Julian Brandt richtet Appell an seine BVB-Teamkollegen

Startelfdebüt gegen Berlin

Julian Brandt erlebt ein BVB-Startelfdebüt mit Höhen und Tiefen. Nach dem enttäuschenden 1:3 bei Union Berlin richtet der Mittelfeldspieler einen Appell an seine Teamkollegen.

Dortmund

, 02.09.2019, 09:43 Uhr / Lesedauer: 2 min
Julian Brandt richtet Appell an seine BVB-Teamkollegen

Julian Brandt erlebte ein Startelfdebüt mit Höhen und Tiefen. © imago

Bringt Brandt! Diese Forderung etlicher Fußball-Experten und Fans des BVB lag auf der Hand. Als Thorgan Hazards Rippenbruch die Frage aufwarf, wer ihn denn jetzt ersetzen könne, war selbstverständlich Julian Brandt die Luxus-Lösung auf der linken Offensivseite. Ohnehin hätten viele den jungen Neuzugang gerne schon längst in der ersten Elf gesehen. Schließlich brachte der 23-jährige Blondschopf bislang stets mächtig Schwung auf den Platz, wenn er als Joker ran durfte, gegen Augsburg traf er sogar.

Brandt gewinnt fast 70 Prozent seiner Zweikämpfe

Nun, in Berlin, schlug also tatsächlich die Stunde für sein Debüt in Dortmunds Startelf. Als Julian Brandt nach 85 Minuten Platz machte für Jacob Bruun Larsen, da stand jedoch nicht viel ruhmverdächtiges auf seinem Leistungszettel. Brandt hatte keinen einzigen Torschuss abgegeben, null Flanken geschlagen. Nur zwei Torschussvorlagen hatten die Statistiker notiert - und eine Fehlpassquote von 25 Prozent. Und trotzdem gehörte Brandt noch zu den besseren Borussen bei der 1:3-Pleite gegen Union.

Denn der Nationalspieler war ein Aktivposten, einer, der wenigstens das Kämpferherz auspackte und immer wieder versuchte, das Berliner Bollwerk zu knacken. Er bestritt mehr Zweikämpfe als jeder andere Dortmunder (29) und gewann fast 70 Prozent der direkten Duelle. Und er ackerte auch defensiv auffällig mit.

Brandt: „Die Unioner haben alles reingeworfen“

Nur die zündende Idee, die überraschende Aktion, die sich der BVB auch vom hoch talentierten Brandt erhofft, die wusste er an der „Alten Försterei“ nicht zu liefern. Es sprach für ihn, dass er sich nach dem Abpfiff selbstkritisch zeigte. „Wir haben sicherlich viele Situationen nicht gut ausgespielt. Wir haben alle nicht unser bestes Spiel gemacht“, sagte er.

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Und obwohl Brandt zu den Fleißigsten im schwarzgelben Trikot gezählt hatte, war ihm nicht entgangen, woran es dem BVB neben Präzision und Ideen gemangelt hatte: „Man hat gemerkt, dass die Berliner heute einen größeren Willen hatten. Die Unioner haben alles reingeworfen.“ Das war allerdings eine bittere Erkenntnis. Außerdem habe der BVB es dem Aufsteiger „vor großartigem Publikum“ zu leicht gemacht, zu einfach die Tore zugelassen.

Fünf BVB-Gegentore in drei Spielen

Brandts Appell an alle Kollegen: „Wir müssen zusehen, dass wir zusammen noch besser verteidigen.“ In der Tat: Fünf Gegentore in drei Spielen sind ein Warnsignal.

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