Der BVB schwebt derzeit mit fußballerischer Leichtigkeit über allen Dingen. Nach dem furiosen 4:0 gegen Atletico taucht die Frage auf: Wo führt das hin? Jürgen Koers kommentiert.

Dortmund

, 25.10.2018, 11:27 Uhr / Lesedauer: 2 min

Zwölf Spiele mit der fast makellosen Bilanz von zehn Siegen und 37 Toren. Zwölf Spiele, in denen sich die Mannschaft unter der gradlinigen Führung von Trainer Lucien Favre immer weiter steigert und die eigenen Grenzen immer weiter nach oben verschiebt. Ein Viertel der Saison ist gespielt, und zwischen Momenten von Staunen und Spektakel taucht immer häufiger die Frage auf: Wenn das so weitergeht, wo führt das hin?

Eine meisterhafte Leistung von Lucien Favre

Es gibt eine Reihe nachvollziehbarer Erläuterungen, um die Metamorphose der Sorgenkinder zu Sonnenkindern zu beschreiben. Fußballerische, mentale, organisatorische. In Gänze erklären können sie bei Borussia Dortmund den aktuellen Höhenflug selbst nicht. „Den Rausch dürfen wir einfach einen Moment genießen“, sagte BVB-Kapitän Marco Reus.

Hochkarätiges Personal bedeutet ja nicht automatisch klasse Fußball. Doch die Mischung stimmt beim BVB, sie stimmt sogar sehr, sehr gut. Da gibt es die jungen Wilden, in Offensive und Defensive, die zu ungeahnten Leistungssprüngen ansetzen und an immer größeren Aufgaben wachsen und nicht zerbrechen. Diese Burschen zu führen, ist eine meisterhafte Leistung von Trainer Lucien Favre und den erfahrenen Spielern in der Mannschaft. Die Schnittmenge lautet Gier nach Erfolg, Lust auf Spektakel, Hunger nach Höherem und unbändige Leidenschaft.

Bitterer Mix für die Gegner

Gebündelt mit den herausragenden individuellen Qualitäten und dem bestechenden Coaching von Favre ergeben Können und mentale Kraft für die Gegner einen bitteren Mix. Zwei Zahlen als Beleg: 16 verschiedene Torschützen, 14 Treffer von Einwechselspielern - trotz eintretender Verletzungssorgen verliert der Kader nicht an Qualität und Leistungsbereitschaft.

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Pragmatik und Dynamik, Ballbesitz, schnelles Umschaltspiel und Tempo: Atletico Madrids Trainer Simeone erhob den BVB am Mittwochabend in den Stand einer europäischen Spitzenmannschaft: „Sie haben das Spiel wunderbar gestaltet und sind auf einem ganz tollen Weg. Es ist sehr schön anzuschauen, wie sie spielen.“

Es herrscht Ruhe

Den ersten Wunsch für diese Spielzeit haben sich die Borussen auch im Umfeld selber erfüllt: Es herrscht Ruhe, rund um die Mannschaft gibt es einzig den klaren Fokus auf Sport, mit aller Konzentration. Wenn es in den nächsten Tagen und Woche etwas aufgeregter wird, liegt das einzig an der Frage: Wenn das so weitergeht, wo führt das hin?

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Champions League, 3. Spieltag: BVB - Atletico Madrid 4:0 (1:0)

24.10.2018
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Bilder der Champions-League-Partie zwischen Borussia Dortmund und Atletico Madrid.© dpa
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Angesichts der schwächelnden oder mit sich selbst beschäftigten Konkurrenz im Inland (München, Leverkusen) und im Ausland (Real, PSG) muss sich der BVB nicht kleiner machen, als er ist. Aber auch nicht größer, denn aus dem Rausch heraus vollmundig neue Ziele zu formulieren, widerspräche der eigenen Direktion. Die Schwarzgelben sollten einfach so weitermachen, der Konkurrenz schlottern bereits die Knie. Die ahnen schon, wo das hinführen könnte.

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