Pokal-Held Horst Köppel hält den BVB für stabil genug, den Titel zu holen

Borussia Dortmund

Drei Jahre leitete Horst Köppel die Geschicke an der Seitenlinie des BVB. Seinen ehemaligen Klub verfolgt der 71-Jährige noch immer - und traut ihm national und international einiges zu.

Dortmund

, 24.09.2019, 10:30 Uhr / Lesedauer: 2 min
Pokal-Held Horst Köppel hält den BVB für stabil genug, den Titel zu holen

Horst Köppel würde sich über einen BVB-Meistertitel freuen. © Stephan Schütze

Horst Köppel ist Borussia Dortmund noch immer verbunden. „Ich hoffe und wünsche, dass Bayern endlich mal abgelöst wird als Deutscher Meister“, sagte der 71-Jährige am Rande der Veranstaltung „Schwarzgelbe Geschichten“ am Donnerstagabend im Deutschen Fußballmuseum. Köppel selbst weiß, wie man Titel mit dem BVB gewinnt. 1989 holte er den DFB-Pokal nach Dortmund.

Titel kam überraschend

Und das gleich in seinem ersten Trainerjahr bei Schwarzgelb. Zumal der Titelgewinn überraschend war. Die Liga schloss der BVB lediglich auf dem siebten Platz ab. Und im DFB-Pokalfinale ging es gegen den Vorjahresmeister und Tabellendritten der Spielzeit 1988/89, Werder Bremen. Trotzdem setzte sich der BVB am Ende mit 4:1 durch. Und das zurecht: „Wir haben absolut verdient gewonnen, auch in der Höhe“, sagt Köppel.

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Der gebürtige Stuttgarter schaffte es auch, dem BVB ein wenig Kontinuität einzuimpfen. Köppel war der erste Trainer der Borussia, der seit Gründung der Bundesliga 1963 länger als zwei Jahre beim Klub beschäftigt war. Bis heute standen seitdem nur Jürgen Klopp, Ottmar Hitzfeld und Matthias Sammer länger an der Seitenlinie des BVB.

BVB schafft Uefa-Pokal-Qualifikation

In Köppels zweitem Jahr als Trainer konnte der BVB sich in der Liga sogar auf den vierten Platz verbessern und nahm im Jahr darauf am Uefa-Pokal teil. Dort schied Dortmund in der dritten Runde gegen den RSC Anderlecht aus. Nach seinem dritten Jahr bei Schwarzgelb trennten sich die Wege Köppels und des Klubs, nachdem der BVB auf einem enttäuschenden zehnten Platz gelandet war.

Dennoch erinnert sich Köppel gerne an seine Zeit in Dortmund zurück - insbesondere natürlich wegen des Siegs im DFB-Pokal. „So einen Tag werde ich nicht vergessen“, sagt Köppel, der heute am Niederrhein wohnt.

Köppel traut Dortmund auch international einiges zu

Für seinen ehemaligen Klub interessiert sich Köppel noch heute, auch wenn er die Mannschaft nicht mehr so gut kenne, wie er sagt. Trotzdem ist er von dem Team begeistert. „Die Einzelspieler“, sagt Köppel, „sind einfach großartig“. Der Elf traut der elfmalige Nationalspieler einiges zu, national wie international.

„Der BVB kann ganz weit kommen“, sagt Köppel und mit Blick auf das 0:0 gegen Barcelona: „Das Spiel hätten sie auch gewinnen können, wenn der Elfmeter reingeht. Das Unentschieden ist im Endeffekt gerecht.“ Zudem könne man mit so einem Ergebnis gegen eine der noch immer besten Mannschaften der Welt nicht unzufrieden sein.

Köppel hat keine Angst vor Rückschlägen

Köppel hält den BVB auch wegen solch starker Spiele für einen der Kandidaten auf den Meistertitel. Auch Rückschläge wie das Remis in Frankfurt oder das verlorene Spiel bei Union Berlin, gehören seiner Meinung nach dazu.

Zur Niederlage in Berlin sagt er: „Damit hat keiner gerechnet, aber ich glaube, daraus werden sie ihre Lehren ziehen. Das wird nicht noch einmal passieren. Sie sind stabil genug, um Meister zu werden.“ Und in alter Verbundenheit schickt der ehemalige BVB-Trainer hinterher: „Ich wünsche es ihnen auf jeden Fall.“

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