Schonfrist endet! BVB will Eindruck der vergangenen Wochen korrigieren

Heimspiel gegen Leverkusen

Borussia Dortmund empfängt Bayer Leverkusen zum Auftakt der ersten Englischen Woche. Nach dem 1:3 in Berlin ist klar: Für Team und Trainer gibt es so gut wie keine Schonfrist mehr.

Dortmund

, 14.09.2019, 09:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Schonfrist endet! BVB will Eindruck der vergangenen Wochen korrigieren

Die BVB-Profis stehen gegen Leverkusen in der Pflicht. © dpa

Länderspielpausen können lang sein. Nicht nur für die Fans, die samstagnachmittags plötzlich nicht mehr wirklich wissen, was sie mit ihrer Zeit anfangen sollen, und auch samstagabends nicht so richtig wissen, was sie im Fernsehen schauen sollen. Länderspielpausen können auch für Vereine lang sein. Spieler, Trainer, Offizielle.

Auf den BVB ist viel eingeprasselt

Borussia Dortmund hat eine Länderspielpause hinter sich, die sich ziemlich lang angefühlt haben muss für alle Beteiligten. Nach der 1:3-Niederlage beim Aufsteiger Union Berlin ist viel auf den BVB eingeprasselt. Berechtigte Kritik, überzogene Kritik, vor allem aber wurden auch generelle Zweifel laut, ob das etwas werden kann mit der angestrebten Meisterschaft in dieser Saison. Mit dieser Einstellung? Mit diesem Trainer?

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RN-Vorschau auf das BVB-Spiel gegen Leverkusen

„Wir waren alle ein bisschen überrascht, in welche Richtung die Kritik zielte“, hat Michael Zorc am Donnerstag vor dem Spiel gegen Bayer Leverkusen (Samstag, 15.30 Uhr) gesagt. Aber man müsse mit dieser Kritik professionell umgehen, meint der BVB-Sportdirektor. „Dass wir als Borussia Dortmund Kritik aushalten und auch damit leben müssen, wenn wir 1:3 bei Union Berlin, bei einem Aufsteiger verlieren - und das aufgrund der zweiten Hälfte auch nicht wirklich unverdient - ist normal, gehört dazu und tut auch mal weh.“

Der BVB muss liefern

Zumindest dürfte spätestens jetzt jeder bei den Schwarzgelben verstanden haben, dass es für diese Mannschaft und diesen Trainer so gut wie keine Schonfrist mehr gibt. Weder intern noch in der Öffentlichkeit. Es scheint, als wirke die vergangene Rückrunde und die verspielte Meisterschaft spürbar nach. Die Meisterschaft ist das klare Ziel, ob nun ständig darüber geredet wird oder nicht, ist eigentlich egal. Es muss geliefert werden, so die Erwartungshaltung der Bosse, und zwar bitte umgehend.

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Er habe sich in Berlin an die schwachen Auftritte in der vergangenen Saison erinnert gefühlt, das hat Zorc in der Länderspielpause auch gesagt. Und wahrscheinlich war und ist genau das das Problem. Wo ist der nächste Schritt, wo ist die Weiterentwicklung eines weiterentwickelten Kaders?

Auftritte gegen Köln und Berlin haben Fragen aufgeworfen

Lucien Favre weiß, dass am Samstag gegen die Werkself ein Erfolgserlebnis her muss. Der Eindruck der vergangenen beiden Spiele in Köln (3:1), als es gerade noch einmal gut ging, und in Berlin (1:3), als es nicht mehr gut ging, haben genügend Fragen aufgeworfen, weitere kann er wahrlich nicht gebrauchen, denn ab sofort geht es Schlag auf Schlag. Borussia Dortmund steht vor der ersten Englischen Woche der Saison. Leverkusen, Barcelona, Frankfurt - einfach ist anders, aber vielleicht liegt genau darin ja auch eine Chance. Die Sinne sollten jedenfalls geschärft sein.

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„Gewinnen“, sagt der BVB-Trainer, helfe immer gut gegen aufkeimende Unruhe. Sein Ansatz ist ein einfacher. „Wir wollen nicht mehr über Union sprechen, es ist vorbei.“ Und weiter: „Wir haben ein Spiel verloren. Das Vertrauen ist noch da. 100 Prozent. Ich mache mir keine Sorgen. Das kann passieren. Es ist schwer manchmal. Wir müssen alles akzeptieren und nach vorne schauen. Und positiv denken.“ Auch das könnte ein Fortschritt sein.

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