Borussia Dortmund

Sancho vor Comeback: So könnte der BVB gegen Union Berlin starten

Die BVB-Hoffnung auf Platz vier lebt. Für dieses Ziel ist ein Sieg gegen Union Berlin Pflicht. Helfen könnte der lange vermisste Jadon Sancho. So könnte Dortmund am Mittwoch starten.
Nach sieben Wochen Zwangspause zurück im BVB-Mannschaftstraining: Jadon Sancho (M.). © Groeger

Mit wippenden Füßen saß Jadon Sancho (20) auf der Westtribüne des Dortmunder Stadions, als der BVB am Sonntag das 4:1 gegen Werder Bremen herausschoss. Es juckte mächtig in den Beinen. Am Mittwoch soll im Bundesliga-Spiel gegen Union Berlin (20.30 Uhr, live bei Sky) der Offensiv-Star nach sieben Wochen Verletzungspause wegen muskulärer Probleme im Oberschenkel endlich sein Comeback feiern.

BVB-Trainer Edin Terzic mahnt bei Jadon Sancho zur Vorsicht

„Jadon macht auf uns einen sehr guten Eindruck. Er möchte unbedingt wieder spielen“, sagte Edin Terzic am Dienstag. Der BVB-Trainer knüpft große Erwartungen an seinen schmerzlich vermissten Unterschiedspieler, mahnt aber auch zur Vorsicht. „Wir hoffen, dass er, wenn er da ist, sofort explodiert. Es geht aber nicht darum, ihn durch die Spiele zu jagen. Es ist nicht wichtig, dass er jetzt schnell zurückkommt, sondern dass er bis zum Saisonende in dieser Verfassung bleibt.“

Erling Haaland trifft wieder, Marco Reus und Giovanni Reyna finden zurück zu alter Formstärke, jetzt kehrt auch noch Sancho zurück und der Rückstand auf Platz vier, der zur Teilnahme an der nächsten Champions League berechtigt, ist nur noch vier Zähler entfernt: Für den Endspurt macht sich so etwas wie Aufbruchstimmung breit bei den Schwarzgelben.

Schmerzhafte BVB-Niederlage im Hinspiel gegen Union Berlin

Das soll auch Union Berlin zu spüren bekommen. Der Vorjahresaufsteiger liegt als Tabellenachter aussichtsreich im Rennen um den Einzug in den Europapokal, die gute Serie imponiert auch dem BVB. „Sie sind schwer zu schlagen. Das haben nicht nur wir gespürt“, sagte Terzic, der bei seinem zweiten Spiel als Hauptverantwortlicher Ende Dezember mit 1:2 an der Alten Försterei unterlag. „Mein Trainerkollege Urs Fischer holt das Maximum aus der Mannschaft heraus. Es wird ein harter Kampf.“

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Kämpfen, das liegt der Mannschaft aus Köpenick. Aber sie hat inzwischen auch viele andere Wege zum Erfolg gefunden. Ihre Konter sind gefährlich, in Max Kruse (Terzic: „Ich finde ihn super“) haben sie einen schwer zu kontrollierenden Offensivspieler in ihren Reihen und die Standardsituationen gehören zu den größten Stärken der Berliner – und zu den Schwachpunkten der Borussia.

BVB will seine „zweite Chance“ auf die Champions League nutzen

Für die eigenen Ziele muss der BVB weiter dreifach punkten, sonst schwindet die „zweite Chance“ (Marco Reus) auf das Ticket für die Königsklasse. Aussetzer darf sich der BVB nicht mehr erlauben. Terzic erklärte: „Wir nehmen nicht den Fuß vom Gaspedal, sondern wir wollen noch härter drauftreten. Nun wollen wir allen zeigen, dass wir wirklich bereit sind, unser Ziel noch zu erreichen.“

Ein besseres Defensivverhalten ist dazu zwingend erforderlich. Mit 17 Gegentoren in neun Pflichtspielen „sind wir natürlich nicht zufrieden“, sagte Terzic. „Wir haben in den letzten Wochen versucht, das Zentrum mehr abzusichern. Ein andere Thema ist die Konterabsicherung.“ Zwei klare Vorgaben des Cheftrainers lauten, in der Restverteidigung immer in Überzahl zu bleiben und die unnötigen Ballverluste zu minimieren.

Jadon Sancho könnte gegen Union Berlin sein BVB-Comeback geben

Außerdem gilt: Obacht von Anfang an. Union Berlin ist in der Liga die Mannschaft, die in den ersten 15 Minuten die wenigsten Tore kriegt und die meisten erzielt. Jadon Sancho wird es mit zuckenden Füßen beobachten. Diesmal vorerst von der Reservebank. Und im Verlauf des Spiels auf dem Rasen.

Die mögliche BVB-Aufstellung gegen Union Berlin:

Hitz – Morey, Akanji, Hummels, Guerreiro – Dahoud – Can, Bellingham – Reyna, Reus – Haaland

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