Sebastian Kehl: Der BVB verfolgt eine andere Philosophie als der FC Bayern

Borussia Dortmund

Sebastian Kehl mahnt vor dem kniffligen Auswärtsspiel in Köln. Ein dickes Lob verteilt der BVB-Lizenzspielleiter an die Neuzugänge. Die Einkaufspolitik der Bayern sieht er differenziert.

Dortmund

, 20.08.2019, 12:47 Uhr / Lesedauer: 2 min

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Sebastian Kehl über Köln, Hummels und Guerreiro

In der BVB-Medienrunde sprach Kehl am Dienstag über ...


… das 5:1 gegen den FC Augsburg: „Es war ein gutes Ergebnis, auch die Art und Weise, wie es zustande gekommen ist, hat uns gut getan. Daher sind heute alle gut gelaunt zum Training gekommen. Die Themen sind relativ leicht zu behandeln. Aber wir wissen natürlich, dass es am Freitag eine ganz andere Herausforderung gibt. Darauf werden wir uns vorbereiten.“


… den ersten Bundesliga-Auftritt der Neuzugänge: „Sie haben es hervorragend gemacht. Julian Brandt hat nach seiner Einwechslung noch getroffen, das tut einem Offensivspieler immer gut. Thorgan Hazard hat es auch gut gemacht, und Mats in seinem ersten Spiel nach so langer Zeit, da muss man ihm auch ein Kompliment aussprechen. Er hat gezeigt, warum wir ihn zurückgeholt haben. Trotzdem muss man das Spiel relativieren, Augsburg war an diesem Wochenende nicht der Gegner, wie wir ihn vielleicht in den kommenden Wochen noch bekommen werden.“

… das Spiel am Freitag: „Wir gehen davon aus, dass es deutlich schwieriger wird. Wir haben im vergangenen Jahr in Hannover (0:0, Anm. d. Red.) die Erfahrung gemacht am zweiten Spieltag, das war ein kleiner Rückschlag. Wir wissen, dass es in Köln nicht einfach wird. Es ist ein spezieller Verein, es wird eine spezielle Atmosphäre herrschen, sie sind als Aufsteiger sicher in ihrem ersten Heimspiel besonders motiviert.“


… die Bedeutung des guten Starts: „Es ist klar, dass wir bis zur Nationalmannschaftspause so viele Punkte wie möglich sammeln wollen. Dann kommen ja auch die Englischen Wochen. Die schwierigen Aufgaben werden auf jeden Fall kommen. Wir werden schon am Freitag an die Grenze gehen müssen, mit dem Stadion und den Fans im Rücken wird Köln eine ganz andere Herausforderung werden.“


… Bayern-Neuzugang Coutinho: „Er wird die Bayern sicher bereichen, er ist ein sehr, sehr guter Spieler. Uns war klar, dass die Bayern noch etwas machen werden, das haben sie mit diesen Transfers untermauert. Das zeigt, dass sie genauso ambitioniert sind wie in den vergangenen Jahren. Für mich waren diese Transfers keine große Überraschung. Aber Coutinho macht diese Mannschaft sicher stärker.“

Sebastian Kehl: Der BVB verfolgt eine andere Philosophie als der FC Bayern

Die Bayern-Neuzugänge Philippe Coutinho (r.) und Michael Cuisance (l.). © dpa

… Auswirkungen auf die Bundesliga: „So ein Wechsel sorgt auch international für Aufsehen, die Follower-Zahl beim FC Bayern wird sicher gestiegen sein in den vergangenen Tagen. Die Bundesliga hat ihren Reiz, weiterhin. Wir haben eine spannende Liga, mit tollen Stadien. Die Attraktivität leidet durch einen solchen Transfer natürlich nicht.“


… den unterschiedlichen Weg, Stars zu entwickeln: „Unsere Philsophie ist seit langem etwas anders, wir hätten auch nicht das Geld zur Verfügung gehabt, um einen Coutinho zu verpflichten, das muss man klar so sagen. Aber wir sind sehr zufrieden mit unserer Transferpolitik. Spieler wie Sancho oder zuletzt Pulisic selbst zu entwickeln, wird immer Teil der Philosophie bleiben.“

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