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Borussia Dortmund

Gewinner und Verlierer beim BVB: Youngster überraschen – Routinier außen vor

Halbzeit in der Bundesliga. Vier BVB-Youngster stechen auf der Gewinner-Seite heraus. In der Hinrunde gab es jedoch auch vier Verlierer - darunter ein Routinier.

Borussia Dortmund hat einen breiten Kader, angesichts der großen Belastung wird der auch benötigt. Der Konkurrenzkampf ist dabei noch größer – nicht jeder BVB-Spieler kann sich durchsetzen. Wir haben eine Übersicht: Das sind die Gewinner und Verlierer beim BVB in der Hinrunde.




Das sind die vier Gewinner der BVB-Hinrunde:

Erling Haaland: Wie abhängig Borussia Dortmund bereits von dem 20-jährigen Norweger ist, zeigten auch die jüngsten Spiele, in denen er zwar mitwirkte, aber blass blieb, weil es seinen Mitspielern nicht gelang, ihn in Szene zu setzen. Die nackten Zahlen sprechen jedoch für sich: 17 Pflichtspiele, 18 Tore, zwei Vorlagen. Der Blonde aus dem kühlen Norden ist Dortmunds Lebensversicherung, als er vor Weihnachten verletzt fehlte, ging es für die Borussia bergab.

Giovanni Reyna: Mehr Präsenz auf dem Platz, mehr Tore, mehr Vorlagen – das hatte sich Reyna für seine erste komplette Saison bei den Profis vorgenommen. Das Vorhaben gelang: In 24 der bislang 25 Pflichtspiele stand er auf dem Platz, er schoss vier Tore, bereitete sechs weitere vor. Spielintelligenz und Wille sind für sein Alter beeindruckend. Als er 18 wurde, verlängerte der BVB mit dem Amerikaner gleich bis 2025.

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Jude Bellingham: Den 17-jährigen Teenager begleiteten große Erwartungen, als er vor der Saison für mehr als 20 Millionen Euro Ablöse aus Englands zweiter Liga nach Dortmund kam. Bellingham aber hat direkt geliefert, mit 13 zumeist mutigen Liga-Vorstellungen für sich geworben, im zentralen Mittelfeld Bälle erobert und häufig klug nach vorne getrieben, zwei Treffer vorbereitet. Er sucht oft das Dribbling, weicht gern auf die Flügel aus, um Flanken zu schlagen. Der Nationalspieler hat bereits nach kurzer Zeit Einfluss auf das BVB-Spiel gewonnen: Er verzeichnet im Schnitt mehr Ballkontakte pro 90 Minuten als Axel Witsel.

Youssoufa Moukoko: Am 21. November war es soweit. Youssoufa Moukoko durfte für die BVB-Profis auflaufen und avancierte im Alter von 16 Jahren und einem Tag zum jüngsten Bundesliga-Spieler aller Zeiten. Vier Wochen später der nächste Rekord: Jüngster Liga-Torschütze der Historie. Moukoko geht seinen Weg nach dem Absprung aus dem Junioren-Lager unbeirrt weiter. Fleißig und lernwillig im Training der Profis, frech und engagiert auf dem Rasen. Der Stürmer zählt fest zum Kader und zeigt verheißungsvolle Ansätze in seiner Entwicklung.

Das sind die vier Verlierer der BVB-Hinrunde:

Nico Schulz: Im September und Oktober sah man den ehemaligen Hoffenheimer kaum auf dem Platz. Auch zwei Muskelverletzungen verhinderten den Plan, im zweiten BVB-Jahr endlich besser Fuß zu fassen. So langte es nur zu sieben Pflichtspielen bislang. Daran änderte auch der Trainerwechsel nichts. Stand er auf dem Platz, wirkte er oft wie ein Fremdkörper. Es riecht nach Veränderung im Sommer.

Lukasz Piszczek: Auf der Bank macht er gute Miene zum unerfreulichen Spiel, aber seine Abschiedssaison hätte sich der Pole wohl anders vorgestellt. Obwohl Neuzugang Thomas Meunier seit Wochen schwächelt, ist der 35-Jährige auf seiner Stammposition keine Option. Acht Pflichtspiele waren es bislang nur, nur einmal (beim 1:1 gegen Lazio Rom) spielte er über 90 Minuten. Sein letzter Einsatz datiert vom 15. Dezember beim 2:1 in Bremen.

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Mahmoud Dahoud: Im Oktober glühte er kurz, der Stern Dahouds. Starke Auftritte für den BVB, dann sogar das Debüt im deutschen Nationalteam. Doch der Aufschwung des 25-Jährigen währte nur kurz. Seit Wochen ist Dahoud außen vor, gegen Mainz und Leipzig schaffte er es erst gar nicht in den Spieltags-Kader. Nur fünf Liga-Einsätze mit im Schnitt 52 Minuten in der Hinrunde und keine einzige Torbeteiligung dokumentieren: Der Offensivspieler, der sich eigentlich endlich durchsetzen will bei der Borussia, stagniert in seiner Entwicklung.

Julian Brandt: Gesegnet mit riesigem fußballerischen Talent bringt der Nationalspieler seine PS zu selten auf den Platz. Er wirkt mitunter gehemmt, seine Leichtfüßigkeit, sein Selbstvertrauen aus Leverkusener Glanztagen ist nahezu gänzlich verflogen. Sein Treffer am Dienstagabend war sein erstes Erfolgserlebnis nach 30 Spielen ohne eigenen Treffer. Die Folge: Von einem Stammplatz ist Julian Brandt derzeit weit entfernt – um das zu ändern, sind weitere beherzte Auftritte wie in Leverkusen nötig.

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