Polizei zum BVB-Spiel: „Wenn die Sicherheit nicht garantiert ist, wird später angepfiffen“

dzBVB gegen Union Berlin

Während die Aufarbeitung der Eskalation am Samstag erst begonnen hat, steht für den BVB und die Polizei bereits das nächste Problem vor der Tür. Die Fans von Union gelten als problematisch.

Dortmund

, 30.10.2018, 14:06 Uhr / Lesedauer: 2 min

Polizeiführer Edzard Freyhoff erklärte am Montag, dass das Einsatzkonzept unabhängig von den gewalttätigen Szenen am Samstag bestehen bleibe. „Wenn wir und der Verein Schwierigkeiten bekommen, die Leute sicher ins Stadion zu bringen, werde ich darauf bestehen, dass später angepfiffen wird, weil ich die Sicherheit nicht garantieren kann“, sagte Freyhoff.

Vor zwei Jahren ging das Sicherheitskonzept nicht auf

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Vor fast genau zwei Jahren, als 10.000 Union-Fans beim BVB Gast waren, ging das Sicherheitskonzept nicht auf. Die geballte Anreise sorgte für massiven Druck auf die Einlasskontrollen, es kam zu einem großen Gedränge vor den Drehkreuzen. Nicht jedoch zu einem konzertierten Kassensturm, wie es zuerst hieß.

Aus Berlin wurden danach schwere Vorwürfe laut, dass Borussia Dortmund und der Ordnungsdienst die Lage nicht im Griff gehabt hätten. Der BVB erwiderte, zu den Verzögerungen beim Einlass hätten nicht allein die intensiven Kontrollen geführt, „sondern auch das Verhalten Berliner Fans“. Neun der 46 Einlassstellen mussten vorübergehend gesperrt werden, das Spiel begann mit 15 Minuten Verspätung. Dennoch gelangte ein Teil der mitgebrachten Pyrotechnik ins Stadion, der Berliner Block brannte – allerdings längst nicht so lichterloh wie vermutet.

Die frühe Anstoßzeit bereitet Sorgen

Am Mittwoch sollen sich bis zu 7500 Union-Anhänger auf dem Weg nach Dortmund machen. Haltepunkt für die Sonderzüge ist die Haltestelle Signal Iduna Park. Durch die frühe Anstoßzeit um 18.30 Uhr rechnen Polizei und Veranstalter mit großen Menschenmengen, die zeitgleich anreisen. „Die frühe Anstoßzeit bereitet uns Sorgen“, sagt Polizeiführer Freyhoff.

In Kombination mit intensiven Kontrollen droht erneut ein Engpass. Unter anderem die verbesserte Einlass-Situation im Norden des Stadions sollte jedoch eine zügigere Abfertigung ermöglichen, hofft der BVB. Für den Notfall sind an der Strobelallee und am Rabenloh Absperrungen vorbereitet, falls der Stadionvorplatz überfüllt sein sollte.

BVB bittet um frühzeitige Anreise

„Wer früh zum Stadion kommen kann, möge das bitte tun“, bat BVB-Mediendirektor Sascha Fligge, „damit der Druck auf die Tore nicht zu groß wird und wir die Kontrollen in aller Ruhe abhandeln können.“

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