Roman Weidenfeller kritisiert den BVB: Zu viele Spieler verstecken sich auf dem Platz

Borussia Dortmund

BVB-Botschafter Roman Weidenfeller geht nach der München-Pleite hart mit der Borussia ins Gericht. Der ehemalige Torhüter glaubt, dass aktuell auch die Titelambitionen ein Problem sind.

Dortmund

, 12.11.2019, 20:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Roman Weidenfeller kritisiert den BVB: Zu viele Spieler verstecken sich auf dem Platz

Roman Weidenfeller hat bei der 0:4-Niederlage des BVB in München den Kampfgeist vermisst. © imago images/Jan Huebner

Nach Kritik von allen Seiten holt sich der BVB jetzt auch noch eine verbale Ohrfeige von einem schwarzgelben Weltmeister ab: BVB-Markenbotschafter Roman Weidenfeller hat absolut kein Verständnis für den Auftritt der Borussia in München, wieder der Ex-Borusse beim Pay-TV-Sender „Sky“ erklärte.

„Ich glaube, dass sich viel zu viele Spieler auf dem Platz verstecken“, so Weidenfeller. Es gebe beim BVB zwar durchaus Führungsspieler wie Roman Bürki, Mats Hummels, Axel Witsel oder Marco Reus, „aber da muss man als Kollektiv dann auch gemeinsam attackieren und sich nicht dem Ganzen ergeben“.

Weidenfeller fehlen die Emotionen in der BVB-Mannschaft

Den Weltmeister von 2014 stört weniger die Niederlage selbst - viel mehr hat der zweimalige Deutsche Meister ein Problem mit der Art und Weise, wie das Team von Lucien Favre sich auf dem Platz präsentiert: „Ich hatte nicht das Gefühl, dass man sich über diese Niederlage aufgeregt hat, dass einer sauer war, dass man sich vielleicht gegenseitig auch angeschrien hat - das kenne ich nicht.“

Weidenfeller, der von 2002 bis 2018 im schwarzgelben Trikot auf dem Platz stand, ist ganz anderen Dortmunder Fußball gewohnt - vor allem die Emotionalität habe den BVB immer ausgezeichnet, „da war jeder immer bis in die Haarspitzen motiviert“, erklärte Weidenfeller.

Klare BVB-Zielsetzung könnte zum Problem werden

Und das hätte auch Bayern München bei den früheren Duellen in der Allianz Arena gespürt. Vor allem in der Zeit zwischen 2011 und 2014 hätten die Münchener selbst im eigenen Stadion „sehr großen Respekt“ vor den Borussen gehabt. „Weil sie genau wussten, dass wir sie ja auch überlaufen können und sie auch schlagen können im eigenen Stadion“, so Weidenfeller.

Roman Weidenfeller kritisiert den BVB: Zu viele Spieler verstecken sich auf dem Platz

Roman Weidenfeller spielte von 2002 bis 2018 für den BVB. © imago/Thomas Bielefeld

Ein Problem des BVB könne aktuell auch die Meisterschaftsansage sein: „Ich glaube schon, dass man im Moment die Mannschaft vielleicht auch zu sehr damit belastet“, erklärte Weidenfeller, der mit dem BVB zwei Mal die Deutsche Meisterschaft und zwei Mal den DFB-Pokal holte.

Wiedenfeller nimmt BVB-Trainer Lucien Favre in Schutz

Trotzdem sei die Zielsetzung richtig, „man muss auch irgendwann mal die Mannschaft in die Pflicht nehmen, die kann sich nicht immer hinter dem Trainer verstecken, sie muss es auch selbst leben“, erklärte Weidenfeller und nahm damit auch den oft kritisierten Lucien Favre in Schutz.

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