich von BVB-Aktien

Borussia Dortmund

BVB-Anteilseigner Evonik Industries trennte sich von einem erheblichen Teil seines Aktienpakets. Für die Spezialchemie-Firma aus Essen ist das ein lukratives Geschäft.

Dortmund

, 24.02.2020, 18:59 Uhr / Lesedauer: 1 min
Teil der Umstrukturierung: Anteilseigner Evonik Industries trennt sich von BVB-Aktien

Evonik gibt einen Teil seiner BVB-Aktien ab. © Guido Kirchner

Als Teil der Umstrukturierung des Trikot-Sponsorings bei Borussia Dortmund hat sich Anteilseigner Evonik Industries auch von einem Teil seines umfangreichen Aktienpakets getrennt. Das Essener Spezialchemie-Unternehmen veräußerte 4,95 Prozent seiner Anteile, circa 3,9 Millionen Stimmrechtsanteile in einem Gesamtwert von 35 Millionen Euro, wie das Unternehmen am Montag mitteilte.

BVB-Aktien: 9,83 Prozent der Stimmrechte im Besitz der Evonik Industries

Nach der Stimmrechtsmitteilung der Borussia Dortmund GmbH&Co KGaA. vom Montag befinden sich nun noch 9,83 Prozent der Stimmrechte im Besitz der Evonik Industries. Das Essener Unternehmen war im Zuge einer Kapitalerhöhung Ende Juni 2014 mit dem Erwerb von 9,06 Prozent der Aktien als Anteilseigner beim BVB eingestiegen und hatte parallel seinen Vertrag als Trikotsponsor bis 2025 verlängert. Im August 2014 erhöhte Evonik als Schritt einer zweiten Kapitalerhöhung des Jahres sein Anteilsbesitz auf 14,78 Prozent.

Weil der Einstiegskurs damals rund um 4,50 Euro lag, hat sich das Investment für die Essener als sehr lukrativ erwiesen und bezahlt gemacht. Am Rosenmontag notierte die BVB-Aktie bei einem stark nachgebenden Markt noch bei 9,04 Euro. Die Evonik-Entscheidung ist als Teil eines radikalen Sparkurses zu verstehen, den das Unternehmen ausgerufen hat.

BVB-Aktien: Evonik weiterhin größter Einzelaktionär

Mit den verbleibenden 9,83 Prozent bleibt Evonik weiterhin größter Einzelaktionär noch vor Aufsichtsratsmitglied Bernd Geske (9,33 Prozent), dem eingetragenen Verein Borussia Dortmund e.V. (5,53), Signal Iduna (5,43) und Puma (5,00).

Offen blieb am Montag, ob die veräußerten 4,95 Prozent in den Streubesitz übergehen. Möglich wäre auch ein größeres Investment des ab der kommenden Saison neuen Trikotsponsors 1&1. Der Internetdienstleister aus Montabaur garantiert der Borussia im Verbund mit Evonik, deren Schriftzug ab der Serie 2020/21 nur noch in den Pokalwettbewerben und bei Auslandsspielen die Trikotbrust des BVB, der am Dienstag ein öffentliches Training absolvierte, zieren wird, Einnahmen von circa 40 Millionen Euro jährlich – annähernd doppelt so viel, wie das reine Evonik-Sponsoring dem BVB bislang einbringt.

Jetzt lesen

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt

Borussia Dortmund absolviert am Dienstag eine öffentliche Einheit – das kommt selten vor und bietet den BVB-Fans eine besondere Gelegenheit. Von Marvin Hoffmann

Lesen Sie jetzt