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Paco Alcacer nutzt die Gelegenheit zum Neuanfang - und bleibt trotz Rekorden demütig

dzBorussia Dortmund

Gnadenlos effizient auf dem Fußballplatz, demütig im Gespräch. BVB-Torjäger Paco Alcacer dankt dem Klub und seinen Mitspielern. Vor allem Mario Götze ist für Alcacer unentbehrlich.

Marbella

, 10.01.2019 / Lesedauer: 3 min

Reis mit Safran gehört dazu, Tomaten und Bohnen, Fleisch von Hühnchen oder Kaninchen. Valencia ist berühmt für seine Paella. Paco Alcacer (25) vermisst sein Leibgericht in Deutschland, nirgends schmecke sie ihm so gut wie in der Heimat. Ansonsten kann der spanische Torjäger seinem Wechsel zu Borussia Dortmund im Sommer nur Positives abgewinnen. Schließlich ist er der effektivste Torjäger der Bundesliga-Historie.

Alcacer liefert beim BVB Werte für die Ewigkeit

„Es ist unglaublich“, sagt Alcacer. „Ich habe nicht damit gerechnet und bin dankbar für die Unterstützung, die ich vom ersten Moment an bekommen habe.“ Harte Arbeit und das Vertrauen, das er von allen Seiten ohne Vorbehalte bekommen und gespürt habe, gibt er als Gründe für seine Erfolgssträhne an. Bis zum Sommer hätte der BVB die Kaufoption ziehen können, der Klub tat es bereits im November. Diese Wertschätzung hat Alcacer beeindruckt.

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Alcacer über seine Torquote, Ziele und Spitznamen

Er revanchiert sich mit Toren und totalem Einsatz. Zwölf Liga-Spiele, zwölf Tore, davon zehn nach Einwechslungen – Werte für die Ewigkeit in den Statistik-Ranglisten. Als Alcacer im BVB-Trainingslager in Marbella über seine Rekordtaten redet, spricht er voller Demut über das, was er leistet. Er will weiter Tore schießen, klar, „aber ich will mich da nicht reinsteigern“.

Eine Zahl mag er nicht nennen, es gebe auch kein Geheimnis, die Erklärung sei vor allem bei den Mitspielern zu suchen: „Es ist leicht, Tore zu schießen, wenn man so gute Pässe zugespielt bekommt.“

In Valencia schon mit Anfang 20 ein Anführer

So energisch und zielsicher er vor dem Tor agiert, so zurückhaltend gibt er sich im Interview. Ein Lautsprecher ist und wird er nicht. Er bezeichnet sich als Familienmensch, die zahlreichen Tattoos auf seiner Haut sind auch besonderen Ereignissen gewidmet. Auf dramatische Weise verlor er mit 17 Jahren seinen Vater, der nach einem Spiel des FC Valencia gegen AS Rom mit einem Herzinfarkt zusammenbrach und vor seinen Augen starb. Auch dieses tragische Erlebnis hat dazu beigetragen, dass Alcacer zu einem ernsteren Menschen geworden ist. Beim Fußball zieht er sich aber nicht zurück.

Paco Alcacer nutzt die Gelegenheit zum Neuanfang - und bleibt trotz Rekorden demütig

Paco Alcacer verletzte sich im letzten Bundesliga-Spiel der Hinrunde gegen Mönchengladbach. Der Muskelfaserriss ist aber nun ausgeheilt und der Spanier arbeitet sich in Marbella wieder ans Team heran. © Inderlied

„Die Sprache ist die schwerste Hürde“, diese Barriere hindere ihn daran, noch mehr Verantwortung innerhalb der Mannschaft zu übernehmen. Beim BVB schwärmen sie trotzdem von der Initiative, mit der sich Alcacer von Beginn an in die Mannschaft integrieren wollte. In Valencia war er mit Anfang 20 ein Anführer und Kapitän, in Barcelona zwei Jahre lang nur Bankdrücker. Dortmund bot ihm die Gelegenheit zum Neuanfang. „Die Situation in Barcelona war nicht so wie erhofft, ich hätte gerne mehr gespielt. Der BVB ist ein großer Klub, wo ich viel spielen und viel lernen kann. Ich bin entschlossen, hart zu arbeiten, um mit der Mannschaft voranzukommen.“

Arbeitsteilung mit Mario Götze

Weil er zwei Jahre lang keine fünf Spiele am Stück gemacht hat, fehlt es Alcacer an Fitness, mehrere Verletzungen taten ihr Übriges. Zum Rückrundenstart will er bereit sein, seine Defizite kann er bis dahin aber nicht aufholen. Stück für Stück will er seine Physis aufbauen. Trainer Lucien Favre setzt dazu auf das Modell der Arbeitsteilung zwischen ihm und Mario Götze.

„Wenn Paco reinkommt und ein Tor macht, ist alles okay.“
Mario Götze

„Ohne Mario wäre das Ganze unmöglich“, sagt der spanische Nationalspieler. „Es ist wichtig, dass man mehr als einen guten Spieler auf allen Positionen hat.“ Götze meint: „Wenn Paco reinkommt und ein Tor macht, ist alles okay.“ Und ergänzt lachend: „Sonst natürlich nicht.“ Dass ihn die Vergangenheit in Barcelona geprägt, aber nicht geknickt hat, zeigt sein Lachen, als er auf die Champions League angesprochen wird. „Es wäre schön, gegen Barca zu spielen“, räumt er ein. „Je später, desto besser.“

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