Kaderplanung: BVB-Sportdirektor Zorc verrät seine Transferpläne

dzBorussia Dortmund

Borussia Dortmund wird auch in diesem Jahr auf dem Transfermarkt aktiv. Aber anders als sonst. BVB-Sportdirektor Michael Zorc spricht über die Transferpläne.

Dortmund

, 02.07.2020, 15:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Auf Borussia Dortmund und die anderen Bundesligisten wartet im Herbst ein Mammut-Programm. Den BVB-Kader hält Sportdirektor Michael Zorc aber nicht für zu klein, eine Aufstockung zieht er nicht in Betracht.

BVB-Sportdirektor Zorc muss Leihspieler vermitteln

Einen Leihspieler hat Zorc in den vergangenen Tagen schon weitervermittelt. Jeremy Toljan wird weiter in Italien spielen, US Sassuolo hat zudem einer Kaufverpflichtung zugestimmt, die nach wenigen Pflichtspielen in der neuen Saison greift. Vier andere Leihspieler sind seit dem 1. Juli zunächst wieder Angestellte des BVB, ein Sonderfall ist Ömer Toprak, der bei einem Bremer Abstieg ebenfalls wieder nach Dortmund zurückkehren würde.

Aus diesem Kreis ließe sich der Kader der Borussia problemlos aufstocken für die Herausforderungen, die der späte Saisonstart mit sich bringen wird. Weil die Saison erst am 18. September starten soll, werden bis zu vier Englische Wochen in den Spielplan verankert, um rechtzeitig Mitte Mai 2021 den neuen Meister küren zu können. Parallel muss die Gruppenphase der Champions League, die nicht wie sonst Mitte September, sondern erst im Oktober starten soll, schneller durchgezogen werden. Es ist ein Mammutprogramm für die Profis, ohne großes Durchschnaufen, sicher auch mit einer stark verkürzten Winterpause. Die Planspiele sehen da einen Rückrundenstart am 8. Januar, ein anderes Modell sogar den Start schon am 2. Januar vor.

BVB-Sportdirektor Zorc: „Darauf müssen wir uns körperlich und mental vorbereiten“

Der oberste Dortmunder Personalplaner hat dies auf dem Schirm. „Das Thema müssen wir natürlich berücksichtigen“, sagt Zorc. „Wir können die Saison wegen der EM nicht ausdehnen, sprich: Wir werden mehr Englische Wochen haben und auch früh im Januar wieder anfangen. Darauf müssen wir uns körperlich und mental vorbereiten.“

Stand heute wird das obligatorische Wintertrainingslager ausfallen. Das letzte Pflichtspiel des Jahres startet einen Tag vor Weihnachten, frei wird dann nur über die Feiertage sein. Zorc hat Überlegungen, den Dortmunder Kader daher um ein oder zwei Spieler aufzustocken, aber noch nicht intensiver verfolgt. „Unser Kader war nicht zu klein“, findet er, es werde aber eher darum gehen, die Belastungen auf mehrere Schultern zu verteilen. „Der Begriff Rotation wird durch die enge Terminierung eine Renaissance erleben.“

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An der Situation der Leihspieler wird sich durch die enge Taktung nichts ändern, in den Planungen spielen sie keine Rolle. Und wenn sich Toprak mit Werder Bremen in der Relegation durchsetzt und doch noch die Klasse hält, sind es „nur“ noch vier Spieler, die Zorc wieder an den Mann (Verein) bringen muss.

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