Sancho, Brandt und Hakimi sind beim BVB Totalausfälle - Hummels erlebt bittere Rückkehr

dzEinzelkritik

Das Bundesliga-Topspiel endet für den BVB in einem Desaster. Beim 0:4 in München sind Sancho, Brandt und Hakimi Totalausfälle. Mats Hummels erlebt eine bittere Rückkehr. Die Einzelkritik.

München

, 09.11.2019, 21:22 Uhr / Lesedauer: 3 min

Roman Bürki: Der Schweizer hielt, was zu halten war. Bei Lewandowskis Kopfball zum 0:1 aus kürzester Distanz war er ohne Abwehrchance (17.). Beim 0:2, 0:3 und 0:4 ebenfalls machtlos. Am Torwart lag’s nicht. Note: 3,0


Achraf Hakimi: Auf den Galaabend gegen Inter Mailand folgte ein ganz schwacher Auftritt in München. In der Offensive blieb der Rechtsverteidiger bis auf eine gute Flanke (69.) wirkungslos, in der Defensive spielte Coman mit ihm Katz und Maus. Hakimi war die Maus. Dazu kam ein schlimmer Stellungsfehler vor dem 0:2, als er Müller im Rücken laufen ließ. Note: 6,0


Manuel Akanji: Beim 0:1 kam er gegen Lewandowski eine knappe Autostunde zu spät. Beziehungsweise er ging gar nicht hin. Generell war der Schweizer im Duell mit Lewandowski das eine oder andere Mal überfordert, was aber freilich auch an der großen Klasse des Polen lag. Note: 5,0

Mats Hummels: Der Abwehrchef war noch der beste BVB-Feldspieler. Nach 27 Minuten löschte er gleich zweimal in höchster Not. Danach schlug er sich auf die Brust. Brust raus, Männer! So lautete die klare Botschaft an die Mannschaftskollegen, aber sie verpuffte. Seine Rückkehr nach München wurde ein bitterer Abend. Das unglückliche Eigentor zum 0:4 war der Tiefpunkt. Note: 3,5


Nico Schulz: Der Linksverteidiger blieb vor der Pause ohne Offensivaktion, hatte defensiv genug damit zu tun, Gnabry in Schach zu halten. Das gelang ihm zumindest im ersten Durchgang deutlich besser als Hakimi auf der anderen Seite mit Coman. Vor dem 0:2 zog er gegen Lewandowski die Notbremse, aber Gnabry schob hinter ihm dann freistehend ein. Unter dem Strich viel zu wenig. Note: 5,0

Julian Weigl: Lief allein in der ersten Hälfte fast sieben Kilometer, gewann aber nur 33 Prozent seiner Zweikämpfe. Weigl konnte zumindest für sich reklamieren, alles versucht zu haben. Nach einer guten Stunde machte er Platz für Reus, weil Favre auf mehr Offensive setzte. Note: 4,0


Axel Witsel: Der Taktgeber im Dortmunder Mittelfeld bemühte sich um Struktur im BVB-Spiel, versuchte vorwegzugehen, aber es gelang zu selten. Vor dem 0:1 ließ er Lewandowski laufen. Insgesamt war er nicht so präsent wie sonst. Note: 4,5


Jadon Sancho: Nach 36 Minute war Schluss - und es machte nicht den Anschein, als ob die Oberschenkelzerrung der Grund dafür war. Sancho leistete sich einen ganz schwachen, mitunter arroganten Auftritt auf der ganz großen Bühne - und vermutlich weiß er jetzt, dass es zur Weltklasse noch ein weiter Weg ist. Bei 26 Ballaktionen verlor er 13 Mal die Kugel, einmal entscheidend. Vor dem 0:1. An der eigenen Eckfahne. Note: 6,0

Sancho, Brandt und Hakimi sind beim BVB Totalausfälle - Hummels erlebt bittere Rückkehr

© Deltatre

Julian Brandt: Die ersten zehn Minuten waren noch ganz ordentlich, doch danach wurde er unsichtbar und fiel nur mal ab und zu auf, weil er entweder den Ball verlor oder zu halbherzig verteidigte. Den von Michael Zorc geforderten „Männerfußball“ bekam er nicht auf den Rasen - und verpasste ganz nebenbei die Chance, auf der Zehnerposition nachhaltig Werbung in eigener Sache zu betreiben. Dass er durchspielen durfte, musste man nicht zwangsläufig verstehen. Note: 6,0


Thorgan Hazard: Dem Belgier gelang deutlich zu wenig. Auf der linken Seite war er bei Pavard abgemeldet, nach Sanchos Auswechslung war er dann auf der rechten Seite beim jungen Davies abgemeldet. Symptomatisch sein Fehlpass nach rund 70 Minuten, als er einen aussichtsreichen Konter verhinderte. Note: 5,0


Mario Götze: Der Stürmer konnte einem fast ein bisschen leidtun - und das ist ja selten gut im Sport. Einmal lief er vielversprechend in den Strafraum, blieb aber hängen. Danach fand die gesamte BVB-Offensive nicht mehr statt. Götze auch nicht, was auch daran lag, dass ihn seine Mannschaftskameraden auch dann nicht anspielten, wenn er sich mal gut freigelaufen hatte. Nach einer guten Stunde kam Alcacer für ihn in Spiel. Note: 5,0


Raphael Guerreiro: Der Portugiese kam nach 36 Minuten für den enttäuschenden Sancho, brachte aber auch nicht unbedingt die Körpersprache mit, die es braucht, um gegen Bayern München Fußball zu spielen. Fiel meistens nur dann auf, wenn er meckerte und haderte. Schwacher Auftritt. Note: 5,0


Marco Reus und Paco Alcacer kamen, als schon sehr viel verloren war - und bleiben beide ohne Note.

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