Schalker Hass-Plakat gegen den BVB: Polizei stellt Ermittlungen offenbar ein

Borussia Dortmund

Das von Schalke-Fans beim Revierderby gegen Dortmund gezeigte Hassplakat war ein negativer Höhepunkt des Spiels. Eine Strafe droht den Königsblauen aber wohl nicht.

Dortmund

, 28.12.2018 / Lesedauer: 2 min
Schalker Hass-Plakat gegen den BVB: Polizei stellt Ermittlungen offenbar ein

Dieses Hass-Plakat, das Schalker Zuschauer während des Reviertderbys gegen den BVB zeigten, sorgte für Ärger. © imago

Die Polizei Gelsenkirchen hat ihre Ermittlungen gegen die Schalke-Fans, die beim Derby am 8. Dezember zwischen dem FC Schalke 04 und Borussia Dortmund (2:1 für den BVB) mit einem Hass-Plakat negativ aufgefallen waren, offenbar eingestellt. Das berichtet Radio Emscher Lippe und beruft sich auf eine Anfrage bei der Behörde.

Geschmacklose Anspielung auf den Bombenanschlag

Auf dem Plakat der Schalker Anhänger hatte „Tod dem BVB - Freiheit für Sergej W.“ gestanden - es war eine deutliche und geschmacklose Anspielung auf den verurteilten Straftäter Sergej W., der im April 2017 einen Bombenanschlag auf den Mannschaftsbus des BVB verübt hatte und dafür Ende November 2018 vom Landgericht Dortmund wegen versuchten Mordes, Herbeiführung einer Sprengstoffexplosion und gefährlicher Körperverletzung zu 14 Jahren Haft verurteilt worden war. Die Staatsanwaltschaft hatte eine lebenslange Haftstrafe gefordert, beide Seiten haben gegen das Urteil Revision eingelegt.

Während die juristische Aufarbeitung des Anschlags auf den BVB-Mannschaftsbus vor dem Bundesgerichtshof fortgesetzt wird, müssen die Schalke-Fans wegen ihres Hass-Plakats wohl keine Strafe fürchten. Radio Emscher Lippe berichtet, die Forderung, Sergej W. aus der Haft zu entlassen, sei durch die Meinungsfreiheit gedeckt. Zudem sei die Ermittlung wegen Todesdrohung eingestellt worden, weil das Plakat den BVB als Institution angesprochen habe - und eine Institution könne man anders als Personen nicht töten.

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