Heimspiel gegen Köln: Der BVB und die Sache mit der Konzentration

Borussia Dortmund

Der BVB will gegen Köln nachlegen - muss aber endlich die Sache mit der Konzentration in den Griff bekommen. Dank Haaland in der Startelf?

Dortmund

, 24.01.2020, 10:30 Uhr / Lesedauer: 2 min
Heimspiel gegen Köln: Der BVB und die Sache mit der Konzentration

BVB-Trainer Lucien Favre (l.) diskutiert mit Abwehrchef Mats Hummels. © Kirchner-Media

Die erwartbarste Frage ließ Lucien Favre erwartungsgemäß unbeantwortet. „Ich weiß es noch nicht. Es ist möglich, dass er von Beginn an spielt, aber es ist auch möglich, dass er nicht von Beginn an spielt“, sagte Borussia Dortmunds Trainer. Es ging freilich um Erling Haaland, heute Abend im BVB-Heimspiel gegen den 1. FC Köln (20.30 Uhr, live auf DAZN) sein Startelfdebüt für Schwarzgelb geben könnte.

BVB-Trainer Favre lobt Haaland in den höchsten Tönen

Eine Einsatzgarantie sprach Favre seinem neuen Stürmer nicht aus. Haaland müsse weiter an seiner „Basis-Ausdauer“ arbeiten, erklärte der Schweizer, erinnerte an die Verletzungspause des 19-Jährigen im Dezember, sparte aber trotzdem nicht mit Lob für den Norweger, der den BVB-Rückrundenstart am vergangenen Wochenende beim wilden 5:3-Sieg in Augsburg mit drei Toren mehr oder weniger im Alleingang gerettet hatte. „Er trainiert immer Vollgas. Er will immer gewinnen. Wenn er eine Chance verpasst, ärgert er sich. Er läuft viel, bewegt sich, um den Ball zu bekommen. Das ist super. Solche Spieler zu trainieren, ist super. Er bringt Freude auf den Platz - und das ist gut.“

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Die BVB-PK mit Lucien Favre vor dem Köln-Spiel

Das freute die aus Norwegen angereisten Journalisten. Und ob nun von Beginn an oder ein weiteres Mal von der Bank aus, Favre prophezeite auf Nachfrage eines norwegischen Fernsehsenders: „Machen sie sich keine Sorgen, am Ende wird er da sein.“

Köln tritt mit breiter Brust in Dortmund an

Für den 1. FC Köln, zuletzt mit vier Siegen in der Bundesliga nacheinander, muss sich das fast wie eine Drohung angehört haben. Doch die Brust beim Aufsteiger ist durch die jüngste Erfolgsserie breit geworden. „Die letzten vier Spiele waren ja nicht nur Glück und Zufall. Die Mannschaft hat auch Spaß daran gefunden und gesehen, dass wir uns als Team weiterentwickeln können. Das ist unser Weg für die nächsten Wochen“, erklärte der Kölner Trainer Markus Gisdol.

Er sei kein Freund großer Hypes, meinte er - angesprochen auf Haaland. Sicherlich habe der BVB seinem Spiel durch den großen Stürmer, der ein guter Spieler mit guten Voraussetzungen sei, eine neue Komponente hinzugefügt, aber: „Wir werden alles dafür tun, um es ihm und dem BVB so schwer wie möglich zu machen.“ Borussia Dortmund habe elf gute Spieler auf dem Platz, nicht nur einen.

Der BVB lädt den Gegner regelmäßig zum Toreschießen ein

Schwer machen. Dieses Ziel verfolgt auch Borussia Dortmund. Oder zumindest: Den Gegner nicht zum Toreschießen einladen wie in Augsburg. Favre mahnte: „Wir müssen mit mehr Konzentration spielen, wir dürfen nicht so oft überrascht werden, wir müssen besser antizipieren.“ Vor allem das Gespür, die Vorahnung für gefährliche Situationen, vermisst der Schweizer zu oft bei seinen Spielern. „Wenn wir den Ball haben, müssen wir uns schon Gedanken machen, was passiert, wenn wir den Ball verlieren. Und wenn wir verteidigen, müssen wir bereit sein, den Ball zu erobern. Aber nicht nur einmal, sondern immer weiter. Wir müssen geduldig sein.“

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Dan-Axel Zagadou wird dem BVB dabei nicht helfen können. Der Innenverteidiger fällt wegen eines Muskelfaserrisses in der Wade wie schon in Augsburg aus. Ob der wechselwillige Paco Alcacer wieder zum Kader gehören wird, entscheidet Favre kurzfristig.

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