BVB-Torhüter Roman Bürki (l.) und Marwin Hitz beim Training. © imago images/Team 2
Borussia Dortmund

Neue Rolle für Bürki beim BVB – Hitz behält den Posten zwischen den Pfosten

Roman Bürki ist wieder fit, aber erst einmal nur noch der Herausforderer im BVB-Tor. Auch gegen Bielefeld steht Marwin Hitz zwischen den Pfosten. Was passiert im Sommer?

Edin Terzic wollte sich am Donnerstag auf der Pressekonferenz nicht in die Karten schauen lassen. Er spreche vor Spielen nicht gerne über die Aufstellung, sagte Borussia Dortmunds Trainer auf die Frage, ob Roman Bürki gegen Arminia Bielefeld (Samstag, 15.30 Uhr/live bei Sky) ins BVB-Tor zurückkehren werde. „Die Ersten, die von mir die Aufstellung mitgeteilt bekommen, sind die Spieler – und das wird auch immer so bleiben.“

BVB-Keeper Roman Bürki ist nicht mehr die klare Nummer eins

Das war auf der einen Seite nur konsequent. Terzic verrät auf Pressekonferenzen nie Details zur Startelf, die er für einen Spieltag im Kopf hat. Auf der anderen Seite war es trotzdem bemerkenswert, weil in Bürki die vermeintlich etatmäßige Nummer eins seit einer Woche wieder mit der Mannschaft trainiert, seine Schulterverletzung auskuriert hat und gegen den Aufsteiger eigentlich wieder im Tor stehen müsste, sofern er noch immer die Nummer eins zwischen den Dortmunder Pfosten sein sollte.

Dass Terzic nichts sagte, sagte am Ende auch eine Menge aus, vor allem wenn man bedenkt, wie gerne der 38-jährige BVB-Trainer das Pressepodium in der jüngeren Vergangenheit dazu genutzt hat, um Spieler starkzureden. Marco Reus, Jadon Sancho, Mahmoud Dahoud, Mateu Morey, selbst Reinier – Terzic sparte selten mit lobenden Worten, die die Bedeutung des jeweiligen Spielers hervorheben und dessen Selbstbewusstsein aufpäppeln sollten.

Bürki muss sich an seine neue Rolle bei Borussia Dortmund gewöhnen

Bürki wartete während der Pressekonferenz am Donnerstag vergeblich auf lobende und stärkende Worte vom Trainer. Stattdessen verkündete Borussia Dortmund zwei Stunden später die Vertragsverlängerung mit Marwin Hitz bis 2023, der – Zitat Michael Zorc, BVB-Sportdirektor – „sowohl sportlich als auch menschlich eine sehr hohe Wertschätzung“ genieße. Die Vertragsverlängerung sei daher „folgerichtig“.

Nach Informationen der Ruhr Nachrichten wird Hitz auch am Samstag gegen Arminia Bielefeld das Dortmunder Tor hüten – und er wird es auch weiterhin tun, falls er konstant gute Leistungen zeigt. Für Bürki, der vor seiner Schulterverletzung insbesondere nach dem 2:4 bei Borussia Mönchengladbach am 18. Spieltag in die Kritik geraten war, bleibt nach gut fünfeinhalb Jahren als Nummer eins beim BVB erstmals nur die Rolle des Herausforderers. Hitz, der Bürki zuletzt wettbewerbsübergreifend sechsmal vertrat und dabei in der Liga sowohl in Freiburg (1:2) als auch gegen Hoffenheim (2:2) folgenschwer patzte, liegt in Terzics Gunst derzeit vorne.

BVB könnte im Sommer einen neuen Torhüter verpflichten

Das könnte erst einmal bis zum Sommer so bleiben. Dann werden die Karten neu gemischt. In Marco Rose steht der neue BVB-Trainer bereits fest. Ob Borussia Dortmund zudem auch einen neuen Torhüter verpflichtet, ist intern noch nicht abschließend geklärt. Der BVB sondiert nach Informationen der Ruhr Nachrichten den Markt. Zumindest kategorisch auszuschließen ist die Verpflichtung eines neuen Torhüters nicht mehr – anders als noch im vergangenen Sommer, als Bürki seinen Vertrag in Dortmund vorzeitig bis 2023 verlängerte.

Über den Autor
BVB-Redaktion
Tobias Jöhren, Jahrgang 1986, hat an der Deutschen Sporthochschule in Köln studiert. Seit 2013 ist er Mitglied der Sportredaktion von Lensing Media – und findet trotz seines Berufes, dass Fußball nur die schönste Nebensache der Welt ist.
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