In der Gerüchteküche brodelt es rund um den BVB - wie in jedem Sommer. Aktuell geht es um Top-Stürmer Mario Mandzukic. Wir erklären, wo das Gerücht herkommt und bewerten, was dran ist.

Dortmund

, 14.06.2019 / Lesedauer: 3 min

Wie lautet das Gerücht?

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Da ist es also endlich wieder, das Mandzukic-Gerücht. Aufgewärmt und neu verpackt: Der BVB denkt über eine Verpflichtung von Mario Mandzukic nach - berichtet die „Bild“.

Der Stürmer, der seit fünf Jahren in jedem Transfersommer mit Borussia Dortmund Dortmund in Verbindung gebracht wird, könnte Juventus Turin verlassen und zurückkehren in die Fußball-Bundesliga. Dort, wo er 2013 mit dem FC Bayern das Triple holte.


Was zeichnet den Spieler aus?

Über die Stürmer-Qualitäten von Mario Mandzukic muss man nicht lange diskutieren. Dank physischer Power, technischer Klasse und ausgeprägtem Torriecher trifft der Kroate überall. Per Kopf oder Fuß. Der BVB musste das bereits schmerzlich erfahren, schließlich schoss Mandzukic im Champions-League-Finale 2013 das 1:0 für die Münchner gegen Dortmund.

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Seit vier Jahren nun steht er in Diensten von Juventus Turin. In 162 Spielen knipste er 44 Mal, bereitete 24 Tore vor, wurde viermal Meister mit Juve. Mandzukic ist zudem ein Kämpfer, er ackert unermüdlich, kann sich auch mal gern giftig mit dem Gegner anlegen oder plötzlich ein freches Ding auf den Rasen zaubern.


Was sagt unser BVB-Experte Sascha Klaverkamp?

Es klingt erst einmal nach dem perfekten Transfer. Der BVB hat noch keinen Stürmertyp Mandzukic im Kader, die Erfahrung und Qualität des Vize-Weltmeisters würden der Borussia sehr gut tun beim geplanten Angriff auf die Bayern. Trotzdem wird Dortmund Mario Mandzukic nicht verpflichten. Und das hat mehrere Gründe.

Mandzukic ist bereits 33 Jahre alt. Der Umbruch im BVB-Kader lässt sich mit ihm also nicht vollenden. Zudem hat der Kroate seinen hoch dotierten Vertrag in Turin erst im April bis zum Sommer 2021 verlängert. Heißt: Selbst wenn der BVB ernsthaftes Interesse haben sollte, wäre ein Mandzukic-Deal finanziell (Ablöse und Gehalt) nur schwer zu stemmen.

Holt der BVB Stürmer Mario Mandzukic? Das sagen unsere Experten

© dpa

Der wichtigste Grund aber ist: Mandzukic passt nicht ins System von Cheftrainer Lucien Favre. Favre will keinen Stoßstürmer, keinen Brechertypen auf dem Platz, er bevorzugt im Angriff die spielerische Lösung mit Paco Alcacer oder Mario Götze. BVB-Boss Hans-Joachim Watzke sagte zudem: „Was man oft unterschätzt: Wenn man einen kopfballstarken Stoßstürmer hat und nur auf diesen setzt, führt das in der Spielanlage mitunter dazu, dass man sein Spiel simplifiziert.“

Kurzum: Mandzukic im Dortmunder Kader hätte einen Stammplatz auf der Ersatzbank. Das würde der selbstbewusste Kroate niemals klaglos hinnehmen. Warum also sollte sich der BVB das Betriebsklima vergiften? Er schießt doch auch so, ohne Brecheryp in der Spitze, eine Menge Tore: 2,4 im Schnitt pro Spiel waren es in der Vorsaison. Eine exzellente Ausbeute.


Unsere Gerüchtecheck-Ampel:

Holt der BVB Stürmer Mario Mandzukic? Das sagen unsere Experten

Rot = der Wahrheitsgehalt des Gerüchts äußerst gering; gelb = es ist nicht ausgeschlossen, dass an dem Gerücht etwas Wahres dran ist; grün = ein Transfer ist gut möglich.

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