Kampfansage von BVB-Abwehrchef Hummels: „Titel muss immer das Ziel sein“

Borussia Dortmund

Die Saison ist noch nicht beendet - doch beim BVB geht der Blick nach dem 2:0 in Leipzig schon Richtung Spielzeit 20/21. Mats Hummels sagt dem FC Bayern München den Kampf an.

Dortmund

, 20.06.2020, 19:12 Uhr / Lesedauer: 2 min
Gegen Leipzig nicht zu überwinden: BVB-Abwehrchef Mats Hummels (l.).

Gegen Leipzig nicht zu überwinden: BVB-Abwehrchef Mats Hummels (l.). © imago / Picture Point

Er war einer der überragenden Spieler des Tages: Mats Hummels. Der Routinier lenkte und ordnete das Dortmunder Spiel aus der Abwehr heraus, lieferte in punkto Ballkontakten und gewonnenen Zweikämpfen Topwerte ab und war an der Entstehung beider Treffer beteiligt.

BVB-Abwehrchef Hummels: „Ein paar Punkte liegen gelassen“

Kein Wunder, dass Hummels nach dem Abpfiff des Topspiels bester Laune war. „Wir wollten eine Reaktionen zeigen heute, und haben das auch getan. Wir haben ein absolutes Topspiel hingelegt, waren von der ersten Minute an präsent, laufstark und können sehr zufrieden sein, dass wir den zweiten Platz gesichert haben“, sagte Dortmunds Abwehrchef bei „Sky“.

Dank der Vizemeisterschaft sei die BVB-Saison jetzt als „gut“ einzuordnen, so Hummels, „in der Hinrunde haben wir ein paar Punkte liegen gelassen, aber unsere Rückrunde ist ziemlich beeindruckend. Man muss anerkennen, dass Bayern verdient Meister geworden ist, aber man kann nicht sagen, dass die Mannschaft, die in der Rückrunde 13 von 16 Spielen gewinnt, nicht auch ihren Job getan hat.“ Nach Platz zwei in dieser Spielzeit stehe, so Hummels, das Ziel der Borussia für die nächste Saison schon fest: „Einen Platz nach oben rutschen. Der Titel muss immer das Ziel sein, wenn man eine solche Mannschaft hat.“

Zorc bewertet die ersten 45 BVB-Minuten als „überragend“

Auch Julian Brandt, der in die Vorbereitung beider Dortmunder Treffer involviert war und mit 12,17 Kilometern mehr lief als alle anderen Spieler auf dem Platz, zog ein positives Fazit. Vor allem, weil die Mannschaft das 0:2 gegen Mainz abgehakt habe. „Die letzten Spiele waren nicht so, wie wir uns das vorgestellt hatten, wir wollten heute Platz zwei sichern“, sagte Brandt, „wir haben eine Mannschaft, die sehr selbstkritisch ist, aber es ist menschlich, auch mal ein Spiel zu verlieren.“ In Leipzig roch es nie nach einer Niederlage für den BVB. „Wir haben sehr, sehr stark gespielt“, betrieb Emre Can zu Recht Eigenlob, „Riesenkompliment an die Mannschaft. Wir waren sehr fokussiert.“

Kampfansage von BVB-Abwehrchef Hummels: „Titel muss immer das Ziel sein“

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Das sah auch Michael Zorc so. Er hatte das Team nach dem Mainz-Spiel in die Pflicht genommen. „Für mich war es wichtig, eine richtige Reaktion nach dem 0:2 gegen Mainz zu sehen“, erinnerte der BVB-Sportdirektor nach dem Sieg in Leipzig, „und die habe ich gesehen. Die ersten 45 Minuten fand ich überragend, wir haben Ball und Gegner laufen lassen, auf dem Platz war Feuer. Ich bin froh, dass wir die Vizemeisterschaft geschafft haben.“

BVB-Trainer Favre: „Das kann kein Team der Welt schaffen“

Dortmunds Trainer Lucien Favre gab sich „zufrieden“, auch, wenn es in der zweiten Halbzeit nochmal eng für sein Team wurde, weil Leipzig den Druck erhöhte. Favre: „Es ist schwer, ein Spiel 90 Minuten zu dominieren, das kann kein Team der Welt schaffen - vor allem nicht gegen eine so gute Mannschaft wie Leipzig.“ Gereicht hat es für den BVB ja trotzdem.

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