BVB-Lizenzspielleiter Kehl: Die Diskussion ist doch jetzt wirklich lächerlich

Borussia Dortmund

Vor dem BVB-Spiel bei Slavia Prag fordert Sebastian Kehl von der Mannschaft eine deutliche Leistungssteigerung. Bei der Trainerfrage wird der Lizenspielleiter deutlich.

Dortmund

, 01.10.2019, 11:59 Uhr / Lesedauer: 3 min

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Kehl über BVB-Krise, Favre und Slavia Prag

Nach zwei Liga-Unentschieden steigt der Druck beim BVB. Was können Sie aus den vergangenen beiden Spielen ziehen?

Dass wir mehr tun und unsere Torchancen besser nutzen müssen. Jetzt freuen wir uns auf das Champions-League-Spiel gegen Prag. Hoffentlich werden wir an die Leistung anknüpfen können, die wir gegen Barcelona gezeigt haben. Dann machen wir den nächsten Schritt und wissen natürlich, dass danach in der Bundesliga auch wieder Herausforderungen auf uns warten.

Nach dem Spiel gegen Barcelona: Wie ist die Erwartungshaltung in der Gruppenphase?

Die Erwartungshaltung ist die gleiche wie vor dem Spiel gegen Barcelona. Wir wollen die Gruppenphase überstehen. Das ist keine ganz leichte Gruppe, das wissen wir. Aber wir haben gezeigt, dass wir mit Barcelona mithalten können. Gegen eine Mannschaft, die sicherlich der Topfavorit in der Gruppe ist. Trotzdem wissen wir das Spiel gegen Prag richtig einzuordnen. Slavia hat eine sehr interessante, sehr ambitionierte Mannschaft, es wird sicherlich ein sehr interessantes Spiel. Slavia hat in Mailand völlig verdient den Punkt geholt und deswegen sind wir gewarnt.

Wie bewerten Sie die aktuelle Diskussion über den BVB?

Natürlich gibt es viele Gründe für die Ergebnisse der letzten Wochen, die haben wir analysiert. Zufrieden können wir natürlich nicht sein, wir stehen in der Liga auf Platz acht. Wir haben sehr viele Gegentore kassiert und müssen sicherlich an einigen Schnittstellen noch weiter arbeiten. Aber jetzt freuen wir uns erst einmal auf das Spiel in Prag. Es ist ein anderer Wettbewerb und auch die Möglichkeit für uns, wieder Selbstvertrauen zu tanken und an unserer Performance zu arbeiten. Und auch wieder eine andere Stimmung in die Mannschaft zu bekommen. Das ist das Ziel.


Es gab erneut Kritik an Trainer Lucien Favre ...

Diese Diskussion finde ich nicht gerechtfertigt. Es ist der sechste Spieltag, es sind drei Punkte bis zur Tabellenspitze. Es ist noch alles sehr früh, aber natürlich wissen wir, dass wir im Moment nicht unseren besten Fußball spielen und mit der Tabellensituation aktuell nicht einverstanden sind. Damit müssen wir jetzt alle umgehen. Wir haben ein ambitioniertes Ziel am Anfang der Saison ausgegeben, deswegen ist es auch normal, das Kritik aufkommt. Da verlangen wir mehr von uns.

BVB-Lizenzspielleiter Kehl: Die Diskussion ist doch jetzt wirklich lächerlich

Steht nach den Unentschieden gegen Frankfurt und Bremen in der Kritik: BVB-Trainer Lucien Favre © Groeger

Passt es da zusammen, das auch schon über mögliche Favre-Nachfolger spekuliert wird?

Die Diskussion ist doch jetzt wirklich lächerlich. Wir haben einiges zu tun, darauf sollten wir uns konzentrieren. Solche Diskussionen gibt es intern nicht. Ich weiß auch nicht, woher dieser Artikel jetzt kommt. Dass der ein oder andere jetzt meint, die Situation kritisch ausnutzen zu wollen, muss jeder für sich bewerten. Aber wir müssen natürlich mehr leisten, das ist klar.


Wie ist die Stimmung in der Mannschaft?

Nach zwei Unentschieden in Folge und einem nicht zufriedenstellenden Spiel gegen Werder Bremen, das wir unbedingt gewinnen wollten, ist die Stimmung natürlich nicht gut. Aber das kennen wir, mit so einer Situation sind wir häufig konfrontiert. Wir haben jetzt die Möglichkeit, das auch wieder zu drehen und mit einem erfolgreichen Spiel in Prag wissen wir, dass die Welt danach wieder ganz anders aussieht. Dann fahren wir nach Freiburg, das wird sicherlich nicht einfach, aber mit dieser Situation muss man umgehen. Ich finde Reibung an einem gewissen Moment auch gar nicht schlimm und jetzt sind die Sinne geschärft, wir wissen, dass im Moment viel auf uns einprasselt. Aber das muss man lernen, wenn man Spieler von Borussia Dortmund ist. Deswegen ist es ja auch eine schöne Situation. Weil es ein Privileg ist, mit diesen Ambitionen umzugehen.

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Ist das jetzt ein Moment, an dem die Führungsspieler gefragt sind?

Führungsspieler sind immer gefragt, in guten wie in schlechten Zeiten. Auch in guten Zeiten muss man die richtigen Worte finden, um den Weg weiter zu bestreiten. Deswegen sind alle Spieler im Moment gefordert, das ist nichts, wo sich jetzt jemand ausnehmen kann.

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