Marco Hober meldet sich beim BVB II nach „vielen Rückschlägen“ zurück

dzBorussia Dortmund II

Beim Sieg in Wiedenbrück steht Marco Hober erstmals in der Startelf des BVB II - und zeigt eine überzeugende Leistung. Anschließend findet der 25-Jährige klare Worte.

Dortmund

, 25.09.2020, 11:19 Uhr / Lesedauer: 3 min

Nach dem 4:1-Erfolg beim SC Wiedenbrück wurde Borussia Dortmunds U23 noch zum Auslaufen geschickt. Die Spieler drehten ihre Runden, sie feixten und lachten. Beim anschließenden Dehnprogramm taten sich vor allem Kapitän Steffen Tigges, Maximilian Hippe und Marco Hober als Spaßmacher hervor. Nach vier Siegen und einem Remis in fünf Regionalliga-Partien - das zeigten diese Szenen - könnte die Stimmung im schwarzgelben Lager kaum besser sein.

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„Aus der vergangenen Saison wurden die richtigen Schlüsse gezogen“, sagte Mittelfeldspieler Hober später. Er und seine Teamkollegen waren gerade auf Tabellenplatz eins gesprungen. „Die neuen Spieler haben Qualität, sie passen aber auch menschlich in die Mannschaft. Wir halten zusammen.“ In der auf Rang neun beendeten vergangenen Saison war das nicht immer so. Nun erklärte Hober: „Jeder von uns gönnt es dem Mitspieler, wenn er trifft oder auf dem Feld steht.“ Vorbildlich würden die persönlichen Befindlichkeiten bislang zurückgestellt.

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Regionalliga West, 5. Spieltag: SC Wiedenbrück - BVB II 1:4 (1:0)

Die Bilder der Regionalliga-Partie zwischen dem SC Wiedenbrück und Borussia Dortmund II.
24.09.2020
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Bilder der Regionalliga-Partie zwischen dem SC Wiedenbrück und Borussia Dortmund II.© Bielefeld
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Der 25-Jährige selbst dient dafür als gutes Beispiel. In allen 25 Partien der Spielzeit 2019/2020 wurde Hober vom seinerzeit amtierenden BVB-II-Trainer Mike Tullberg aufs Feld geschickt - und lenkte das BVB-Spiel im Zentrum mit meist wohlüberlegten Pässen über die Kurz- oder Langdistanz. Allerdings qualifizieren Leistungen aus der Vergangenheit nun mal nicht für die Gegenwart. Und so setzte ihn der neue U23-Coach Enrico Maaßen in den ersten vier Pflichtspielen auf die Bank.

Hober gelingt beim BVB II der Kaltstart gegen Wiedenbrück

Im zentralen Mittelfeld bekamen andere Akteure den Vorzug: Vor allem Franz Pfanne und Florian Krebs, aber auch Aday Ercan. Sie alle wurden im Sommer neu verpflichtet, sie alle durften nach guten Leistungen in der Vorbereitungszeit auf den Rasen. Und sie alle erledigten ihren Job zufriedenstellend. „Dieses Jahr ist viel Qualität im Kader. Auf der Sechser-Positionen haben wir Top-Leute“, sagte Hober. „Sie haben gute Spiele gemacht. Deshalb war alles gut, sie hatten sich ihre Einsätze verdient.“

Ihm sei allerdings klar gewesen: „Jeder Spieler bekommt irgendwann seine Einsatzzeit. Wir haben so viele Spiele, wir brauchen den gesamten Kader“, so Hober. „Und wenn man dann aufs Feld darf, muss man da sein.“ Im Auswärtsspiel bei Aufsteiger Wiedenbrück gelang ihm dieser Kaltstart. Enrico Maaßen freute sich über „viele gute Pässe, viele gute Verlagerungen“. Und resümierte zufrieden: „Marco hat ein gutes Spiel gemacht.“

Hober muss beim BVB II Rückschläge und Enttäuschungen verkraften

Der 1,73 Meter kleine Mittelfeldmann mit dem starken linken Fuß brachte seine Passqualitäten ein, er agierte umsichtig und wusste sich kraft seiner Pressingresistenz gegen die aggressiv anlaufenden Gegner zu wehren. Dabei seien die vergangenen Wochen wirklich „nicht einfach gewesen“, gestand er, sprach von „vielen Rückschlägen“ und „vielen Enttäuschungen. Jeder Spieler will auf den Platz, jeder will zeigen, dass er dem Team helfen kann.“ Umso schöner sei, dass „ich heute Leistung gezeigt habe“.

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In den Tagen zuvor hätten Maaßen und er „viele Gespräche geführt. Er hat mir seine Sichtweise erklärt. Ich habe versucht, mich im Training anzubieten, um endlich meine ersten Spielminuten zu bekommen“. Dieses Bemühen hatte Erfolg. Sechs neue Spieler brachte Dortmunds Coach im Vergleich zum 1:1 gegen Rot-Weiss Essen, einer davon war Hober, der zum Mannschaftsrat der U23 zählt - und sich trotz der Negativ-Erlebnisse als Führungskraft definiert.

Studium und Fußball - Marco Hober fährt zweigleisig

„Um voran zu gehen, muss man nicht zwingend auf dem Rasen stehen“, erläuterte er. „Es geht auch darum, neben dem Feld zu helfen und mit den jungen, neuen Spielern zu reden. Ich habe schon ein paar Erfahrungen gesammelt“, meinte Hober, der bereits 84 Mal für den BVB II eingesetzt wurde und bei Arminia Bielefeld und den Sportfreunden Lotte unter Vertrag stand. Diese Erfahrung will er weitergeben. Und sich zudem außerhalb des grünen Rasens fortbilden.

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Inzwischen hat Hober ein Studium angefangen, möchte sich geistig noch mehr fordern. Den größten Spaß allerdings scheint er weiterhin auf dem Fußballplatz zu haben. Wer ihn in Wiedenbrück beobachtet hat, ging zwangsläufig mit diesem Eindruck nach Hause.

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