Patrik Schick zum BVB? Das sagen unsere Experten

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In der Gerüchteküche brodelt es rund um den BVB – wie in jedem Sommer. Aktuell geht es um Patrik Schick, Stürmer bei AS Rom. Wir erklären, wo das Gerücht herkommt und bewerten, was dran ist.

Dortmund

, 01.07.2019, 13:36 Uhr / Lesedauer: 2 min

Wie lautet das Gerücht?

Schon im April berichtete der italienische Transferexperte Alfredo Pedulla von einem Aufflammen des BVB-Interesses an Patrik Schick. Der Angreifer von AS Rom hatte schon 2017 einmal auf dem Zettel der Borussia gestanden, das bestätigte der 23-Jährige selbst. Am Montag berichtete der Kicker, dass Borussia Dortmund sich wieder ernsthaft mit dem Stürmer befasst.

Was zeichnet den Spieler aus?

Schick gilt trotz seiner 1,90 Meter Körpergröße als technisch beschlagener Spieler, der gern für die Mannschaft arbeitet und den ein großer Aktionsradius auszeichnet. Damit würde er ins Profil von Lucien Favre passen, der mitspielende Stürmer den klassischen Box- und Abschlussspielern vorzieht.

Ein reiner Vollstrecker wie ein Paco Alcacer ist Schick nicht, was auch seine Quote aus der vergangenen Saison belegt. In 24 Serie A-Spielen traf er nur drei Mal und bereitete zwei weitere Treffer vor. Seine Gesamtbilanz in der Serie A: 78 Liga-Spiele, 16 Treffer und fünf Assists.

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Was sagt unser BVB-Experte Dirk Krampe?

Sollte der BVB die generelle Frage, ob im Kader überhaupt noch ein Stürmer fehlt, mit „Ja“ beantworten, wäre Schick wohl die Wunschlösung. Allerdings müsste der BVB einige Hürden überwinden. Das Vertragsgeflecht ist kompliziert. Da die Roma die Champions League verpasst hat, muss der Klub die Bilanz mit Transfers aufbessern.

Schick konnte den hohen Erwartungen nach seiner festen Verpflichtung im Sommer 2018 nicht gerecht werden und ist ein Verkaufskandidat. Er soll aber einen Erlös von mindestens 25 bis 30 Millionen Euro bringen, da Rom bei einem Weiterverkauf bis Februar 2020 Schicks vorherigen Klub Sampdoria Genua mit 50 Prozent an der Transfersumme beteiligen muss, mindestens aber mit 20 Mio. Euro. Rom bliebe damit nur ein Bruchteil der gesamten Summe, könnte aber immerhin das Gehalt des Angreifers einsparen.

Patrik Schick zum BVB? Das sagen unsere Experten

Patrik Schick lief für die tschechische Nationalmannschaft bisher in 17 Spielen auf, dabei erzielte er sieben Tore. © imago

Zudem verspürt der BVB angesichts der schon getätigten Transfers in diesem Sommer für circa 130 Mio. Euro und der Tatsache, dass die Not im Sturm nicht gegeben ist, wenig Lust, noch einmal so viel Geld in die Hand zu nehmen. Eine „kreative Lösung“ wie von Michael Zorc formuliert wäre ein Leihgeschäft – angesichts von regem Kaufinteresse aus Frankreich (Lyon, Marseille) würde die Roma den Spieler aber wohl lieber verkaufen statt verleihen.

Im Dortmunder Kader wäre der Tscheche die Nummer drei hinter Mario Götze und Paco Alcacer. Favre hätte sogar weitere Alternativen, um Engpässe auf der „Neun“ aufzufangen. Für Schick wäre der Konkurrenzkampf brutal hart.


Unser Fazit:

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