Roman Bürki wartet im BVB-Tor mit neuer Qualität auf

dzBorussia Dortmund

In der abgelaufenen Saison stand BVB-Torwart Roman Bürki öfters in der Kritik. In dieser Spielzeit ist der Schlussmann ein Rückhalt bei Schwarzgelb. Bürki schöpft daraus Selbstvertrauen.

Dortmund

, 22.01.2019, 09:19 Uhr / Lesedauer: 2 min

Roman Bürki konnte am Ende über seinen Ausrutscher lachen. In der 62. Minute hatte der BVB-Torhüter beim 1:0 in Leipzig für einen Schreckmoment gesorgt. Bürki rutschte weg und ebnete RB-Stürmer Timo Werner so den Weg zur großen Leipziger Ausgleichschance, bügelte seinen Fauxpas aber mit vollem Risiko und viel Courage wieder aus, als er mutig ins Tackling gegen Werner ging und den Nationalspieler am 1:1 hinderte.

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„Ich habe den Pass von Jule (Julian Weigl, Anm. d. Red.) bekommen, wollte ihn eigentlich schnell auf Abdou weiterleiten, rutsche aber im dümmsten Moment weg. Dann war’s eine heikle Situation“, erzählte Bürki später, „ich bin froh, dass ich den Ball gespielt habe und Timo nicht verletzt habe. Vielleicht war die Szene aber auch ein kleiner Weckruf für uns. Danach haben wir gut verteidigt.“

Die Zweifel an Bürki sind verflogen

Bürkis Ausrutscher blieb einer ohne Folgen. Und vielleicht war diese Szene auch sinnbildlich für die starke Saison, die der Schweizer im BVB-Trikot spielt. Denn in der vergangenen Spielzeit blieben Bürkis Ausrutscher zu häufig nicht ohne Folgen, es gab durchaus Kritik und Zweifel an den Fähigkeiten des 28 Jahre alten Schlussmanns.

„Roman Bürki war einmal mehr ein überragender Rückhalt.“
Hans-Joachim Watzke

Die Zweifel sind längst verflogen - und aus der Kritik ist jede Menge Lob geworden. In 17 von 18 Bundesliga-Partien stand Bürki auf dem Rasen, musste nur beim 3:2 gegen die Bayern verletzt pausieren, kassierte bislang erst 16 Gegentore, wehrte 76 Prozent aller Schüsse auf sein Tor ab und hielt hinten bereits sechsmal die Null: Bürki ist in dieser Saison ein so sicherer Rückhalt wie noch nie seit seinem Wechsel vom SC Freiburg zum BVB im Sommer 2015.

Auch in Leipzig stand die Null - und Bürki war neben Axel Witsel der zweite Matchwinner in Schwarz und Gelb. Gleich zweimal rettete er spektakulär gegen Marcel Sabitzer, einmal kurz nach der Pause und einmal nach 74 Minuten. Selbst Sebastian Kehl, Leiter der BVB-Lizenzspielerabteilung, war sich unsicher, ob einer der Bälle in der vergangenen Saison nicht „vielleicht durchgerutscht“ wäre.

Sieg gibt viel Selbstbewusstsein

Sie rutschten nicht durch, Bürki hielt den Sieg, hielt das gute Gefühl fest. „Für uns war es wichtig, dass wir gut in die Rückrunde gestartet sind“, meinte Bürki, „es ist wie zu Beginn der Hinrunde. Wir fühlen uns bereit. Wir haben gesehen, dass wir wichtige Spieler ersetzen können. Das gibt viel Selbstvertrauen.“

Roman Bürki wartet im BVB-Tor mit neuer Qualität auf

Lukasz Piszczek und Julian Weigl wissen, bei wem sie sich bedanken müssen: Roman Bürki. © imago

Viel Selbstvertrauen für den BVB, weiteres Selbstvertrauen für Bürki, der in der Wintervorbereitung zunächst mit muskulären Problemen zu kämpfen gehabt hatte, aber offenbar nichts an Form eingebüßt hat. „Roman Bürki war einmal mehr ein überragender Rückhalt“, erklärte BVB-Boss Hans-Joachim Watzke - man konnte und wollte ihm nicht widersprechen.

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