Paco Alcacer zeigt beim 2:1 gegen Werder Bremen, dass er auch Startelf kann. Auch das Torjäger-Duell gegen Bremens Max Kruse gewinnt der Dortmunder knapp.

Dortmund

, 17.12.2018 / Lesedauer: 4 min

Die besonderen Qualitäten dieser Spielergattung waren auch im Top-Spiel des 15. Spieltags gut erkennbar. Max Kruse und Paco Alcacer, beide Torjäger, beide mit brutalen Abschlussqualitäten, beide vom Typ „Schlitzohr“.

Seine Mannschaft fuhr trotz guter Leistung am Ende mit leeren Händen nach Hause, und auch Kruse musste sich als Verlierer im Fernduell mit der Dortmunder Neuerwerbung aus Spanien fühlen. Beide erzielten einen Treffer, Kruse verpasste einen zweiten nur knapp. Doch die größere Effektivität strahlte diesmal der BVB-Neuzugang aus.

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Bundesliga, 15. Spieltag: BVB - Werder Bremen 2:1 (2:1)

Die Bilder der Bundesliga-Partie zwischen Borussia Dortmund und Werder Bremen.
15.12.2018
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Die Bilder der Bundesliga-Partie zwischen Borussia Dortmund und Werder Bremen.© picture alliance/dpa
Bilder der Bundesliga-Partie zwischen Borussia Dortmund und Werder Bremen.© dpa
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Bilder der Bundesliga-Partie zwischen Borussia Dortmund und Werder Bremen.© Guido Kirchner
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Schlagworte Fußball, Bundesliga

Als sich Abdou Diallo kurz nach Anpfiff der zweiten Hälfte eine nachlässige Kopfballabwehr leistete und der Ball direkt vor den Füßen von Kruse landete, da war der Bremer seinem zweiten Tor an diesem Abend ganz nahe. Er traf den Ball gar nicht richtig, weil die Situation viel zu überraschend entstand. Aber Kruse zeigte, welch guter Instinktfußballer er auch ist. Mit dem Schienbein erwischte er den Ball nur, aber er brachte ihn irgendwie in Richtung Dortmunder Tor – und Roman Bürki musste sich bei dem verunglückten Schuss richtig lang machen.

Alcacer deutlich besser ins BVB-Spiel integriert

Kruse setzte einen Trend der vergangenen Wochen fort: Er zeigt wieder konstant gute Leistungen, sein Treffer zum 1:2 beendete zudem seine persönliche Durststrecke von über 800 Spielminuten ohne Tor.

Dennoch war Alcacer an diesem Nachmittag der effektivere Spieler. Der Spanier bekam von Lucien Favre seinen vierten Startelf-Einsatz geschenkt – und diesmal wirkte er deutlich besser ins Dortmunder Spiel integriert als in den vergangenen Wochen, als das Spiel fast immer an ihm vorbeilief, wenn er von Beginn an dabei war. Eiskalt nutzte der 25-Jährige die defensive Schlafmützigkeit, als der BVB durch Raphael Guerreiro einen Freistoß aus dem Halbfeld gefährlich vors Tor brachte und Werder halbherzig auf abseits spielte und das Verteidigen einstellte.

Dass der Spanier dann abwarten musste, ehe die Video-Assistenten den Abseitspfiff von Schiedsrichter Guido Winkmann als falsch entlarvten, störte den 25-Jährigen nicht. Aus seinem guten Start in diese Partie und seinem schon elften Saisontreffer machte er an diesem Abend eine ganze Menge.

Das sind die Unterschiede zwischen Kruse und Alcacer

Auch wenn sich beide vor dem Tor sehr ähneln, unterscheiden sich die Torjäger doch auch in ihrer Spielanlage. Kruse ließ sich auch im Signal Iduna Park tief fallen und agierte aus der Mittelfeldzentrale als Zehner, der von seinen Mitspielern häufig gesucht wurde. Davon zeugen seine 42 Ballkontakte zur Pause – Alcacer hatte zu diesem Zeitpunkt nur 17.

Doch der Spanier war im überfallartigen Umschaltspiel der Borussia eine wichtige Waffe. Alcacer machte viele Bälle fest. Oder, je nach Situation, er beschleunigte sie durch eine direkte Weiterleitung. So wie bei seinem Beinahetreffer in der siebten Minute, als die Borussia nach einer Bremer Ecke nur zehn Sekunden bis zum Lupfer des Spaniers vor Bremens Keeper Jiri Pavlenka brauchte. Davy Klaassen verletzte sich bei der halsbrecherischen Rettungsaktion, eigentlich unnötig, weil Alcacer im Abseits stand. Dennoch war es eine bezeichnende Situation für die Spielfreude Alcacers an diesem Abend.

Paco Alcacer gewinnt Torjäger-Duell gegen Max Kruse - BVB-Stürmer wahnsinnig effektiv

Davy Klaassen (hinten) kratzt den Lupfer von Paco Alcacer noch von der Linie. © imago

Und dass er auch den Blick für die Situation und freie Mitspieler hat, bewies er beim tollen Pass auf Jadon Sancho, der dann frei vor Jiri Pavlenka zu lange zögerte (68.). In der zweiten Hälfte verpasste auch Alcacer seinen zweiten Treffer nur knapp, als er an einer Flanke von Marco Reus vorbeirutschte.

Alcacer spielt ungemein effektiv

Bremens Kapitän stand am Ende mit leeren Händen da, obwohl Kruse seine Elf nach dem 1:2-Pausenrückstand immer wieder antrieb und weit nach vorne dirigierte. Bremens Pressing behagte dem BVB nach der Pause überhaupt nicht. Nachlässige Abwehraktionen wie die von Diallo oder Achraf Hakimi, der defensiv keinen guten Eindruck hinterließ, brachten die Gäste mehrfach vor Bürki in gute Abschlusspositionen.

Alcacers Arbeitstag war nach 81 Minuten beendet. Nur 23 Ballkontakte standen dabei in seiner Statistik. Doch diesmal täuschten die Werte: Denn nahezu jeder dieser Ballkontakte hatte Hand und Fuß und sorgte für Gefahr. Alcacer zeigte, dass er auch Startelf kann.

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