Roman Weidenfeller wird 40 Jahre alt: Fit genug für ein BVB-Comeback?

dzBorussia Dortmund

Roman Weidenfeller feiert seinen 40. Geburtstag, der BVB lässt ihn auch nach der Karriere nicht los. Zu gut sind die Erinnerungen, zu groß ist die Verbundenheit.

Dortmund

, 06.08.2020, 07:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Toni Schumacher durfte aufs Feld, sich zwei Minuten lang ins Tor stellen und war dann Deutscher Meister mit dem BVB. 1996 war das, und Schumacher damals stolze 42 Jahre alt. Was wäre, wenn Borussia Dortmund Roman Weidenfeller jetzt mit 40 anrufen würde, um in der Not zu helfen?

BVB-Legende Roman Weidenfeller: „Mit der 40 habe ich überhaupt kein Problem.“

„Solch ein Anruf wird sicher nicht kommen, der BVB ist heute ganz anders aufgestellt als damals“, sagt Roman Weidenfeller, der am Donnerstag seinen runden 40. Geburtstag begeht. Und wenn doch? Wäre er noch spielfit? „Ich fühle mich topfit, laufe regelmäßig um den Phönixsee in Dortmund und absolviere Fitnesstraining“, verrät Weidenfeller, „mit der 40 habe ich überhaupt kein Problem.“

Die Akkus aufgeladen hat der frühere Torhüter der Borussia kürzlich im Ibiza-Urlaub, damit er auch an seinem Geburtstag abends ausgeruht zur Arbeit kommt: Weidenfeller wirkt als TV-Experte für den Sender RTL in der Europa League, sogar am Donnerstag, seine Expertise ist schließlich nachwievor gefragt. Warum auch nicht, schließlich hat der Weltmeister von 2014 so ziemlich alles erlebt im Fußball.

Roman Weidenfeller spricht über das Highlight seiner BVB-Karriere

Was das Highlight seiner langen Karriere war? „Ohne Zweifel die erste Meisterschaft mit Borussia Dortmund 2011. Das ist für mich das Wertvollste. Du träumst als junger Spieler davon, einmal die Schale zu halten, und plötzlich hast du sie wirklich in den Händen. Das war gigantisch.“ Nicht nur aufgrund des Titels habe sich die Saison 2010/11 tief ins Gedächtnis gebrannt.

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„Es war einfach ein perfektes Jahr, weil wir auf dem Platz und außerhalb eine tolle Gemeinschaft waren“, sagt Weidenfeller im Gespräch mit den Ruhr Nachrichten. Sein damaliges Saisonfazit vor TV-Kameras („I think we have a grandios Saison gespielt“) ist längst legendär, und Weidenfeller hatte sich endgültig in die Herzen der BVB-Fans gespielt. Der Beweis: Zu seinem Abschiedsspiel in Dortmund am 7. September 2018 kamen mehr als 70.000 Zuschauer. Die BVB-Erlebnisse toppen sogar den WM-Triumph in Rio mit der Nationalelf, „auch wenn die WM natürlich sportlich das Größte ist und ich sehr stolz bin, Teil des Weltmeister-Teams vor sechs Jahren gewesen zu sein“.

Roman Weidenfeller will Botschafter von Borussia Dortmund bleiben

Erinnerungen sind das eine zum runden Geburtstag, der Ausblick das andere – also welche Wünsche hegt er zum 40.? „Die Gesundheit ist das Wichtigste, für meine Familie, meine Eltern, alles andere ist zweitrangig“, betont Weidenfeller. Vor der TV-Kamera will er ebenso aktiv bleiben wie als Botschafter Borussia Dortmunds. Wegen der Corona-Pandemie konnte er diesen Job in den jüngsten Monaten jedoch nur sehr eingeschränkt ausüben. Anstelle von Besuchen und Jugendcamps in Asien oder Amerika konnte es nur Videochats und virtuelle Trainingsprogramme geben, „es wird noch dauern, bis wir zur Normalität zurückkehren können.“

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Normalität kann auch im aktuellen BVB-Kader coronabedingt noch längst nicht einkehren. Doch Weidenfeller freut sich besonders auf die hoch talentierten Youngster Youssoufa Moukoko und Ansgar Knauff, die sich jetzt bei den Profis versuchen dürfen. „Ich wünsche Ihnen viel Glück, dass sie fleißig bleiben und sie in ihrer Entwicklung nicht von zu großen Erwartungen erdrückt werden. Dann können beide ihren Weg in Dortmund machen“. So wie Roman Weidenfeller. Er kam als 21-Jähriger zum BVB, gewann Titel, spielte über 400 Mal im Dortmunder Trikot - und blieb bis heute.

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Roman Weidenfeller hat in seinen vielen Jahren beim BVB einiges erlebt. Wir haben zu seinem 40. Geburtstag 40 unglaubliche Fakten zusammengetragen.

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