Götze überzeugt bei Startelf-Debüt für den BVB - Hakimi mit zwei dicken Fehlern

dzEinzelkritik

Der BVB muss gegen Bremen die nächste Enttäuschung verkraften. Beim 2:2 überzeugen die Startelf-Debütanten Götze und Dahoud, Hakimi patzt hingegen doppelt. Unsere Einzelkritik.

Dortmund

, 28.09.2019, 21:19 Uhr / Lesedauer: 2 min

Roman Bürki: Gegen Werder hat er noch nie zu Null gespielt - nach acht Minuten war klar, dass es vorerst so bleibt. Konnte beide Gegentore nicht verhindern, besonders viel zu tun hatte er sonst nicht. Als er gegen Joshua Sargent mit breiter Brust klärte, stand der Bremer im Abseits (75.). Note: 3,0


Lukasz Piszczek: Aus einem Einwurf in Gegners Hälfte resultiert das 0:1 - das darf nicht passieren. Seine für ihn vergleichsweise hohe Fehlpassquote (13 Prozent zur Pause) kompensierte er mit der optimalen Flanke auf Mario Götze vor dem 1:1 (9.) und einer rettenden Grätsche gegen Joshua Sargent (54.). Note: 3,0


Julian Weigl: Das Dortmunder Trainerteam sieht also ihn als dritten Innenverteidiger und nicht Dan-Axel Zagadou. Seine Ruhe am Ball half bei einigen Pressingsituationen der Bremer. Einmal verlor er kurz die Orientierung und kassierte Gelb für ein Foul an Milot Rashica (68.). Insgesamt ordentlich. Note: 3,0

Manuel Akanji: Wieder zwei Gegentore - am Schweizer lag es diesmal nicht. Ordentliche Zweikampfquote, gutes Stellungsspiel, saubere Spieleröffnung. Mit riskanten Pässen in die Spitze hielt er sich diesmal merklich zurück. Note: 2,5


Achraf Hakimi: Vor dem 0:1 hätte er entscheidend klären müssen, dann lief ihm Milot Rashica weg (8.).Viel am Ball, nicht immer glücklich. Wie bei seiner Möglichkeit in der 50. Minute, als ihm freistehend der Ball versprang. Beim 2:2 von Marco Friedl nur Zuschauer (54.). Note: 5,0

Götze überzeugt bei Startelf-Debüt für den BVB - Hakimi mit zwei dicken Fehlern

© Deltatre

Axel Witsel: Schlampig im Zweikampf vor dem 0:1 (8.). Danach dirigierte und lenkte, organisierte und kontrollierte er. Doch im Laufe des Spiels flutschte auch dem Chefstrategen die Dortmunder Überlegenheit im Mittelfeld aus der Hand. Wird das Spiel wilder, kommen seine Kernkompetenzen weniger zum Tragen. Für den BVB kein gutes Signal. Note: 3,5


Jadon Sancho: Sah sich häufig zwei Gegenspielern gegenüber, hatte dadurch wenig Raum für Dribblings. Seinen satten Schuss entschärfte Jiri Pavlenka (18.). In der Folge versuchte er viel, manches zu kompliziert. Ein 19-Jähriger kann nicht immer den Unterschied machen. Note: 4,0


Mahmoud Dahoud: Erster Startelfeinsatz seit dem 0:5 in München im April - zugleich sein 100. Bundesliga-Spiel. Machte mit Abstand die meisten Meter, allein knapp sieben Kilometer bis zur Halbzeit. Er hätte sich für eine richtig gute erste Hälfte fast mit dem 3:1 belohnt, Jiri Pavlenka parierte herausragend mit der Fußspitze (45.). Bewarb sich bis zur 66. Spielminute für weitere Aufgaben. Note: 2,5


Marco Reus: Vor dem Spiel gab es Sprechchöre für ihn, auf dem Platz dann seine Antwort auf die „Mentalitätsscheiße“: Per Kopf erzielte er das wichtige 2:1 vor der Pause (41.), trotz einer unauffälligeren ersten Hälfte. Das wichtige Kopfballduell nach der Bremer Ecke verlor er gegen Michael Lang (54.). Note: 4,0


Thorgan Hazard: Fehlerbehaftet und mit falschen Entscheidungen (28., 55.), aber dass er das Risiko sucht und den Gegner mit Tempo andribbelt, sorgt für Druck. Feine Flanke auf Reus vor dem 2:1 (38.). Bei seiner Direktabnahme hatten die Fans den Torschrei schon auf den Lippen (70.). Note: 3,5

Götze überzeugt bei Startelf-Debüt für den BVB - Hakimi mit zwei dicken Fehlern

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Mario Götze: Endlich durfte er spielen - und als ihn Werders Michael Lang gewähren ließ, traf er prompt mit dem Kopf (!) zum 1:1 (9.). Er gefiel mit weitem Aktionsradius und Balleroberungen (34.). Es bleibt die (taktische) Frage, ob der Mittelstürmer an der Mittellinie den Spielaufbau einleiten muss. Geiler Pass auf Dahoud vor dessen Großchance (43.). Danach blasser, aber satter Applaus bei seiner Auswechslung (73.). Note: 2,5

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