Paco Alcacer trifft derzeit, wie er will. Der BVB besitzt eine Kaufoption für die Leihgabe aus Barcelona, hat diese aber noch nicht gezogen. Sollte der BVB Alcacer sofort fest verpflichten?

Dortmund

, 22.10.2018, 17:53 Uhr / Lesedauer: 2 min

Egal ob im BVB-Trikot oder im Dress der spanischen Nationalmannschaft: Wo Alcacer aufkreuzt, da klingelt’s. Bisher hat der Mann mit der verrückten Torquote in jedem Pflichtspiel für den BVB getroffen.


Ja, auf der Stelle verpflichten - Klares Signale Senden!

Von Sascha Klaverkamp

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Es gibt ein schönes neues Gerücht. Beim FC Barcelona weinen die Klubbosse derzeit wegen Paco Alcacer so hemmungslos, dass der daraus resultierende Wasserschaden eine Renovierung des Stadions Camp Nou nötig macht.

Barcelona, das passenderweise gerade angekündigt hat, 360 Millionen Euro in die legendäre Spielstätte stecken zu wollen, kassiert seit Tagen mächtig viele Ohrfeigen in Form von Schlagzeilen. Spaniens Zeitungen fragen nämlich entgeistert, wie in Gottes Namen Barcas Bosse nur Torfabrik Paco Alcacer an Borussia Dortmund ausleihen konnten. Und dann auch noch mit der Option, dass der BVB ihn für nach heutigen Maßstäben läppische 23 bis 28 Millionen Euro kaufen kann.

Also: Keine Frage, die Borussia sollte Alcacer sofort kaufen. Der Mann hat einen tollen Torriecher, ist ein feiner Techniker, passt auch menschlich perfekt ins Team. Um solch einen Stürmer beneidet doch halb Europa die Borussia.

Alcacer schon jetzt fest zu verpflichten, würde klare Signale senden: Ans eigene Team, das die feste Verstärkung begrüßen würde. An Alcacer, dass Dortmund im Gegensatz zu Barcelona voll auf seine Qualitäten setzt. Und an die Fans, dass die Klubbosse die Mannschaft klug und konsequent weiter verbessern. Bevor ein anderer Verein Alcacer mit irgendwelchen Wahnsinnssummen ins Grübeln bringt, sollte der BVB flugs Nägel mit Köpfen machen.

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Sollte der BVB Alcacer sofort fest verpflichten?

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Nein, kein Grund zur Eile - Ruhe bewahren!

Von Tobias Jöhren

Der Reflex ist ziemlich stark. Paco Alcacer? Kaufoption ziehen und am besten mit einem Rentenvertrag ausstatten! Der Mann mit der wahnsinnigen Torquote von sieben Bundesliga-Treffern in 126 Minuten verzaubert die BVB-Fans. Immer wenn Alcacer spielt, rappelt‘s im gegnerischen Kasten. Alle 18 Minuten, um genau zu sein. Also worauf warten die BVB-Bosse?

Die Antwort: Sie warten auf gar nichts, aber sie haben schlicht keinen Grund zur Eile. Borussia Dortmund hält in der Personalie Alcacer alle Trümpfe in der Hand. Der Anschlussvertrag über weitere vier Alcacer-Jahre in Dortmund ist längst ausgehandelt, der FC Barcelona besitzt keine Handhabe, den Deal noch zu verhindern.

Pro & Contra: Sollte der BVB Alcacer sofort fest verpflichten?

In Barcelona häufig nur Teilzeitarbeiter. Jetzt, beim BVB spielt und jubelt Paco Alcacer regelmäßig. © imago

Sobald der BVB sagt, dass die Kaufoption für die Leihgabe der Katalanen gezogen wird, wechselt Alcacer für festgeschriebene 23 Millionen Euro plus möglicher Bonuszahlungen in Höhe von fünf Millionen Euro zum BVB. Fertig.

Und doch sind die Entscheider von Borussia Dortmund gut beraten, nicht aus der aktuellen Euphorie heraus zu handeln. Wie reagiert der Spieler, wenn er länger nicht trifft, wie geht er mit Misserfolg um? Bislang hat Alcacer ja erst 126 Minuten plus eine Partie in der Champions League gespielt.

All das heißt freilich nicht, dass aktuell zur Debatte steht, Alcacer nicht fest zu verpflichten. Es heißt nur, dass niemand beim BVB die Nerven verliert.

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