Nico Schulz - Ein ziemlich kompletter Linksverteidiger und ein potenzieller Vielspieler beim BVB

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Neue Saison, neuer Angriff! Der BVB will Meister werden - mit Nico Schulz. Wir beleuchten Form und Perspektive jedes Spielers. Der nächste Teil: Warum Schulz‘ Position beim BVB recht komfortabel ist.

Dortmund

, 14.08.2019 / Lesedauer: 3 min

Ganz Fußball-Deutschland fiebert der Bundesliga-Spielzeit 2019/2020 entgegen. Vor dem Auftakt in die Saison, an deren Ende Borussia Dortmund Deutscher Meister sein will, nehmen wir jeden Spieler im BVB-Kader unter die Lupe.



Was zeichnet Nico Schulz aus?

Nico Schulz kommt mit der Erfahrung aus 122 Bundesligaspielen und 8 Länderspielen zu Borussia Dortmund. Etwas mehr als 25 Millionen Euro ließ sich der BVB die Dienste des neuen Linksverteidigers kosten, der in diesem Sommer von der TSG Hoffenheim nach Dortmund wechselte.

Der Auftrag an ihn ist klar: Er soll das Problem hinten links in der Viererkette beheben, wo in der vergangenen Saison erst Marcel Schmelzer, dann ab und zu Achraf Hakimi und später meistens der gelernte Innenverteidiger Abdou Diallo spielte. Schulz soll Konstanz reinbringen beim BVB auf der linken Schiene.

„Ich weiß, was ich kann und warum ich geholt wurde“, sagt der 26 Jahre alte Berliner. „Ich bin gekommen, um zu spielen und zu helfen.“ Bislang klappt das ganz gut. Schulz ist auf Anhieb gesetzt unter BVB-Trainer Lucien Favre.

Schulz‘ schärfste sportlichen Waffen sind seine Geschwindigkeit und seine Athletik. Überhaupt verfügt der Linksfuß über ein umfangreiches Spieler-Portfolio: Schulz ist ein guter Zweikämpfer, bietet ein solides Maß an defensiver Absicherung und hat trotzdem viel Zug nach vorne.

Sein Passspiel ist präzise, seine Flanken sind gefährlich. Kurzum: Schulz ist ein ziemlich kompletter Linksverteidiger, der sich beim BVB als Dauerlösung hinten links etablieren möchte – und damit auch gute Argumente für die weitere Karriere in der Nationalmannschaft sammeln möchte.



Wie lief die Vorbereitung?

Bisher hat es nicht den Anschein, als bräuchte Schulz sonderlich viel Anlaufzeit bei Borussia Dortmund. Die Vorbereitungseindrücke sind positiv, Schulz ist verletzungsfrei geblieben. In den Testspielen deutete er an, dass er das eigene Tor solide verteidigen und offensiv mit vielen Läufen zur Grundlinie immer wieder gefährliche Vorstöße inszenieren kann.

Nico Schulz - Ein ziemlich kompletter Linksverteidiger und ein potenzieller Vielspieler beim BVB

Nico Schulz ist beim BVB auf der Linksverteidigerposition erste Wahl. © imago

Beim 4:1-Sieg im Trainingslager gegen den FC St. Gallen bereitete er gleich zwei Tore mustergültig vor, auch beim 2:0 im Pokal gegen den KFC Uerdingen schob er immer wieder nach vorne an. Beim 2:0-Sieg im Supercup gegen den FC Bayern München war er dagegen vor allem defensiv gefordert – und offenbarte, dass es in der Rückwärtsbewegung auf absolutem Top-Niveau irgendwann dünn werden könnte.


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Wie ist die sportliche Perspektive für die neue Saison?

Schulz ist auf der Linksverteidiger-Position Favres erste Wahl beim BVB. Der Neuzugang hat einen guten ersten Eindruck hinterlassen und die Nase hinten links klar vorn. Hakimi, von Favre zuletzt auch auf den offensiven Flügelpositionen getestet, könnte ebenfalls links in der Viererkette spielen, soll aber vor allem Lukasz Piszczek hinten rechts entlasten.

Auch Marcel Schmelzer steht als Ersatz für Schulz bereit, hat in den zurückliegenden Monaten allerdings an sportlichem Wert beim BVB verloren. Neuzugang Mateu Morey ist aktuell verletzt, eigentlich gelernter Rechtsverteidiger und ohnehin eher als perspektivische Verstärkung gedacht.

Schulz‘ Situation im so breit wie nie aufgestellten BVB-Kader ist also tatsächlich recht komfortabel, wenn man sich den Konkurrenzkampf anschaut, der auf den anderen Positionen tobt. Die sportliche Perspektive ist eindeutig: Schulz könnte in der neuen Saison einer der absoluten Vielspieler beim BVB werden.

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