Nach der Leistung im Revierderby bei S04: Die Geduld der BVB-Fans neigt sich dem Ende zu

Borussia Dortmund

Die Kritik an BVB-Trainer Lucien Favre und der Mannschaft reißt auch nach dem 0:0 auf Schalke nicht ab. Einige Fans fordern jetzt das Eingreifen von Michael Zorc und Hans-Joachim Watzke.

Dortmund

, 29.10.2019, 12:45 Uhr / Lesedauer: 2 min
Nach der Leistung im Revierderby bei S04: Die Geduld der BVB-Fans neigt sich dem Ende zu

Bei den BVB-Fans steht Lucien Favre deutlich in der Kritik © picture alliance/dpa

Wer sich vor dem Spiel gegen den FC Schalke 04 erhofft hatte, dass Borussia Dortmund im Revierderby endlich der Befreiungsschlag gelingt, wurde am vergangenen Samstag bei der Nullnummer der Schwarzgelben auf Schalke enttäuscht.

Und somit sind die Schlagzeilen der Presse nicht damit gefüllt, dass der BVB das Spiel gewonnen, die Wende eingeleitet, oder ein wahres Feuerwerk abgeliefert hat – sie könnten kaum extremer in die andere Richtung verlaufen.

Die angekündigte Leidenschaft der Borussen habe gefehlt

Der „Spiegel“ schreibt von „überlegenen Schalkern, die den Derbysieg verpassen“, der „Kicker“ davon, dass sich das Team von David Wagner „gegen fahrige Dortmunder nicht belohnen kann“.

Nach der Leistung im Revierderby bei S04: Die Geduld der BVB-Fans neigt sich dem Ende zu

Immer wieder wurde BVB-Kapitän Marco Reus und seine Mitspieler von der Schalker Defensive gestoppt. © picture alliance/dpa

Die „Süddeutsche Zeitung“ attestiert der Mannschaft von Lucien Favre, der nach der Derby-Enttäuschung immer mehr in die Kritik gerät, eine „dröge“ Leistung und spricht davon, die angekündigte Leidenschaft vermisst zu haben.

Und als wäre das nicht genug, setzt die „Bild“ mit ihrer Schlagzeile dem Ganzen noch die Krone auf. „Dortmund ‚verliert‘ 0:0 gegen Schalke“, ist die Meinung des Boulevard-Blatts zum torlosen Remis im 179. Aufeinandertreffen der beiden Ruhrpott-Klubs.

Den BVB-Fans reißt so langsam der Geduldsfaden

Und auch die BVB-Fans sind nach dem enttäuschenden Auftritt ihrer Mannschaft alles andere als zufrieden. Wie schon nach der Niederlage in Mailand reagieren viele sarkastisch, ein schwarzgelber Fan schrieb schon während des Spiels bei Twitter: „Im Moment kommt mir das Spiel vor wie ein dahin plätschernder Regenschauer, nix wichtiges passiert. Wo ist denn das #bvb Gewitter geblieben?“

Ein anderer Twitter-User versuchte, die Partie mit Humor zu nehmen: „Klasse erste Halbzeit. Bin nur zweimal eingeschlafen und hab nur dreimal den Fernseher angeschrien.“

Andere Fans werden in den sozialen Netzwerken direkter, und bringen zum Ausdruck, wie sehr sie das Auftreten ihrer Borussen im Moment stört. „Einfach nur enttäuschend“.

BVB-Trainer Lucien Favre lobte nach dem Spiel die Schalker Mannschaft: „Sie sind die beste Mannschaft in den Zweikämpfen in der Bundesliga.“ Eine Aussage, die die BVB-Fans wohl lieber über ihr eigenes Team hören würden. Auch deshalb gerät Lucien Favre immer mehr in die Kritik der schwarzgelben Anhänger.

BVB-Fans fordern ein Eingreifen von Zorc und Watzke

„Ich habe Favre wirklich lange die Stange gehalten, jedoch wende ich mich nun von ihm ab“, schreibt eine Twitter-Userin, ein anderer fragt nach: „Glaubt wirklich jemand, dass man die Saisonziele mit Favre noch erreichen wird?“

„Wenn du so ein Spiel ablieferst, aber trotz Brandt, Hazard, Schulz und Akanji auf der Bank nicht für Besserung sorgen kannst, funktionierst du als Trainer in diesem Verein eventuell nicht“, macht ein BVB-Anhänger seinem Ärger auf Twitter Luft.

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Einige Fans nehmen sogar ganz direkt Michael Zorc und Hans-Joachim Watzke in die Pflicht: „Ein gutes Management reagiert bevor alle Ziele der Saison gefährdet sind! Zorc und Watzke sind nun gefragt“, schreibt eine Twitter-Userin.

Der Druck auf BVB-Trainer Lucien Favre wächst

„Leider steht da keine Mannschaft auf dem Platz, wo einer für den anderen durchs Feuer geht, das spürt man förmlich, und natürlich ist dafür auch der Trainer verantwortlich“, analysiert ein Fan auf Instagram.

Das 0:0 auf Schalke hat auf jeden Fall den Druck auf BVB-Trainer Lucien Favre erhöht. Ob ihn das seinen Job kosten könnte, werden die nächsten Spiele zeigen. Eines steht aber fest: Es gab schon Trainer, die fester im Sattel gesessen haben, als Lucien Favre im Moment bei Borussia Dortmund.

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