Marco Reus und Axel Witsel führen den BVB zu einem beeindruckenden Sieg

dzEinzelkritik

Selbst der FC Bayern, zwei Rückstände und durchwachsene erste 45 Minuten können den BVB-Siegeslauf nicht stoppen. Marco Reus und Axel Witsel ragen beim 3:2 heraus. Die Einzelkritik.

Dortmund

, 10.11.2018, 20:43 Uhr / Lesedauer: 3 min

Marwin Hitz: Roman Bürkis Oberschenkelprellung ließ keinen Einsatz zu, Ersatzmann Hitz musste ran. Beim 0:1 durch Lewandowskis Kopfball ohne Abwehrmöglichkeit (26.), dann sicher gegen Ribery (33.). Seine vermeintlichen Schwächen im Zuspiel blieben verborgen. Note: 2,5


Lukasz Piszczek: Seine Duelle gegen Ribery sind längst ein Bundesliga-Evergreen. Beide Altherren-Kicker schenkten sich nichts. Während Bayerns Franzose nachließ, drehte Piszczek immer mehr auf, sehr gekonnter Assist zum 2:2 (67.). Note: 2,5


Manuel Akanji: Stand mit seiner Abwehr in den ersten 30 Minuten unter Druck. Eine gute Klärungstat gegen Gnabry (18.) und zunehmend sicher, obwohl es ihm Lewandowski und Müller schwer machten. Insgesamt gute Werte bei Zweikämpfen und Pässen. Note: 2,5

Dan-Axel Zagadou: Ihm doch egal, gegen welche Gegenspieler er die Ruhe selbst ist. Dass bei Gnabrys perfekter Flanke Lewandowski in seinem Rücken zum Kopfball ansetzen konnte, war kaum zu verteidigen. Vor dem 1:2 hob er, hinter der Grundlinie stehend, die Abseitsposition von Flankengeber Kimmich auf (52.). Trotzdem ein starker Auftritt des 19-Jährigen. Note: 2,5


Achraf Hakimi: Bärenstarke Anfangsphase, in der er gegen Gnabry voll gefordert wurde. Dann verpasste er den Moment, seinen Mann zuzustellen - aus der Flanke resultiert das 0:1 (26.). Sein Tempo nach vorne nutzte er mehrfach aus, doch erst kam der Pass nicht an, dann verzog Reus (65.). In Summe gut. Note: 2,5


Julian Weigl: Erst zum zweiten Mal in der Bundesliga von Beginn an auf dem Rasen, bekam überraschend den Vorzug vor Thomas Delaney. Bestätigen konnte er das nicht. Kam in vielen Zweikämpfen zu spät, die Gelbe Karte nach Foul an Goretzka war folgerichtig (29.). Selbst in seiner Domäne Passspiel stark verunsichert. Klarer Fehlgriff von Favre, der nach dem Seitenwechsel für Weigl Dahoud brachte. Note: 5,0

Axel Witsel: Als Dortmund unter Dauerdruck stand, musste sich auch der Belgier immer wieder neu orientieren. Ihm gelang das deutlich besser als Nebenmann Weigl, er verschaffte sich Respekt und Präsenz. Genial dann der Steilpass auf Alcacer vor dem 3:2 (73.). An ihm können sich alle anderen aufrichten. Note: 2,0


Jadon Sancho: Verpasste bei einer großen Konter-Option den Zeitpunkt fürs Abspiel (5.), kleine Fehler wie diese zogen sich 45 Minuten lang durch seinen Auftritt. Sancho wirkte aufgeregt, und an Alaba kommt man halt nicht so leicht vorbei wie an durchschnittlichen Bundesliga-Verteidigern. Viel besser dann seine Laufweg und der Pass auf Reus vor dem Strafstoß (49.). Die Mega-Chance zum erneuten Ausgleich legte er uneigennützig Alcacer auf - Chance vertan (62.). Je länger die Partie lief, desto auffälliger wurde er. Note: 2,5


Marco Reus: Wie das Spiel gelaufen wäre, wenn er nach Hummels‘ Blackout frei vor Neuer mehr als einen Rückpass zustandegebracht hätte (10.)? Es hat ihn nicht lange beschäftigt, er holte den Strafstoß gegen Neuer raus und verwandelte sicher (49.). Kaum schlechter die Einschussmöglichkeit, als Kimmich gegen ihn auf der Linie rettet (59.), dann mit der falschen Idee, als Hakimi ihm die nächste dicke Gelegenheit auflegte (65.). Winkel und Position beim 2:2 waren wesentlich schwerer - doch diesmal saß der Schuss (67.). Ganz stark! Note: 1,5

Jacob Bruun Larsen: Beim Blitzangriff über ihn wehrte Neuer den guten Pass auf Sancho mit größter Mühe ab (15.). Wurde von Kimmich doch sehr in eine defensive Rolle gedrängt, lief unter anderem beim 1:2 hinter seinem Gegenspieler her (52.). Hängte sich gut rein, nach 82 Minuten taktisch bedingt gegen Delaney ausgetauscht. Note: 3,5


Mario Götze: Seine Bilanz gegen die Bayern bis zum Anpfiff: Sechs Mal gespielt, drei Tore, zwei Vorlagen. Nicht Torquoten-König Paco Alcacer bekam das Startelf-Mandat, sondern der Ex-Münchner. Verbaselte einen Schnellangriff mit einem Fehlpass (6.). Ungemein bemüht, auch wenn ihm wenig gelang. Nach 59 Minuten machte er Platz für Alcacer. Note: 4,0


Mahmoud Dahoud: Nach der Pause für Weigl im Spiel und die deutlich wirkungsvollere Wahl. Sicher am Ball, mit einem guten Mix aus Überraschungseffekten und sicheren Ablagen. Auch durch sein Zutun lief es in Hälfte zwei merklich besser. Note: 2,5


Paco Alcacer: Stürmte nach 59 Minuten mit Wut im Bauch auf den Platz. Beim zweiten Ballkontakt hatte er das 2:2 auf dem Fuß - den muss ein Torjäger doch machen (62.)! Dass er doch ein Knipser ist, bewies er zehn Minuten später. Richtiges Timing, bevor er losspurtete, dann der kluge Laufweg quer zum Verteidiger und eiskalter Lupfer vor Neuer zum 3:2 (73.). Note: 2,5

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