Nur 2:2 in Freiburg! Der BVB hinkt seinen Ansprüchen meilenweit hinterher

Drittes Remis in Serie

Borussia Dortmund verspielt beim 2:2 in Freiburg erneut fahrlässig eine Führung und hinkt seinen Ansprüchen nun meilenweit hinterher. Dem BVB stehen unruhige Tage bevor.

Freiburg

, 05.10.2019, 17:39 Uhr / Lesedauer: 2 min
Nur 2:2 in Freiburg! Der BVB hinkt seinen Ansprüchen meilenweit hinterher

Zum dritten Mal in Serie kassiert der BVB in der Schlussphase den Treffer zum 2:2. © imago

Der BVB war vom Anpfiff an um die Spielkontrolle bemüht, die Zuspiele in die Spitze kamen aber zunächst nicht präzise genug. So baute die Borussia zwar einen gewissen Druck auf und sicherte sich in den ersten 45 Minuten mehr als 75 Prozent Ballbesitz, zwingende Aktionen sprangen aus dieser Überlegenheit aber kaum heraus. Und das, obwohl Cheftrainer Lucien Favre seine Offensive in Freiburg extrem flexibel eingestellt hatte: Mario Götze begann als Sturmspitze, Marco Reus dahinter, Thorgan Hazard und Achraf Hakimi rochierten offensiv auf den Außenbahnen. Doch Götze zog ab und an nach außen und überließ Hazard die Spitze. Als dann auch noch Julian Brandt für den früh verletzt ausgewechselten Lukasz Piszczek aufs Feld kam (14.), war sogar noch mehr Wirbelpotenzial vorhanden.

Witsel bringt den BVB per Traumtor in Führung

Aber leidenschaftlich verteidigende Freiburger hielten die Borussen von ihrem Tor fern und suchten voller Selbstvertrauen selbst den Weg per schnellen Kontern nach vorn. Einer davon wurde brandgefährlich: 17. Minute, der Sportclub hebelte die Abwehrkette des BVB mit einem hohen Ball aus, Freiburgs Luca Waldschmidt hatte freie Schussbahn, der Ball strich jedoch knapp über die Querlatte des Dortmunder Gehäuses. Die Reaktion der Schwarzgelben folgte prompt. Und auf fulminante Weise. Thorgan Hazard brachte eine Ecke von rechts an die Strafraumgrenze, dort stand Axel Witsel mutterseelenallein und knallte das Leder volley in die Maschen. 1:0 für den BVB (20.). Prädikat Traumtor.

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Bundesliga, 7. Spieltag: SC Freiburg - BVB 2:2 (0:1)

Die Bilder der Bundesliga-Partie zwischen dem SC Freiburg und Borussia Dortmund.
05.10.2019
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Bilder der Bundesliga-Partie zwischen dem SC Freiburg und Borussia Dortmund.© dpa
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Schlagworte Fußball, Bundesliga

Der plötzliche Rückstand brachte aber weder die wackeren Freiburger aus dem Tritt noch Sicherheit in das Defensivverhalten des BVB. In Minute 25 verpasste SC-Kapitän Christian Günter nur hauchzart den Ausgleich. Kurz vor der Pause ließ sich Achraf Hakimi an der Seitenlinie im Zweikampf von Günter abkochen, dessen Pass erreichte Waldschmidt, doch der verzog knapp. Die Führung des BVB wackelte, auch wenn die Gäste durch einen herrlichen Distanzschuss Hazards noch das letzte Ausrufezeichen des ersten Durchgangs setzten (45.+2).

Akanji verliert Waldschmidt aus den Augen

Und Freiburg suchte nach Wiederanpfiff weiter beherzt die Chance auf den Ausgleich: Hakimi wurde von Günter im Zweikampf am Strafraum überrumpelt (47.), seinen Pass blockte die BVB-Abwehr gerade noch. Dann verzog Waldschmidt aus 18 Metern (50.). Die Borussia war gewarnt. Schließlich hatte sie zuletzt gegen Frankfurt und Bremen doch schon Führungen verspielt und so wertvolle Zähler liegen gelassen. Und dann klingelte es trotzdem. Wieder durfte Waldschmidt schießen, nur eskortiert von Akanji, und die Kugel schlug unten rechts ein - 1:1 (55.).

Jetzt kochte das Schwarzwaldstadion. Der Sportclub gab Gas, drängte den BVB sogar zurück, witterte den großen Coup, warf sich in jeden Zweikampf. Und was tat der BVB? Er versuchte, die Ruhe zu bewahren, die Partie mit Ballstaffetten zu beruhigen. Und Lucien Favre versuchte, mit der Einwechslung von Jadon Sancho für Hazard (63.) neue Impulse zu setzen. Den größeren Einsatz zeigte definitiv Freiburg, aber dann stand dem BVB das Glück plötzlich Pate. Hakimi schoss, und der Ball flog unhaltbar abgefälscht von Lukas Küblers Wade zum 2:1 ins Freiburger Tor (67.).

Der BVB steht nach dem Gegentreffer unter Schock

Der SC gab sich vor ausverkauftem Haus aber nicht geschlagen, glaubte weiter an sich, ließ dem noch immer wackligen und etliche Fehlpässe produzierenden BVB keine Ruhe. Der ersehnte Auswärtserfolg der Favre-Elf wankte - und wie auf Bestellung kam erneut der Nackenschlag: Der eingewechselte Vincenzo Grifo zog aus spitzem Winkel einfach ab, und durch die Beine Manuel Akanjis trudelte der Ball zum 2:2 ins Netz (90.+1). Schwarzgelb unter Schock. Wieder hatte die Leidenschaft der Qualität ein Bein gestellt.

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