Schwer verletzter BVB-Fan: Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Polizisten

Revierderby

Nach dem Revierderby erlitt ein BVB-Fan im Dortmunder Hauptbahnhof schwere Verletzungen durch einen Polizeiknüppel. Jetzt ermittelt die Staatsanwaltschaft wegen Körperverletzung im Amt.

Dortmund

, 05.11.2019, 11:43 Uhr / Lesedauer: 1 min
Schwer verletzter BVB-Fan: Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Polizisten

Die Auseinandersetzung nach dem Revierderby im Dortmunder Hauptbahnhof hat ein juristisches Nachspiel. © Bundespolizei

Die Videos und Augenzeugenberichte von den Vorkommnissen im Dortmunder Hauptbahnhof nach dem Revierderby vor zehn Tagen dokumentieren aus Fansicht einen klaren Fall von Polizeigewalt. Zu einer ähnlichen Ansicht dürfte auch die Dortmunder Staatsanwaltschaft gekommen sein.

Fehlende Kennzeichnungspflicht der Polizei

Die Behörde hat umfangreiches Datenmaterial vorliegen und in Augenschein genommen. Den Anfangsverdacht auf Körperverletzung im Amt hat die Staatsanwaltschaft bejaht, erklärte die Dienststelle am Dienstag auf Anfrage dieser Redaktion. Weitere Ermittlungen folgen.

In erster Linie geht es auch darum, die Frage nach dem mutmaßlichen Täter zu klären. Dazu wird auch die Bundespolizei erneut herangezogen. Es wird spannend sein zu beobachten, ob eine Identifizierung stattfindet. Wegen der fehlenden Kennzeichnungspflicht kann dies nur aus den Reihen der Polizei selbst erfolgen.

Tumultartige Szenen im Dortmunder Hauptbahnhof

Im Dortmunder Hauptbahnhof war es nach dem Revierderby am 26. Oktober zu tumultartigen Szenen gekommen, als die Hundertschaften die Eingangshalle räumen wollten. Ein Mitarbeiter des Portals „schwatzgelb.de“, der auch bei der Fanhilfe aktiv ist, erlitt schwere Frakturen im Gesicht, nachdem ein Polizist ihm einen Knüppel ins Gesicht geschlagen hatte.

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