Keine Bratwurst, kein Bier, keine Borussia: Wie der BVB trotzdem für volle Kassen sorgt

Coronavirus-Pandemie

Die Coronavirus-Pandemie legt das öffentliche Leben nahezu komplett lahm. Der BVB spielt nicht – und die Kneipen bleiben leer. Das soll sich „digital“ ändern.

Dortmund

, 20.03.2020, 16:30 Uhr / Lesedauer: 2 min
Keine Bratwurst, kein Bier, keine Borussia: Wie der BVB trotzdem für volle Kassen sorgt

Die Dortmunder Gastronomen verzeichnen einen Umsatzeinbruch. © picture alliance / Bernd Thissen

Samstag, kurz nach eins. Eben noch zur Bude, ein Wegbier kaufen. Export oder Pils, ist erst mal egal. Kasse öffnet sich, klingelt, Kasse schließt. Der nette Typ mit dem Tabak-Regal im Rücken lächelt und wünscht dir viel Spaß beim Spiel. Weiter geht‘s die Hohe Straße rauf, die Kumpels treffen. Das Wegbier ist leer, ein Stößchen in der Eckkneipe da passt aber noch rein. Und dann: Ab zum Tempel, B‘russia spielt!

„Digitaler Spieltag“: BVB will für volle Kassen in der Dortmunder Gastro-Szene sorgen

Die oben beschriebene Szene ist Alltag vieler Fans bei jedem Heimspiel des BVB. Aktuell müssen viele Schwarzgelbe auf ihr Wegbier, ihr Stößchen und vor allem auf Besuche in „ihrem Wohnzimmer“ verzichten. Die Coronavirus-Pandemie zwingt uns alle zu großer Vorsicht. „Social Distancing“ ist die Devise dieser Tage. Abstand halten. Und das trifft besonders die Wirte und Kioskbetreiber ziemlich hart – die finanziellen Einbußen sind enorm. Darum hat sich Borussia Dortmund etwas einfallen lassen.

Der BVB hat den „digitalen Spieltag zum Wohle der Gastronomie“ ausgerufen. Eine Aktion, um die Wirte und Budenbesitzer der Umgebung zu unterstützen. „Dortmund ohne den BVB ist genauso unvorstellbar wie der BVB ohne seine Heimatstadt. Und das spüren wir alle: Wenn in Dortmund der BVB spielt, ist die Stadt schwarzgelb. Egal, ob beim Bäcker, beim Friseur, im Restaurant, in der Kneipe oder an der Bude“, heißt es auf der Vereinsseite.

BVB ruft zu Spenden für Stammkneipen auf

Darum hat der BVB auf der Seite www.borussia-verbindet.de in Zusammenarbeit mit der Crowdfunding-Plattform GoFundMe eine Initiative ins Leben gerufen, um die Dortmunder Gastronomen zu unterstützen.

Wichtig: Die Fans sollen die Orte nicht wirklich aufsuchen, sondern nur digital. „Stellt euch einfach vor, es wäre Spieltag und ihr besucht mit eurem Freundeskreis oder eurem Fanklub euer Stammlokal oder schnappt euch noch ein Wegbier“, schreibt der BVB. Unter dem Hashtag #BorussiaVerbindet können die BVB-Fans auf die Aktion zudem aufmerksam machen und ihre Unterstützung signalisieren.

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