Systemumstellung beim BVB: Thomas Delaney bleibt gelassen

dzBorussia Dortmund

Thomas Delaney macht in Marbella wichtige Schritte auf dem Weg zurück ins BVB-Training. Im neuen System wird der 28-Jährige um Einsatzzeit kämpfen müssen - der Däne bleibt aber gelassen.

Marbella

, 07.01.2020, 07:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Als Profi wird man ja nicht selten überrascht und überrollt von Schlagzeilen über die eigene Person. Geschichten, die sich im Zeitalter des Internets in Windeseile verselbstständigen und weiterverbreiten. Unabhängig vom eigentlichen Wahrheitsgehalt. Thomas Delaney hat das erst kürzlich erlebt, als er über sich lesen konnte, dass er am Wechsel von Erling Haaland zur Borussia einen gewichtigen Anteil gehabt hätte.

Delaney über Haaland: „Habe noch nicht einmal seine Nummer“

Delaney sei Teil einer WhatsApp-Gruppe gewesen, die Haaland von den Dortmunder Vorzügen überzeugt hätte. Von Däne zu Norweger sozusagen, ganz kurzer Dienstweg. Delaney war verwundert. „Ich habe noch nicht einmal seine Nummer!“, meinte er in Marbella schmunzelnd. „Ich kannte ihn auch nur vom Namen, nicht persönlich.“

Video
Delaney über Verletzung, BVB-Mittelfeld und Haaland

Das hat sich natürlich geändert hier in Spanien, denn die beiden Skandinavier verbrachten in den vergangenen Tagen im Kraftraum mehr Zeit miteinander als andere Kollegen. Haaland sei ein typischer 19-Jähriger. „Er ist noch etwas schüchtern und vor allem ungeduldig. Er möchte unbedingt so schnell wie möglich auf den Platz.“

BVB-Auftakt gegen Augsburg wird wohl ohne Delaney stattfinden

Beide müssen sich wohl noch einige Zeit gedulden. Auch Delaney selbst, weil er die Folgen seines im November erlittenen doppelten Bänderrisses auch heute noch spürt. „Der Schmerz“, sagt er, „ist noch da, er wird mich auch wohl noch eine Zeit lang begleiten.“ Zwei Bänder waren durch, das dritte gedehnt, in seiner Reha ist Delaney knapp acht Wochen nach der Verletzung im Plan, dennoch zog sich die Zeit, bis es für ihn vorwärts ging. Noch hier in Marbella, sagt der 28-Jährige, möchte er Teile des Teamtrainings mitmachen, mindestens das Auftaktspiel der Rückrunde in Augsburg aber wird wohl noch ohne ihn über die Bühne gehen.

Thomas Delaney wird in eine Mannschaft zurückkehren, in der sich einiges getan hat, seit er verletzt fehlt. Das 3:3 gegen Paderborn war die erste Partie, die er verpasste, danach warf Lucien Favre die Taktik um. Statt zwei Sechser braucht Favre nun nur noch einen, was automatisch auch die Perspektiven für den Sechser Thomas Delaney beeinflusst.

Neues BVB-System - Delaney bleibt gelassen

Momentan sieht der Däne das noch recht gelassen, es ist ja auch noch gar nicht so lange her, da musste er sich schon einmal ins Team kämpfen. Zu Saisonbeginn saß Delaney draußen, „drei oder vier Spiele, das kannte ich so nicht.“ Kämpfer auf dem Platz, besonnen abseits: Theater machte er damals nicht. „Ich habe das akzeptiert, ich habe Gas gegeben. Ich wusste, dass ich dann meine Chance bekomme.“

Jetzt lesen

So soll es auch diesmal laufen. Delaney sieht sich auch in der Lage, etwas weiter vorne zu spielen, Julian Brandt wäre dann der Hauptkonkurrent um Einsatzzeiten. Delaney hat diese Position in Bremen ähnlich bekleidet, auch in der dänischen Nationalmannschaft. Als reinen Backup für Axel Witsel sieht sich Thomas Delaney keinesfalls.

Lesen Sie jetzt
Hellweger Anzeiger Borussia Dortmund
Paco Alcacer steht beim BVB vor dem Abschied - die Chronologie einer Entfremdung
Hellweger Anzeiger Borussia Dortmund
Illustre Runde: Giovanni Reyna reiht sich zwischen Meisterspielern und BVB-Ikonen ein
Meistgelesen