Der BVB schlittert in Fürth durch die erste Pokalrunde. Am Ende geht‘s gut. Für die besondere Note sorgt Königstransfer Axel Witsel. Hier gibt‘s die Einzelkritik und das Spielerzeugnis.

Fürth/Dortmund

, 21.08.2018 / Lesedauer: 3 min

Roman Bürki: Der Schweizer blieb in der ersten Hälfte ohne Prüfung. Am Gegentor traf ihn keine Schuld, überragend gegen Reese in der Verlängerung. Note: 2,5

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Lukasz Piszczek: Eine Flanke hinters Tor und einige leichte Ballverluste im Spiel nach vorne: In der ersten Hälfte lief es schon nicht wirklich rund bei Piszczek. Vor dem 0:1 verhinderte er die Flanke von Mohr nicht konsequent genug. Note: 5,0


Manuel Akanji: Der Schweizer soll zusammen mit Diallo den Kinderriegel 2.0 beim BVB bilden, so die Hoffnung der Dortmunder Bosse. Doch vor dem 0:1 verlor er wie die gesamte Dortmunder Hintermannschaft die Orientierung. Note: 4,0


Abdou Diallo: Der Neuzugang hatte defensiv lange Zeit alles im Griff - und schaltete sich offensiv nach 23 Minuten mit ein, doch sein Querpass auf Reus geriet zu ungenau. Ansonsten unauffällig, aber solide. Note: 3,5


Marcel Schmelzer: Der Platzhirsch auf der linken Abwehrseite hatte vorne die erste Großchance des Spiels, scheiterte aus Nahdistanz aber doppelt am Fürther Schlussmann Burchert (8.) - und zeigte auch sonst viel Zug nach vorne. Defensiv hielt Schmelzer die linke Bahn dicht, bis ihm Keita-Ruel vor dem 0:1 im Rücken davonlief - und mustergültig für Ernst auflegte. Note: 3,5

Thomas Delaney: Delaney lief viel, Delaney redete viel, Delaney führte viele Zweikämpfe - und verzog kurz vor der Pause aus halbrechter Position. Im Spiel nach vorne erlaubte er sich über die gesamte Spielzeit allerdings deutlich zu viele Ballverluste. Noch nicht überzeugend. Note: 4,5


Mahmoud Dahoud: Ackerte viel, versuchte viel - und war nach vorne auch oft vielversprechend unterwegs. Vor dem 0:1 ließ er Ernst in der Defensive aber einfach laufen - und zeigte einmal mehr, wie groß seine Defizite in der Rückwärtsbewegung sind. Note: 4,5


Mario Götze: Die erste Hälfte lief in weiten Teilen an ihm vorbei. Nach 60 Minuten zog er dann mal mit Tempo in den Fürther Strafraum, blieb mit seinem Abschluss aber an einem Abwehrbein hängen. Danach war Schluss - und Philipp kam für ihn. Note: 5,0


Marius Wolf: Vergangenen Mittwoch hatte Wolf beim Lauftest noch einmal offen zur Schau gestellt, wie fit er ist. Zusammen mit Pulisic hielt er beim Shuttle-Run-Test am längsten durch. Am Montag in Fürth bildete Wolf dann zusammen mit Pulisic die offensive Flügelzange des BVB. Bis zu seinem ersten Abschluss dauerte es nur zwei Minuten. Danach ließ er immer wieder aufblitzen, dass er das BVB-Offensivspiel beleben kann. Im zweiten Durchgang allerdings deutlich unauffälliger. Note: 4,0


Marco Reus: Der Kapitän spielte wie erwartet als zentrale Sturmspitze in vorderster Front. Nach 22 Minuten scheiterte er in aussichtsreicher Position an Burchert, eine Minute später verpasste Diallos Querpass seinen einschussbereiten Fuß nur knapp, nach 26 Minuten zielte er volley am Tor vorbei. Schöner Freistoß nach einer halben Stunde, Riesenchance nach 75 Minuten: Reus ließ zu viel liegen - und wurde am Ende durch sein spätes Tor doch noch zum Matchwinner. Note: 3,0

Reus wird zum BVB-Matchwinner - Witsel verhindert die Schmach

Erleichterte BVB-Spieler nach dem Pokal-Fight in Fürth. © dpa

Christian Pulisic: Der US-Amerikaner hatte nach einer Stunde die Dortmunder Führung auf dem Fuß, doch sein Schlenzer klatschte gegen den Außenpfosten. Ansonsten bemüht, aber häufig ohne die nötige Präzision und das nötige Glück. Note: 4,0


Maximilian Philipp: Kam für Götze, fiel aber nicht weiter auf. Die erhoffte Belebung des BVB-Spiels blieb nach seiner Einwechslung aus. Per Kopf am Glück vorbei (117.). Note: 4,0


Axel Witsel: Der Belgier kam nach 74 Minuten für Delaney in Spiel und verhinderte mit seinem Tor die Pokal-Blamage. Direkt sehr präsent - und wichtig. Note: 2,0


Jadon Sancho: Favre brachte ihn für Pulisic in der Hoffnung auf neue Akzente. Die Hoffnung des Trainers blieb lange Zeit unerfüllt - bis zu Sanchos Vorarbeit in der 120. Minute. Note: 3,0

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