Lehrer Michael Zorc stellt dem BVB ein gutes Zeugnis aus

„Wirklich guter Auftritt“

Der BVB behauptet sein Punktepolster an der Tabellenspitze. Während Kapitän Marco Reus weiter Ideen entwickeln will, ist Sportdirektor Michael Zorc ziemlich zufrieden

Dortmund

, 02.12.2018, 16:53 Uhr / Lesedauer: 2 min
Lehrer Michael Zorc stellt dem BVB ein gutes Zeugnis aus

Mit der Leistung gegen Freiburg komplett zufrieden: BVB-Sportdirektor Michael Zorc. © Inderlied/Kirchner

Michael Zorc ist eigentlich kein Freund des Konjunktivs. Hätte, wäre, wenn - ist normalerweise nicht so seins. Am Sonntag aber machte der BVB-Sportdirektor für einen kurzen Augenblick eine Ausnahme. „Wenn ich Lehrer wäre“, sagte Zorc im Gespräch mit dieser Redaktion, „dann würde ich sagen: Aufgabe zu 100 Prozent erfüllt.“

„Offensiv mehr Lösungen gefunden“

Zorc sprach über den 2:0-Sieg des BVB gegen den SC Freiburg - und sparte nicht mit Lob für die Spieler in Schwarzgelb. „Wir haben offensiv mehr Lösungen gefunden als gegen Brügge. Wir hatten eine höhere und bessere Passgeschwindigkeit. Auch in den Eins-gegen-Eins-Situationen waren wir besser.“ Das Gegenpressing gegen einen sehr defensiven Gegner habe auch bestens funktioniert. „Für mich war es wirklich ein guter Auftritt der Mannschaft.“

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Die RN-Analyse zum 2:0 des BVB gegen Freiburg

Diese Meinung konnte man durchaus teilen, auch wenn der BVB gemessen an den Vorstellungen der vergangenen Wochen das fußballerische Spektakel dieses Mal im Kabinenspind ließ. Das lag in erster Linie freilich nicht an Borussia Dortmund, sondern eher am SC Freiburg. Die Gäste verteidigten - wie schon Club Brügge unter der Woche beim 0:0 in der Champions League - sehr tief und kompakt.

Alcacer macht den Deckel drauf

Der BVB dominierte das Spiel nach Belieben, hatte vor allem im ersten Durchgang allerdings erneut Probleme, Lücken im Abwehrdickicht des Gegners zu finden. Erst als Jadon Sancho nach 40 Minuten über die rechte Seite in den Freiburger Strafraum dribbelte und Dominique Heintz ihm ungeschickt auf den Fuß trat, Schiedsrichter Frank Willenborg richtigerweise auf den Punkt zeigte, und Marco Reus den fälligen Strafstoß sicher verwandelte, fing die Freiburger Barrikade in Form einer Fünferkette ein wenig an zu bröckeln.

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Bundesliga, 13. Spieltag: BVB - SC Freiburg 2:0 (1:0)

01.12.2018
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Bilder der Bundesliga-Partie zwischen Borussia Dortmund und dem SC Freiburg.© dpa
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Schlagworte Fußball, Bundesliga

Beinahe wäre sie kurz danach wieder errichtet worden, doch ein Freistoß von Jerome Gondorf krachte ans Lattenkreuz (42.). Es war die einzige nennenswerte Chance der Gäste - und Zorc machte keinen Hehl daraus, wie erleichtert er war, dass sie ungenutzt blieb. „Dann hätten wir wieder aufs Neue anrennen müssen“, meinte der 56-Jährige. Es blieb erneut beim Konjunktiv - und der BVB machte kurz vor Schluss nach einem traumhaften Konter über den eingewechselten Maximilian Philipp, Sancho, Lukasz Piszczek und den ebenfalls eingewechselten Paco Alcacer den Deckel drauf (90.+1).

„Weiter Ideen entwicklen und geduldig bleiben“

„Es hat sich besser angefühlt als am Mittwoch“, sagte Marco Reus, der trotzdem offen einräumte, dass er sich noch nicht mit der jüngsten, eher destruktiven Spielweise der Gegner anfreunden kann. „Für unseren Fußball ist es natürlich eine Katastrophe. Wir müssen aber damit leben, weiter Ideen entwickeln und geduldig bleiben“, erklärte der BVB-Kapitän. Es sei wichtig, den Ball laufen zu lassen, gutes Positionsspiel zu haben und im richtigen Moment das Tempo zu erhöhen. „Es ist noch nicht perfekt, aber heute hat es gereicht - und der Sieg ist extrem wichtig.“

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